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Ünsal Ariks Ring-Comeback: Erst gewinnt Culcay WM-Gürtel, dann hole ich ihn mir!

Nicht nur die Vorbereitungen von Jack Culcay laufen auf Hochtouren, auch Ünsal Arik und Zeynel Elbir schuften in Berlin für ihre nächsten Kämpfe. Die drei Profiboxer stehen zwar am 9. Mai alle im Ring, aber bei verschiedenen Veranstaltungen in Frankfurt am Main sowie Hildesheim.

Culcay, der “goldene” Amateurweltmeister von 2009, bekommt in der ausverkauften Frankfurter Festhalle die Chance sich nun auch im Profilager mit einem WM-Titel zu krönen. Dabei geht es um den WBA-Interimsweltmeistertitel im Superweltergewicht. Der Schützling von Ulli Wegner wird mit Maurice Weber aus Köln auf einen nicht weniger hungrigen Gegner treffen. Culcay: „Das Training verläuft bisher wie geplant. Ich habe schon seit Wochen mein Wettkampfgewicht von knapp 70 Kilogramm. Aktuell absolviere ich die entscheidenden Sparringseinheiten und gehe mit Coach Wegner die Kampftaktik durch. Ich kann den 9. Mai kaum mehr abwarten!“

Den Hauptkampf wird Felix Sturm gegen den Russen Fedor Chudinov bestreiten. Dabei wird es für den einstigen “Oscar De La Hoya-Bezwinger” darum gehen seine erneute WM-Chance zu nutzen, um als erster Boxprofi Deutschlands zum fünften Mal Weltmeister zu werden. Dieser Mega-Fight wird live von Sat.1 gezeigt und im Anschluss dazu wird das WM-Duell zwischen Jack Culcay und Maurice Weber übertragen. Culcay: „Ich will den Fans am TV, besonders aber den Zuschauern in der Festhalle etwas bieten. Das wird mein erster Profikampf nahe meiner Heimat Darmstadt werden und mehr Grund zur Motivation brauche ich nicht!“ „Golden Jack“ fühlt sich bereit für den großen Kampf. Einen Anspruch, den er auch an seinen Gegner hat: „Maurice Weber hat bei der ersten Pressekonferenz gesagt, dass er mehr als 100 Prozent geben muss, um mich zu schlagen. Ich wünsche mir, dass das nicht nur leere Versprechungen sind. Frankfurt erwartet einen großen Kampf und dazu gehören zwei starke Boxer!“

Ünsal Arik sieht den boxtechnischen Vorteil auf Culcays Seite und den Sauerland-Boxer als Favoriten in das Duell gehen. Eigentlich ist ihm der Gewinner nicht so wichtig, hauptsache es kommt zu einer Titelverteidiger gegen ihn. Bisher haben sich alle gedrückt, oder sehr kurzfristige Angebote gemacht. Denn er ist sich sicher, dass er mit einer guten Vorbereitung beiden Rivalen den WM-Gürtel abnehmen würde. Doch davor muss er am 9. Mai in Hildesheim Valentyn Kuts besiegen, um sich den vakanten Interimstitel der WBU sichern zu können. Diesen Kampf möchte Arik seinem Vater widmen, der zur Zeit im Krankenhaus ist.

Für die Titeljagd hat der Parsberger einen neuen Trainer verpflichtet: Varol Vekiloglu. Der 31-Jährige betreut neben Arik eine weitere Box-Hoffnung: Zeynel Elbir. Mit 21 Jahren ist der sympathische Mittelgewichtler der Jüngste aus der Trainingsgruppe. Der Berliner gilt als Talent und wird seinen zweiten Profiboxkampf gegen Aleksandar Nikolic bestreiten. Im Oktober letzten Jahres gewann er sein Profidebüt durch Knockout in der ersten Runden gegen Suleyman Dag. Danach musste er aus Zeitmangel pausieren, auch weil er neben dem Sport arbeiten muss. Jetzt möchte Elbir richtig durchstarten. Da er sich besonders für die amerikanische Boxszene interessiert, wäre es sein Traum irgendwann in Amerika zu boxen. In Deutschland heißt sein Vorbild: Felix Sturm.

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Um ihren Zielen näher zu kommen werden Arik und Elbir seit ungefähr zwei Monaten zweimal pro Tag von Varol Vekiloglu gequält. Wobei sie auch gemeinsam lachen, da eine gute Stimmung in der Trainingsgruppe herrscht. Vekiloglu ist kein Unbekannter und hat bis Ende letzten Jahres noch selbst im Ring gestanden. Seine Kontrahenten waren beispielsweise Konstantin Airich, Robert Rolle, Krzysztof Glowacki, Moritz Stahl sowie Firat Arslan, der sein schwerster Gegner war.

Falls Marco Huck demnächst gegen den Polen Glowacki seinen WBO-Titel im Cruisergewicht verteidigen sollte, wäre für Vekiloglu klar: “Es wird vorzeitig für Marco Huck enden!” Der ehemalige Halbschwergewichtler bestreitet erst einmal keine Profikämpfe mehr und konzentriert sich auf seinen Beruf als Box-und Personaltrainer. Mit Familie und ohne Sponsoren sei es nicht möglich sich ausreichend auf einen Fight vorzubereiten.

