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Universum muss 300.000 Euro an Erdei zahlen

Waldemar Kluch ©Eroll Popova / boxing.de.

Waldemar Kluch © Eroll Popova / boxing.de.

Das öffentliche Bedauern über den Insolvenzantrag von UNIVERSUM Box-Promotion war groß gewesen. Nun zeigt sich, dass die von Waldemar Kluch geäußerten Befürchtungen und Vermutungen sich allmählich bestätigen. Der Hamburger Geschäftsmann, der 2011 das Hamburger Traditionsunternehmen vor dem Aus gerettet hatte, belegte schon im November nachhaltig, dass “UNIVERSUM ein Fass ohne Boden ist.” Unter anderem waren diverse Honorarforderungen und juristische Streitigkeiten aufgetaucht, die erst vor kurzem bekannt wurden. Unter anderem wurde jetzt am 18. Dezember vom Landgericht Hamburg ein Urteil in dem Verfahren Zsolt Erdei gegen UNIVERSUM verkündet. Laut Urteil muss UNIVERSUM eine Summe in Höhe von 318.017,24 Euro nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit 15.12.2010 an den ehemaligen Weltmeister zahlen. Als Begründung nannte das Gericht fehlende Titelkämpfe, die jedoch vertraglich vereinbart waren. Allerdings hieß der damalige Chef nicht Waldemar Kluch sondern Klaus-Peter Kohl. Kluch selbst hatte erst vor rund zwei Monaten von dem Prozess gegen Ihn erfahren und kannte weder die Details des Verfahrens noch die damalige Situation und Sachlage. “Dieses Verfahren betrifft eine Zeit weit vor meiner Tätigkeit. Ich hatte keine Kenntnis über die juristische Auseinandersetzung mit Zsolt Erdei”, erklärt Kluch.

Die Entscheidung von Waldemar Kluch, UNIVERSUM in den geregelten Konkurs gehen zu lassen, erweist sich mittlerweile als goldrichtig. Auch in den vergangenen Tagen sind vermehrt erhebliche Ansprüche gegenüber UNIVERSUM aufgetaucht, die bei Kaufabschluss nicht bekannt waren. Das “Fass ohne Boden” scheint endlos zu sein und die Gewissheit, dass diese vielen offenen Posten Herrn Kohl, seines Zeichens ein ordentlicher Kaufmann, nicht unbekannt gewesen sind, bestätigt sich mit jeder weiteren Woche des Insolvenzprüfverfahrens. So existieren unter anderem unbezahlte Verbandsrechnungen aus den Jahren 2007 bis 2009, Honorarforderungen von Anwälten in Höhe von 415.000 Euro aus den Jahren 2009 und 2010 und unbezahlte Steuern aus den Jahren 2003 bis 2010, insgesamt mehr als 400.000 Euro. Allein für das Geschäftsjahr 2004 existiert eine Forderung in Höhe von 78.447,50 Euro. Die Entscheidung, kein weiteres Geld in das marode Unternehmen zu stecken fiel Kluch zwar schwer, aber der Schritt scheint sich mit jedem Tag des Insolvenzprüfverfahrens als richtig zu bestätigen. “Die Konkurseröffnung und die Klage auf Rückabwicklung werden bestätigen was sich hinter der Scheinheiligkeit von Herrn Kohl und seinem Schwiegersohn verbirgt”, sagt Kluch. Bleibt abzuwarten, wie viele von den, von Kluch oft zitierten künstliche Baustellen, in Zukunft bei UNIVERSUM noch auftauchen werden. Die Zukunft der Boxer ist aber in jedem Fall gesichert. “Dazu werden wir uns zu gegebener Zeit äußern, aber es geht für die Sportler auf jeden Fall weiter”, so Kluch.

© adrivo Sportpresse GmbH

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9 Kommentare

  1. MainEvent
    22. Dezember 2012 at 20:54 —

    Dietmar Poszwa ist eine koksende hartgeldnu.tte, die den Laden von Schweine -Kohl ruiniert hat.

  2. deebak
    22. Dezember 2012 at 21:04 —

    die nachricht ist schon 4. tage alt

  3. florian
    22. Dezember 2012 at 21:22 —

    Kluch wird sich zu gegebener Zeit zur Zukunft von Universum äussern. OK dann müssen wir so wie wir Universum kennen nur noch ein Jahr gedulden dann könnte es soweit sein.

  4. anatoli
    22. Dezember 2012 at 22:43 —

    Wie ich schon vor sechs Monaten gesagt habe, Kluch wurde ganz schön über den Tisch gezogen. Dass er nun alles hinwirft und nicht mehr einsieht irgendein Geld noch reinzustecken, ist verständlich. Schade natürlich für Boxer, die somit zum Teil das meiste Nachsehen haben.
    Kohl war und ist ein Sch.wei.n! Nicht umsonst waren schon viele Boxer vor Kluchs Zeit abgehauen.

  5. anatoli
    22. Dezember 2012 at 22:44 —

    … spricht auch natürlich dafür, wie blauäugig Kluch in diesem Geschäft ist.

  6. Norman
    23. Dezember 2012 at 05:51 —

    Als Begründung nannte das Gericht fehlende Titelkämpfe, die jedoch vertraglich vereinbart waren.

    Neija wenn man ein eher Langweiliger uninteresanter Boxer ist will auch kein anderer guter Boxer gegen dich Kämpfen weil ihn das nicht weiterbringt….aber den Lohn nicht zu zahlen ist schon ne sauerei Vertrag ist Vertrag und normal sollte man sich dran halten

  7. Eierkopf
    23. Dezember 2012 at 14:28 —

    Kluch über den tisch gezogen worden?

    Der typ ist einfach nur dumm, nichts weiter. Wenn ich ein Unternehmen übernehme, dann ist es doch wohl klar das vorher abzuklären ist ob und wieviel schulden das Unternehmen hat, dagegen kann man sich im vorfeld absichern. Das wissen selbst grundschüler.

    Die einzige sauerei ist, dass Kluch somit vielen guten boxern zeit raubt und somit geld. Wenn er ein mann wäre, dann würde er alle boxer so schnell wie möglich woanders unterbringen und nicht einen auf beleidigte leberwurst machen. Egal wie interessant ein boxer ist, wenn ihm kämpfe zugesichert wurden dann haben die auch stattzufinden, so einfach ist das.

  8. mulde
    23. Dezember 2012 at 15:31 —

    er war einer der besten boxer und dieser kohl hat in nur b-klassige Gegner kämpfen lassen!

  9. kohlrabi
    23. Dezember 2012 at 15:41 —

    @ eierkohl

    wie schön,dass du hier die fehler von herrn kohl zu denen von herrn kluch machst.herr kluch hat eine unternehmungsprüfung bei übernahme durchgeführt, aber dinge die nirgendwo stehen und auch nicht gesagt werden, weis man dann nicht. und wenn hier einer sein wort nie gehalten hat dann bestimmt nicht herr kluch.

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