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Ulli Wegner wird 69: Rückblick auf eine erfolgreiche Karriere

Ulli Wegner ©Nino Celic.

Ulli Wegner © Nino Celic.

Ulli Wegner, Cheftrainer des Sauerland-Boxstalls, feiert heute seinen 69. Geburtstag. Zum Feiern ist aber nur wenig Zeit, Wegner weilt derzeit im Trainingslager in Zinnowitz (Insel Usedom), wo er Arthur Abraham (14. Mai gegen Andre Ward) und Eduard Gutknecht (7. Mai gegen Danny McIntosh) auf ihre bevorstehenden Kämpfe vorbereitet.

Zu seinen Schützlingen hat Wegner ein beinahe väterliches Verhältnis, wobei er nicht auf die nötige Strenge vergisst. “Ohne Autorität geht gar nichts”, sagt Wegner. “Schon gar nicht in diesem Sport. Aber Vertrauen ist genauso wichtig.”

Wegner stieg 1971 nach einer erfolgreichen Amateur-Karriere ins Trainergeschäft ein. “Da mir der Boxsport immer viel Freude bereitet hat, war der Trainerjob ein echter Glücksfall für mich. Ich habe mich von Beginn an in meine Tätigkeit reingekniet und bin regelrecht zum Workaholic geworden. Ich hasse Niederlagen. Deshalb tue ich alles, um sie zu vermeiden. Wichtig ist, dass man sich in dem, was man tut, entwickelt – egal wie alt man ist.”

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Nach dem Mauerfall war Wegner einer der wenigen DDR-Trainer, die vom gesamtdeutschen System übernommen wurden. Erste Erfolge feierte er dabei mit Sven Ottke, den er 1991 und 1995 zur Europameisterschaft führte. Nachdem seine beiden anderen Schützlinge Oktay Urkal und Thomas Ulrich bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta Medaillen geholt hatten, wechselte Wegner ins Profigeschäft und unterschrieb bei Sauerland.

Ottke wurde Wegners erster Weltmeister, 2003 kam noch Markus Beyer hinzu. Im Dezember 2005 eroberte Arthur Abraham die IBF-Krone im Mittelgewicht, 2009 gewann Marco Huck den WBO-Titel im Cruisergewicht. Im Februar 2011 folgte der Interims-Titel von Yoan Pablo Hernandez, derzeit betreut Wegner noch Robert Helenius, Alexander Frenkel, Francesco Pianeta, Eduard Gutknecht, Dominik Britsch und Karo Murat, die möglichst bald weitere Titel dazuerobern sollen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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11 Kommentare

  1. Boxfanatiker89
    26. April 2011 at 13:33 —

    “HAJO schwetz mir do koin käs uf mei wuschtbrot, du lump!”

  2. MainEvent
    26. April 2011 at 13:33 —

    Alles Gute Ulli!

    Kurt Rosentritt R.I.P!

  3. Mr. Wrong
    26. April 2011 at 15:02 —

    “jetzt blos nicht ko gehen, die sind auf unserer seite”, seine ansprachen haben schon jetzt kultstatus.

  4. kevin22
    26. April 2011 at 15:31 —

    Ulli ist schon eine Granate für sich, den kann man nicht kopieren^^

    Wenn alles gut läuft, dann ist er der Papa vom Schützling, wenn der aber nicht spurt, dann wird er auch oft recht persöhnlich un teilweise rabiat! 😉

    Man erinnere sich nur mal an den Kampf AA gegen Froch, viele hielten seine Worte für Beleidigungen gegen AA, aber er hat im Grunde genau das Richtige gemacht!
    Er wollte seinem Artur herrausfordern und ihm alles abverlangen, in dem Falle notfalls voller Wut!

