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Usyk verletzt? Kampf gegen Chisora verschoben

Usyk verletzt? Kampf gegen Chisora verschoben

Gerüchten zufolge hat sich Oleksandr Usyk beim Training eine Ellbogenverletzung zugezogen. Aus diesem Grund wird die ursprünglich für März angesetzte Begegnung mit Dereck Chisora auf den Mai verschoben.

Es war der britische Promoter Eddie Hearn, der in einem Interview beim YouTube-Kanal „iFL TV“ Usyks Ellbogen ins Gespräch brachte, auch wenn er nicht konkret von einer Verletzung sprach: „Warum der Kampf zwischen Usyk und Chisora für Mai geplant ist? Usyk muss vorsichtig mit seinem Ellbogen sein. Und er wird es nicht schaffen, sich bis zum 28. März vorzubereiten!“

Nicht nur für viele Boxfans, auch für einige Boxjournalisten war daraufhin klar: Oleksandr Usyk hat sich verletzt. Bereits bei seiner Teilnahme an der World Boxing Super Series im Jahr 2018 hatte Usyk sich im Training eine Verletzung am Ellbogen zugezogen, 2019 erlitt Oleksandr Usyk einen Bizepsriss, das Debüt im Schwergewicht gegen Carlos Takam musste daraufhin abgesagt werden.

2020 nun also die nächste Verletzung? Das möchte Alex Krassyuk nicht so stehen lassen: Usyk habe weder eine Ellbogenverletzung erlitten, noch sei eine alte Verletzung wieder aufgebrochen, beeilte sich Oleksandr Usyks K2-Promoter zu versichern: es handele sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme zur Rehabilitation.

Das Datum für einen Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Dereck Chisora ist allerdings nicht zum ersten Mal verschoben worden. Zuerst ließ Krasjuk verlauten, die Begegnung würde am 28. März 2020 stattfinden. Später hieß es: die Vertreter von Usyk und Chisora hätten sich auf einen Kampftermin im April geeinigt. Auch hier wurde schon über eine Verletzung berichtet, Usyk habe Probleme mit der linken Schulter, drang gerüchteweise an die Öffentlichkeit. Jetzt also eine erneute Verschiebung.

Fraglich ist, ob Usyk tatsächlich durch bisher erlittene Verletzungen beeinträchtigt und nicht voll belastbar ist. Aufmerksame Boxfans wollen schon beim Kampf  gegen Chazz Witherspoon im vergangenen Oktober gesehen haben, dass Oleksandr Usyk langsamer war. Möglicherweise allerdings nur, weil der Masseaufbau fürs Schwergewicht nicht ganz ohne Geschwindigkeitseinbußen realisierbar ist.

Unterm Strich muss Usyk nach wie vor den Beweis antreten, dass er sich in dieser Gewichtsklasse behaupten kann. Auch wenn das Debüt gegen Witherspoon erfolgreich verlief, ist eine Frage immer noch unbeantwortet: wie schlägt sich der ehemalige Cruisergewichtschampion gegen die Crème der Division?

Das geplante Duell mit Dereck Chisora ​​dürfte darüber Aufschluss geben. Wenn es denn irgendwann tatsächlich dazu kommt.

 

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8 Kommentare

  1. 12. Februar 2020 at 07:55 —

    Grundstätzlich bin ich ja ein Fan von Usyk, und jeder kann sich mal eine Verletzung zuziehen, bzw. nach einigen Fights auf höchstem Level mal wieder einen Gang zurückschalten…
    …aber nachdem er in Rekordzeit das stark besetzte CW überrannt hat, hätte ich mir von seinem Aufstieg ins HW schon etwas mehr erwartet als das bisher Gezeigte…
    Naja, warten wir mal ab, was noch kommt…

    • Chisora ist ein guter gegner für den Anfang, aber eben auch kein Gradmesser.

      Chisora hat keinen Punch, beißt aber wie ein Terrier. Mich würde es nicht wundern wenn ihn Usyk KO schlägt.

      Hoffe das geht mit Usyk noch richtig Vorwärts, weil das HW lahmt einfach seit ewigkeiten. Selbst nach Graf Clinchulas Rücktritt ist nicht viel passiert.

      Usyk ist technisch vermutlich der beste im HW, aber die Physis seiner Gegner wird seine chancen limitieren.

      • 13. Februar 2020 at 18:06 —

        …aber die Physis seiner Gegner wird seine chancen limitieren….

        was z.B. das Verletzungsrisiko steigert!

        Was das HW betrifft, so lahmt dieses in der Tat, aber ich führe das mehr auf die Promoter, insbesondere auf Hearn, zurück!

        • 14. Februar 2020 at 02:04 —

          Warum lahmt das HW? Verglichen mit den letzten 10 Jahren ist doch gerade zu der Teufel los. Dort regierte der Ringer aus der Kiever Gulag und heute … Kämpfe wie Joshua gegen Ruiz I … war doch gute Unterhaltung mit einem interessanten Ausgang. Oder nunmehr Wilder gegen der Zigeunerkönig II … ist doch auch ne spannende Nummer … selbst Kämpfe wie Luis Ortiz gegen Wilder, wo man weiss, Ortiz wird vorne sein und hofft, dass er über die Runden kommt oder eben hofft, er wird umgebördelt … auch Aufsteiger wie Usyk machen das HW doch interessant. Wobei ich denke, dass Usyk mit seinen nur 1,90m eben nicht mehr der Dominator sein kann und wird. Er wird lernen müssen, anders zu boxen, als bisher. Kämpfer wie Wilder oder eben Fury wird er nicht so einfach umhauen können, wie Hukic seinerzeit. Wilder ist 10cm größer und eben auch austrainiert wohl 10 kg schwerer … das ist schon nicht wenig. Fury ist 15cm größer und sicher 20kg schwerer … er wird lernen müssen, Kämpfe in Ruhe zu Ende zu boxen und dabei Punkte zu zählen … so wie im CW wirds im HW für ihn nicht laufen.

  2. 13. Februar 2020 at 13:48 —

    Gab es in den letzten 20 Jahren eh mal einen Cruiser der nach dem Aufstieg ins HW eine wirkliche Chance hat? Warum bleiben die Cruiser nicht im Cruiser, ich verstehe das immer nicht. Rein sportlich gesehen. Natürlich lockt im HW mehr Geld & TV.

    • 13. Februar 2020 at 13:55 —

      wobei es bei usyk auch sportlich sinn macht denn im cruiser konnte er absolut nicht mehr erreichen. da hat er alle geschlagen und war unangefochten. da ist es auch sportlich sinnvoll eine neue herausforderung zu suchen. bei anderen ist es eher noch unverständlicher!

      • 14. Februar 2020 at 02:05 —

        Es heisst Berufsboxen, das sind nicht die Olympischen Spiele … die Jungs machen das, um Geld zu verdienen. Was sportlich Sinn macht, ist meistens nicht von Bedeutung.

    • 13. Februar 2020 at 19:09 —

      David Haye war WBA Weltmeister

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