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Ulli Wegner hat den “Blauen Brief” vom Sauerland – Team bekommen

Man glaubt es kaum. Bisher war immer von einem “Vertrag auf Lebenszeit” die Rede. Dennoch gab es jetzt die offizielle Kündigung des Vertrags zwischen Sauerland und Wegner. Das Team wartete noch die Ehrung von Ulli Wegner für sein Lebenswerk bei einer Veranstaltung in Hamburg ab. Aber dann sollte es faustdick für Wegner kommen.

Am nächsten Morgen überbrachte eine Sauerland-Angestellte dann die schriftliche Kündigung. Weder Wilfried noch Kalle Sauerland waren in Hamburg anwesend. Beide hatten wohl nicht den Mumm, ihren langjährigen Cheftrainer in die Augen zu blicken und ihm persönlich zu kündigen. Das musste eine „kleine Angestellte“ erledigen. Das hat schon echt Stil, wenn auch im negativen Sinne.

Laut „Bild“, deren Redaktion Ulli Wegner interviewen wollte, ist Wegner auf Anraten seines Anwalts gegenwärtig nicht bereit, sich über das Thema Kündigung zu äußern. Sauerland gibt zum Jahresende das Gym in Berlin auf, Wegner sollte trotzdem bleiben und seine Boxer anderweitig betreuen. Wie das nun mit Abon Pervizaj, Leon Bunn, Abas Baraou und Jack Pascali weiter geht, ist noch nicht genau bekannt. Dazu ab es allerdings ein Statement von Wilfried Sauerland. Bekannt ist allerdings, dass Co-Trainer Bramowski (noch) bleiben wird. Es sieht fast so aus, als würde Sauerland so langsam die Lichter löschen. Ob die Zusammenarbeit mit Sport1 weiter geht, ist scheinbar auch noch nicht klar.

Ebenfalls unbekannt ist die weitere Karriere von Arthur Abraham. Einst großer Champ und Aushängeschild des Sauerland-Teams, jetzt seit 20 Monaten ohne Kampf. Sein WBO-International-Titel ist längst anderweitig vergeben. Man hatte immer noch gedacht, es käme zu einem Showdown zwischen Artur Abraham und Felix Sturm. Wegner sagte dazu einmal in einer MDR-Sendung: „Sowas muss wachsen.“ Das ist nun wohl auch Geschichte. Sturm sitzt im Gefängnis und Abraham hat offenbar keine Lust mehr, sich für einen Kampf zu motivieren. Die Reihe 1 des Supermittelgewichts ist mittlerweile auch mit anderen Boxern besetzt, gegen die der mittlerweile 39-jährige schlecht aussehen würde. Steigt er doch noch einmal in den Ring, wird Ulli Wegner ihn gewiss nicht im Stich lassen. Genau so wenig wie Kubrat Pulev, mit dem Wegner ja noch Schwergewichtsweltmeister werden will.

Die Liste der Verdienste von Ulli Wegner für das Sauerland-Team ist lang. Dass man ihn jetzt so abserviert, ist mehr als merkwürdig. Wilfried Sauerland sagte der „Bild“ das schon vor Wochen mit Wegner darüber gesprochen wurde. Im Gegensatz zu Wegner gab Sauerland sn ein Statement gegenüber der „Bild“ ab:

Die Kündigung wurde am 30. September schriftlich überreicht. Aber wir hatten mit Ulli Wegner die Sache schon lange vorher besprochen. Schon im letzten Jahr hatten wir vereinbart, dass er noch ein Jahr weiter arbeitet. Und auch vor vier Wochen gab es noch ein Treffen, in dem noch einmal alles wiederholt gesagt wurde. Wir können es uns einfach nicht mehr leisten, für so wenige Boxer so viel Geld für den Trainer auszugeben. Wir haben Ulli Wegner angeboten, dass er seine Boxer weiter trainieren kann und wir einen Zuschuss geben.“

Das klingt ja noch halbwegs versöhnlich, steht aber dennoch im Gegensatz des Versprechens von Wilfried Sauerland, das er seinem Cheftrainer zu dessen 75. Geburtstag gab. Da war von „Cheftrainer auf Lebenszeit“ die Rede. Ist das Leben von Ulli Wegner jetzt zu Ende? Zumindest wohl das als Cheftrainer bei Sauerland. Sauerland hat -zig Millionen an und mit Wegner verdient. Jetzt ist er auf einmal zu teuer. Welch ein Hohn.

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5 Kommentare

  1. 5. Oktober 2019 at 02:18 —

    Hmmmm, wenn das alles so mit Wegner abgesprochen, warum muss dann eine Mitarbeiterin von Sauerland die Kündigung überbringen?
    Das Wegner sich derzeit dazu nicht äußern will sag ja wohl alles!?

    • 5. Oktober 2019 at 05:03 —

      Ich nehme an, dass sein Anwalt noch eine fette Abfindung aushandeln will. Immerhin war er über 20 Jahre bei Sauerland.

  2. 5. Oktober 2019 at 14:55 —

    Aber mal ehrlich! Wegner ist doch seit 10 Jahren shot. Wenn er den Mund aufmacht, steigt unmittelbar die Fremdscham ein einem auf.
    Wann hat er das letzte Mal einen Boxer zu besonderer Größe geführt? Oft nur als Zwischenstation für ehemalige Schützlinge von Röwer oder dem Bulldog Gym, wo er stets betonte „den Jungen mache ich zum Weltmeister“… nach ein paar Monaten war er dann schon wieder weg.

    Der jetzige Schritt ist einfach nur die logische Konsequenz vom Niedergang des Sauerlandstalls. Kalle hat aus der WBSS scheinbar genug Kohle rausgeholt und kein Interesse mehr am heimischen Boxstall. Und Nisse hats wohl nicht drauf.

  3. 7. Oktober 2019 at 19:29 —

    Zitat: Ist das Leben von Ulli Wegner jetzt zu Ende?

    Was ist dann den für ein Satz oder Frage.

  4. 8. Oktober 2019 at 09:19 —

    Sauerland sollte endlich die tore schließen und platz machen für die neuen box ställe wie ec, agon oder petko.

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