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Umstrittenes Unentschieden bei Mosley – Mora: Vorprogramm stiehlt dem Hauptkampf die Show

Shane Mosley ©Ala Villamor.

Shane Mosley © Ala Villamor.

Der als großes Event angekündigte Fight zwischen Shane Mosley und Sergio Mora endete in einem enttäuschenden Unentschieden. Der Kampf, der in den USA als Pay Per View-Kampf verkauft wurde und beinahe 14000 Zuschauer ins Staples Center von Los Angeles lockte, konnte die Erwartungen bei weitem nicht erfüllen. Am Ende gab es sogar noch ein höchst umstrittenes Fehlurteil.

Der ehemalige Halbmittelgewichts-Weltmeister Mora kämpfte von Anfang an zu passiv und gab gleich zu Beginn gefühlte fünf von sechs Runden ab. Erst mit fortschreitender Kampfdauer legte er den Respekt vor Mosley ab und traf in manchen Runden sogar im zweistelligen Bereich. Obwohl es so manche ausgeglichene Runde gab, war es Mosley, der ständig den Kampf suchte und der auf Grund seiner Aggressivität das Urteil hätte zugesprochen bekommen sollen. Das unerfahrene Punktrichter-Trio sah es aber anders und konnte in der eigentlich einfach zu wertenden Begegnung keinen Sieger finden (Urteil: 113-115, 116-112, 114:114).

Mosley zeigte sich im HBO-Interview erstaunend versöhnlich: “Wir haben beide hart gekämpft. Es war ein guter Kampf und ein faires Urteil. Er ist kein großer Puncher, deswegen war dieser Fight eher taktisch. Das war ein schwieriger Kampf, weil er eine Gewichtsklasse runtergekommen ist, und ich eine aufgestiegen bin. Er hat sich gut bewegt, ist weggelaufen, hat gehalten und hat mich ab und zu auch mit dem Kopf erwischt. Das hat sich alles auf meine Leistung ausgewirkt. Das nächste Mal will ich gegen jemanden kämpfen, der mehr meiner Größe und meinem Gewicht entspricht – jemand wie Miguel Cotto.”

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Sergio Mora: “Ich bin gekommen, um zu gewinnen, aber mein Respekt vor Shane Mosley stand mir im Weg. Ich hätte auf meine Ecke hören sollen, die gesagt hat, der Kampf wäre eng. Ich dachte immer, dass ich führe. Ich bin mit Shane Mosley über 12 Runden gegangen, das alleine ist schon eine gute Leistung. Ehrlich gesagt denke ich aber, dass ich gewonnen habe.”

Der Grund, warum das Publikum, trotz des enttäuschenden Hauptkampfes, für sein Geld dennoch etwas geboten bekam, waren die spannenden Vorkämpfe der beiden Golden Boy-Talente Victor Ortiz und Saul Alvarez. Ortiz bezwang den ehemaligen Halbweltergewichts-Weltmeister Vivian Harris durch technischen K.o. in der dritten Runde und möchte nun zum Rematch gegen seinen Bezwinger Marcos Maidana antreten. Alvarez, der in Mexiko schon als nächster großer Superstar gefeiert wird, bezwang den Ex-Weltergewichts-Champion Carlos Baldomir mit einem spektakulären K.o. in der sechsten Runde und kann nun auf noch größere Fights hoffen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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