Arik, der in Frankfurt am Main lebt, hat einen neuen Sponsor gefunden, der es ihm erlaubt vom Boxsport zu leben. Auf seinem Weg zu einem großen Kampf steht nun sein Coach Vekiloglu an seiner Seite, der das Boxgeschäft gut kennt. Denn heute ist der ehemalige “The Rentless Lion” durch seine Erfahrungen gereift und warnt seine “Jungs” davor warnt ins offene Messer zu laufen. Während seiner Profikarriere musste er einige Tiefschläge wegstecken, nicht nur im Boxring. Die sind auch Arik nicht fremd, der seinen letzten Fight im März 2014 bestritt. An der Zwangspause ist der gekonnte Redner nicht ganz unschuldig. Obwohl er mit 34 Jahren eigentlich keine Zeit zu verlieren hat.

Seine öffentlichen Provokationen gegen den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdoğan machten ihn zwar landesweit bekannt, dafür musste er für eine Woche in den Knast und steht bis heute unter Beobachtung: “In der Türkei bin ich zum Staatsfeind geworden!” Dennoch bereut der Profiboxer mit türkischen Wurzeln sein politisches Engagement nicht, auch wenn seine Kontroversen die Fernsehsender aus der Türkei abgeschreckt haben. Daher wird es auch keinen Livestream von dem Kampfabend aus Hildesheim geben. Wer gerne live dabei sein möchte, kann sich die Tickets an der Abendkasse besorgen.

Von Samira Funk

Quelle: Sauerland Event

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7 Kommentare

  1. 4. Mai 2015 at 06:59 —

    Viel interessanter als irgend ein Bericht zum Mayweather vs Pacquiao Kampf……

  2. 4. Mai 2015 at 11:50 —

    Ünsal Arik?????

    Noch nie von dem gehört!!

    Was Culcay und Sturm anbelangt……nun,da geht es nur um den Interimstitel,das ist nichts halbes und nichts ganzes,somit kann Sturm in dem kommenden Kampf auch nicht zum 5.Mal WM werden.
    Zumal Stürmchen kommenden Samstag auch gute Chancen hat durch KO zu verlieren!
    Und Culcay war ja schon als EM fast überfordert! Die Weltspitze im Halbmittel würde mit Culcay den Boden wischen!
    Und wie Weber an diesen Interims-WM-Kampf gekommen ist wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben!!?

    Die Einführung des Interimstitel war ja ursprünglich ja mal eine gute Sache,aber leider wird er seit geraumer Zeit von den Verbänden dazu missbraucht um noch mehr Geld zu scheffeln!!

    • 4. Mai 2015 at 13:24 —

      Wieso war die Einführung des Interims-Weltmeister eine gute Sache? Finde das gerade durch die Titelflut inflationäre möchte gern WM-Kämpfe stattfinden, und eigentlich das selbe sind wie ein Eliminator wenn überhaupt. Denn in den seltensden Fällen macht der Interimsweltmeister gebrauch davon den regulären WM zu boxen. Mittlerweile dürfen sich dadurch Boxer Weltmeister nennen, die es nie durch Leistung bis nach ganz oben geschafft haben oder findest du das z.B. ein Chagaev ein HW-Weltmeister ist? Wenn das weiter so geht, dann haben wir bald Zustände wie im Kickboxen, wo jeder zweite Weltmeister ist in irgendeinem Verband.

      • 4. Mai 2015 at 14:11 —

        @ Sachse

        Ja,die Titelflut ist eine Katastrophe,aber das liegt mehr an der diversen regionalen Titeln der Verbände!

        Aber der Interimstitel wurde mal eingeführt,…wenn ein WM wegen Krankheit,Verletzung oder anderen Gründen seinen Pflichtverteidigungen nicht gerecht wurde,dann wurde ein bestimmter Zeitraum festgelegt um die TV zu bestreiten,trat der jeweilige WM,aus welchen Gründen auch immer nicht an,verlor er den Titel und der Interims-Champ war automatisch der amtierende Champ!
        Natürlich war einer der Kontrahenten um den Interimstitel der Pflichtherausvorderer!

        Die IBF z.B. hat jahrelang keinen Interims-WM hervorgebracht,erst vor kurzem wieder,weil Hernandez im Cruiser ständig verletzt ist und Pflichverteidigungen immer wieder verschoben werden mussten.

        Nein,ich finde nicht das Chagaev ein HW-WM ist,aber die WBA bricht gerne ihre eigenen Regeln!!
        Wobei die Einführung des WBA-Super-WM-Titel ursprünglich auch eine gute Idee war,die aber leider dazu missbraucht wurde um noch einen regulären WM-Titel ausboxen zu lassen!
        Das ist alles nur reine Geldmacherei des Verbandes!

        • 4. Mai 2015 at 14:40 —

          Ok aus dieser Sicht ist ein Interimsweltmeister keine schlechte Sache. Schade nur das die Verbände es nutzen um mehr Kohle zu machen. Bin sowie der Meinung das es nur einen WM geben sollte. Von mir aus heisst der dann Superchamp und die vier Verbände haben jeweils einen Interimsweltmeister welcher Herausforderungsrecht hat gegen den Superchamp. Dann hätten wir vier würdige Pflichtverteidigungskämpfe im Jahr die den Namen auch verdienen. Ich denke auch so könnten alle großen Verbände genug Geld verdienen da ja mindestens einmal im Jahr einer ihrer Interimsweltmeister um den Titel des einzigen Superchamp kämpft. Als Regel dafür darf der jeweilige Verband das Eventuell ausrichten. Der Superchamp darf nur gegen einen Interimsweltmeister eines der vier Verbände kämpfen dann würden zwangsläufig auch die Kämpfe stattfinden die die Fans auch sehen wollen ohne scheiss Ausreden. Ich wäre mal gespannt bei viewielen Boxer die Null stehen würde bei diesem System.

  3. 4. Mai 2015 at 13:27 —

    Arabische bzw türkische Boxer waren immer erbärmliche Versager und werden immer erbärmliche Versager bleiben!

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