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Vincent Feigenbutz: „Ich habe vor keinem Angst und nehme es mit jedem auf!“

Was sind deine Pläne nach der Corona-Krise?

Vincent Feigenbutz: „Sobald es wieder grünes Licht von Sauerland gibt, dass man wieder boxen kann, werde ich mich darauf vorbereiten. Ich habe meinen Freund Günter Dreher, der mit mir die Fitness- und Athletik macht. Boxerisch müssen wir schauen, wen wir da nehmen. Ob wir uns mehr im Ausland vorbereiten, oder einen Trainer rüber holen. Da vertraue ich Sauerland.“

Welche deutsch-deutschen Kämpfe kannst du dir vorstellen?

Vincent Feigenbutz: „Für mich wäre jeder Mensch auf dem Planeten eine Option! Wie gesagt, wahrscheinlich gehe ich mit dem Gewicht runter. Ich mache nie Gewicht und wiege immer 78 bis 79 Kilogramm. Das ist ein bisschen wenig, wenn ich mich nach dem Training auf die Waage stelle und 75 Kilogramm habe. Dann nimmt man noch drei Kilo ab und wäre in der nächsten Gewichtsklasse. Die anderen Boxer sind bei 85 kg, auf der Waage bei 76 Kilogramm und am nächsten Tag wieder bei 80 Kilo. Die sind alle einen Kopf größer und im Kampf physisch stärker. Das hat man bei Caleb Plant gesehen. Aber ich boxen gegen jeden! In Deutschland gibt es gute Boxer. Aber ich denke, dass ich es mit denen aufnehmen kann.“

Wäre vielleicht sogar ein Wechsel in das Superweltergewicht machbar?

Vincent Feigenbutz: „Bestimmt wäre es machbar, aber so weit bin ich noch nie mit dem Gewicht runter gegangen. Das müsste ich erst ausprobieren, aber der nächste Schritt wäre das Mittelgewicht.“

Gibt es einen Wunschgegner in Deutschland?

Vincent Feigenbutz: „Nein, aber ich möchte immer gegen den Stärksten kämpfen, selbst wenn ich keine Chance habe! Das reizt mich und für mich sind internationale Kämpfe interessanter. Ich habe vor keinem Angst und nehme es mit jedem auf!“

Du hast in deinem Kampfrekord bisher 31 Siege und drei Niederlagen. Hast du gelernt gut mit Niederlagen umzugehen?

Vincent Feigenbutz: „Das ist das klassische Geschäft im Boxen, dass man in Deutschland nur auf den Rekord schaut. Wer ist grün, wer ist super? Dafür wurden dann in 20 Kämpfen vielleicht nur Luschen geboxt. Ein guter Kämpfer ist ausgewogen. Es ist wie im Fußball und ganz normal, dass man verliert. Nur davon kannst du lernen.“

Was braucht der deutsche Boxsport, um wieder populärer zu werden?

Vincent Feigenbutz: „Viel mehr Pressearbeit und staatliche Unterstützung. Es müssen gute Hallen gebaut werden. Wenn was Professionelles da ist, dann kann man auch gut arbeiten. Wenn der Sport gut läuft, dann kann man ihn auch in das Fernsehen bringen. Das ist alles ein Kreislauf. Allgemein muss man den Sport mehr fördern!“

Das ganze Interview gibt es hier: http://boxpodcast.de/wordpress/

Fotos: Marco Baumann

Quelle: Der Boxpodcast

 

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18 Kommentare

  1. 23. April 2020 at 21:29 —

    Ohne Gottwald wird es schwierig sein für Feigenbutz. Bin mal gespannt was die Zukunft bringt.

  2. 23. April 2020 at 22:16 —

    Er hat Sauerland

    • 25. April 2020 at 23:36 —

      Er hat Sauerland erst mal noch bis Ende Dezember und ob er den Vertrag verlängert bekommt….ohne Management…..Abwarten!?

      Und ob es vor Dezember noch einen Kampf gibt….ich glaube nicht!?

  3. 23. April 2020 at 22:28 —

    “Boxerisch müssen wir schauen”

    Das ist der ehrlichste und intelligenteste Halbsatz, den ich je von Feigenbutz gehört habe..

