Top News

Tyson Fury will WBC-Diamondbelt

Tyson Fury will WBC-Diamondbelt

Wie schon vor ein paar Tagen berichtet, hat der World Boxing Council angeordnet, dass Fury zuerst einen Eliminator gegen Dillian Whyte gewinnen muss, bevor er – diesmal als Pflichtherausforderer – noch einmal gegen WBC-Weltmeister Deontay Wilder antreten darf.

Der „Gypsy King“ hat allerdings mittlerweile ausgeschlossen, dass er sich dieser Anordnung fügt: „Ich denke nicht wirklich viel darüber nach, weil ich der unumstrittene Schwergewichts-Champion der Welt bin. Ich werde kämpfen, wen ich will, wann ich will, wie ich will.” sagte Fury in einem Interview: „Ich muss keinen Eliminator kämpfen (…) ich hatte bereits einen Deontay Wilder-Kampf ohne Eliminator. Also brauche ich definitiv keinen Eliminator.”

Fury ließ es sich nicht nehmen, ein Video online zu stellen, um der WBC seinen Standpunkt noch einmal klar zu machen:

 

Im Clip geht Fury auf die Anordnung der WBC ein und schlägt einen „Kompromiss“ vor: einen Kampf gegen Dillian Whyte, aber nicht um den Interim-Titel, sondern um den WBC-Diamondbelt: „Ich akzeptiere die Herausforderung! Vielen Dank! Ich kämpfe an jedem Wochentag gegen Dillian Whyte und sonntags zweimal, WBC!  Macht es für den Diamondbelt, nicht die Interim-Version und wir haben einen Deal!“

Ungeachtet dessen plant Tyson Fury trotzdem schon einen zweiten Kampf gegen Deontay Wilder: „Ich denke, im Dezember werden wir den Rückkampf sehen.“ sagte Fury in einem Interview: „Ich werde ihm wieder in den Arsch treten!“

Auch Dillian Whyte hat sich mittlerweile zu den WBC-Plänen geäußert: Der „Body Snatcher“ glaubt nicht daran, dass es zu einem Kampf zwischen ihm und dem „Gypsy King“ kommt: “Ich versuche seit einigen Jahren, gegen Tyson Fury zu kämpfen. Wir haben mehrere Versuche unternommen und es ist nie passiert. Wenn Fury kämpfen will, weiß er, wo ich bin. Aber ich kann nicht erkennen, dass der Kampf kommt!“ sagte Whyte zu „Talk Sport’s The Drive“.

Trotzdem hinterließ Whyte eine öffentliche Antwort auf Furys Vorschlag:

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

 

„Ich kämpfe zu jeder Zeit überall gegen Dich … 7 Tage in der Woche und sonntags fünfmal. Ich warte darauf, Dich schlafen zu schicken!

 

 

Whytes Promoter hat ganz andere Vorstellungen: Eddie Hearn bedrängt die WBC, den Kampf von Whyte gegen Rivas als endgültigen Eliminator festzulegen.

Doch darauf will Dillian Whyte nicht hoffen: „Mit dem WBC ist momentan eine Menge los. Jeder weiß, dass ich sehr wütend auf sie bin und wie ich behandelt wurde. Jeder weiß, dass Deontay Wilder gegen mich hätte kämpfen sollen und nicht gegen Dominic Breazeale. Aber aus irgendeinem Grund besteht der WBC darauf, ihn zu beschützen. Es ist ein lustiges Thema, aber ich möchte dazu nicht viel sagen, viele dieser Box-Autoritäten sind sehr empfindlich.”

Bleibt abzuwarten, wie der WBC auf Tyson Furys Vorschlag reagiert. Der Diamondbelt wurde ursprünglich als Ehrenmeisterschafts-Gürtel entworfen, um den Sieger eines historischen Kampfes zwischen hochkarätigen Boxern zu prämieren. Ob der WBC allerdings Dillian Whyte für so “ehrenswert” befindet, wie Manny Pacquiao im November 2009, als er seinen sechsten Weltmeistertitel in der fünften Gewichtsklasse holte und dafür den WBC-Diamondbelt bekam, ist mehr als fraglich.

Voriger Artikel

Hat Krasniqi zu Unrecht verloren?

Nächster Artikel

"Niemand will Wilder noch als WBC-Schwergewichtschampion sehen"

5 Kommentare

  1. 15. Mai 2019 at 11:41 —

    welche bedeutung hat der WBC Diamond Beld?

    • 15. Mai 2019 at 13:10 —

      Dachte der Gürtel gehört dem Diamond Boy höchst persönlich, und wen der Tyson diesen Gürtel haben möchte dan sollte er wie ein Mann gegen denn Panzer aus Köln kämpfen.

  2. 15. Mai 2019 at 13:15 —

    Den WBC-Diamondbelt gibt es seit 2009. Der Gürtel wurde ursprünglich als Ehrenmeisterschafts-Gürtel entworfen, um den Sieger eines historischen Kampfes zwischen hochkarätigen Elite-Boxern zu prämieren. Manny Pacquiao bekam ihn im November 2009, als er seinen sechsten Weltmeistertitel in insgesamt 5 verschiedenen Gewichtsklassen über Miguel Cotto im Weltergewichtskampf in Las Vegas gewonnen hatte.

  3. 15. Mai 2019 at 19:05 —

    Was Fury will und was er kriegt ist zweierlei! WBC-Diamond-Titel macht ihn auch nicht zum Weltmeister!

    Mal abgesehen davon, was der WBC mit Whyte veranstaltet ist doch ein Witz, er ist Silver-Champ, hat 2 Ausscheidungskämpfe bestritten und soll nun nochmal einen Ausscheidungskampf bestreiten, das Spiel erinnert mich doch sehr stark an das was der WBC mit Eleider Alvarez veranstaltet hat!

    Glaube zwar nicht das Whyte auch nur den Hauch einer Chance gegen Wilder hätte, aber den Titelkampf hat er sich schon längst verdient!

  4. 16. Mai 2019 at 15:27 —

    Ich habe nie wirklich daran geglaubt, dass Fury richtig boxen kann. Mir war er immer zu groß und so habe ich seine Kämpfe auch nie angeschaut. Ein riesiges Vorurteil; denn Fury ist im Ring der Hammer, was er gegen Klitschko und erst recht gegen Wilder eindrucksvoll bewiesen hat.

    Was mich aber an Fury am meisten beeindruckt, ist sein Umgang mit den Verbänden. Er scheißt auf deren Vorgaben und obwohl man ihn nach dem Klitschkokampf krampfhaft “tot” reden wollte, damit er den Boxsport verlässt, ist er einfach so mir nichts dir nichts wieder aufgetaucht. Und nicht nur das. Übergewichtig und ohne wesentliche Vorbereitung hat er sich gegen Wilder in den USA ein unentschieden abgeholt und Wilders “weiße” Weste befleckt.

    Obwohl ich auf einen Rückkampf hin fiebern würde, fände ich es furyliker, wenn er Wilder einfach links liegen lassen würde. Wilder ist unwürdig und jeder Boxer sollte ihn ignorieren, dann kann er auch kein Geld mehr mit dem Versuch verdienen, eine Leiche in seinen Kampfrekord zu bekommen. Und die WBC würde ihm irgendwann den Gürtel aberkennen, weil sie damit sonst auch kein Geld mehr verdienen würde.

Antwort schreiben