    Der macht das schon richtig, väterlich wenn als klappt, tyrannisch wenn seine Untergebenen nicht hören!
    Auf gut Deutsch: MIT ZUCKEBROT UND PEITSCHE! 🙂

  5. kevin22
    26. April 2011 at 16:00 —

    Mr. Wrong sagt:

    “jetzt blos nicht ko gehen, die sind auf unserer seite”

    Das heisst dann aber nichts anderes als: “…die spielen auf ihre Art in unsere Tasche, einfach so weitermachen!”

  6. Han Anuk
    26. April 2011 at 16:37 —

    Alles gute Ulli,hoffe du bleibst den Boxsport noch eine ewigkeit erhalten.

  7. Tom
    26. April 2011 at 18:26 —

    Herzlichen Glückwunsch Ulli!!

    Ulli Wegner macht schon eine richtig gute Arbeit!

    Manchmal etwas heftig und laut in der Ecke,aber wie Kevin schon schreibt,die Jungs brauchen das manchmal!

  8. Andrei
    26. April 2011 at 19:54 —

    @ kevin 22 sagt:
    Er wollte seinem Artur herrausfordern und ihm alles abverlangen, in dem Falle notfalls voller Wut!

    Um einem Boxer wehrend des Kampfes was abzuverlangen zu können, muss erst dem Boxer wehrend der Trainingszeit es beigebracht werden.

  9. kevin22
    26. April 2011 at 20:37 —

    Andrei sagt:

    “Um einem Boxer wehrend des Kampfes was abzuverlangen zu können, muss erst dem Boxer wehrend der Trainingszeit es beigebracht werden.”

    Das ist einfach Unsinn!
    Man kann im Training alles beherrschen und dann im Kampf mental versagen!

    Aber woher sollst du das auch wissen…

  10. Andrei
    27. April 2011 at 00:57 —

    @ kevin22 sagt:
    Das ist einfach Unsinn!
    Man kann im Training alles beherrschen und dann im Kampf mental versagen!
    Aber woher sollst du das auch wissen…
    Alles was man unbewusst macht wie z. B Radfahren, Autofahren, Schwimmen, wird als ein „Programm“ aus dem Unterbewusstsein, unabhängig davon wie lange man das nicht gemacht hat, nach Bedarf und Gelegenheit abgerufen, mental versagen kann man nur dann wenn man sich zwingt bzw. man wird als Boxer von dem Trainer gezwungen Handlungen zu machen bzw. ein „Boxprogramm“ aus dem Unterbewusstsein abzurufen wo es gar keins gibt bzw. welches dem Boxer von dem Trainer wehrend des Trainings „installiert“ werden sollte. Was, wie oben erwähnt, nach Bedarf und Gelegenheit unbewusst abgerufen wird. D. h man macht als Boxer wehrend des Kampfes Handlungen ohne es bewusst nachvollziehen zu können, wie die Handlungen zur Stande kommen. Man fühlt sich wie fern gesteuert. Wie z. B in dem Film „ Bourne Identität“. Was auch eigentlich der Job des Trainers ist. Und nicht dem Boxer wehrend des Kampfes mit Ratschlagen und Anweisungen kommen, (da ist der Zug schon längs abgefahren, und das schlimmste dabei die ganze Ratschläge und Anweisungen zwingen den Boxer zur bewusster Handlung) nach dem Motto wenn’s klappt ist gut, wenn nicht dann schiebe ich (um eigenes Gesicht zu bewahren) dem Boxer die Schuld in die Schuhe.
    Zwischen bewusster und unbewusster Handlung liegen Welten dazwischen.
    Zur mentaler Einstellung: jeder Boxer der nicht mit der Einstellung in den Ring geht, den Gegner fertig zu machen, wird selber fertig gemacht. Wenn die Einstellung richtig ist, dann liegt es an dem Können, wofür dann der Trainer zuständig ist.

  11. marcus
    28. April 2011 at 18:21 —

    ulli kann nur fertige boxer trainieren . mann schaue sich nur marco an . der kommt aus dem kickboxen und kann bis heute noch nicht richtig boxen .

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