  4. 24. April 2020 at 13:59 —

    Wer in Deutschland hätte denn gegen Plant 10 Runden durchgehalten, keiner. Zeuge ging ja schon gegen Fielding Ko. Abraham hätte sich genauso hinter der Deckung verschanzt. Und vom Rest brauchen wir erst gar nicht reden. Mike Lee ging gegen Plant in Runde 2 schwer Ko. Ich würde gerne Feigenbutz vs Zeuge sehen.

  5. 24. April 2020 at 19:15 —

    Endlich hat er es begriffen im Mittelgewicht zu boxen. Dass er zu klein für das Supermittel ist, hätte er schon seit Jahren erkennen müssen. Meine Kommentare über ihn hat er wohl nicht gelesen, oder erst sehr spät…

  6. 9. Mai 2020 at 10:52 —

    Im Mittelgewicht muss er sich ganz hinten anstellen. Canelo und Alvarez wischen mit ihm den Ringboden auf, auch gegen Jacobs, Lemieux, Geale und Derevyanchenko hat er keine Chance.

    • 10. Mai 2020 at 07:42 —

      So so Canelo und Alvarez wischen mit ihm den Boden auf…wer war für dich eigentlich der bessere Boxer Cassius Clay oder Muhammad Ali ???

    • 16. Mai 2020 at 10:10 —

      Geale..?
      Lol ok.. der hat zwar seit 2016 nicht mehr im Ring gestanden, aber das ist ja per se kein Grund gegen Vincent zu verlieren.. xD

  7. 14. Mai 2020 at 13:26 —

    Das war natürlich ‘n Tipfehler, Sachse! Ich meinte Canelo Alvarez und GGG. Der klar bessere Boxer war natürlich Muhammad Ali!

  8. 14. Mai 2020 at 15:18 —

    Natürlich war Muhammad Ali der weitaus bessere Boxer. Clay war selbstverständlich nur ein Maulathlet ohne weitere Bedeutung, der sich zwar im Alter von 24 Jahren zum jüngsten HW Champ seiner Zeit gekürt hat, Muhammad Ali dagegen war ein Übermensch, larger that life, larger that than the galaxy, einfach deeeeeer Boxer schlechthin.

  9. 15. Mai 2020 at 09:46 —

    Gladio, so ähnlich ist auch meine Sicht der Dinge. Mitte der 60er Jahre hieß er schon Muhammad Ali und war auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Insofern, Sachse, war der letzte Satz von mir schon ernst gemeint.

  10. 15. Mai 2020 at 15:55 —

    Und ich dachte ich hätte mich ironisch genug ausgedrückt. Man kann weder Cassius Clay von Muhammad Ali, noch Muhammad Ali von Cassius Clay getrennt betracht. Der einer wäre nicht möglich ohne den anderen. Das Leben das Cassius Clay geführt hat machten ihm in seinem weiteren Leben zu Muhammad Ali.

  11. 16. Mai 2020 at 10:04 —

    Echt? Gladio, du bist so schlau!

  12. 16. Mai 2020 at 12:13 —

    Dunkel ist der Rede Sinn … Und die Orthographie lässt zu wünschen übrig. Sei ganz beruhigt, ich weiß als ehemaliger Leistungsboxer und Boxsportfan sehr genau, wovon ich schreibe. Und ich wüsste nicht, vor wem ich hier Angst haben muss. Dass man C.C. und M.A. man nicht getrennt betrachten kann, ist eine Binsenweisheit. Worum es mir zu tun war: Als Muhammad Ali hatte der beste Boxer aller Zeiten seine größten Erfolge, bestritt seine größten Kämpfe und wurde unter diesem Namen weltberühmt. Eigentlich eine leicht nachvollziehbare Tatsachenfeststellung, oder? Und was die Entzugserscheinungen angeht, so bin von denen auch betroffen. Habe mir in den letzten Wochen u.a. sämtliche Kämpfe von Ali und Gennadi Golovkin, der für mich einer der besten Mittelgewichtsboxer aller Zeiten ist, nochmals angesehen und hoffe sehr, dass der für Juni angesetzte Kampf von Triple G stattfindet.

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