Tyson Fury vs Otto Wallin – Kampf um den WBC „Maya“ Gürtel

Am vor uns liegenden Wochenende wird Ex-Schwergewichtschamp Tyson Fury wieder einmal in den Ring steigen, um sich bis zum Rückkampf gegen Deontay Wilder beschäftigt zu halten. Es mag vielleicht etwas vorgreifend klingen, aber eine wirklich reale Siegchance kann man seinem Gegner Otto Wallin kaum einräumen. Das Gleiche traf auch auf Furys vorherigem Kontrahenten Tom Schwarz zu. BoxRec bewertete den Kampf gegen Schwarz mit zwei Sternchen. Der Kampf gegen Wallin bekommt immerhin drei. Fury und Wallin boxen einen WBC-„Maya“-Gürtel. Dieser Gürtel hat lediglich einen symbolischen Wert und ist wohl anschließend eher etwas für die Trophäenvitrine.

Zu Tyson Fury muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Sein Aufstieg bis zum Sieg über Dauerweltmeister Wladimir Klitschko ist hinlänglich bekannt. Die darauf folgende, etwas unrühmliche Phase mit „Partytime“ und enormer Gewichtszunahme ist auch kein Thema mehr. Sein Comeback mit zwei Aufbaukämpfen gegen Seferi und Pianeta war eine gelungene Rückkehr, auch wenn er in diesen Kämpfen nicht alles zeigte, was er kann. Im darauf folgenden WM-Fight gegen Deontay Wilder war er zwei mal am Boden. Dennoch reichte seine bessere Performance zu einem Unentschieden.

Was kann Otto Wallin, was vor ihm Seferi, Pianeta und Schwarz nicht konnten? Für die vorgenannten Boxer war es ein willkommener Payday, gegen Fury kämpfen zu dürfen. Nicht viel anders wird der Kampf gegen Wallin laufen. Vielleicht steht er länger als Schwarz oder Seferi im Ring und rettet sich von Runde zu Runde wie Pianeta. Vielleicht gibt es sogar volle 12 Runden zu sehen. Falls der Kampf über die angesetze Distanz geht, werden wir ein „Katz und Maus Spiel“ sehen, wobei Fury die Rolle der Katze haben wird. Auch wenn es vor diesem Kampf etwas altklug klingt, aber Otto Wallin hat nur eine minimale Außenseiterchance, gegen Fury zu gewinnen.

Furys eigentliches Ziel ist des Rematch gegen WBC-Champ Deontay Wilder. Wann dieser Kampf kommt, ist noch offen. Das er kommt, ist so gut wie sicher. Man kann davon ausgehen, dass beide Boxer bei diesem Rematch eine gute Börse einfahren werden. Fury punktet mit seinen Kämpfen in Las Vegas schon mal bei den amerikanischen Boxfans. Er macht sich beliebt beim Publikum. Fury und sein Team verfolgen damit eine Marketing-Strategie, die als „Vorspiel“ für den zweiten Kampf gegen Wilder gedacht ist. Fury will Wilder auf „Augenhöhe“ begegnen. Er hat sich im ersten Kampf Respekt verschafft und will bis zum Rematch sich „in die Herzen“ der amerikanischen Fans boxen.

Hier die Pressekonferenz vor dem Kampf gegen Wallin. Wer den Kampf, bzw. die Veranstaltung in Las Vegas live mitverfolgen will, könnte u.a. am frühen Sonntag ab 2:00 Uhr hier sein Glück versuchen. 

3 Gedanken zu “Tyson Fury vs Otto Wallin – Kampf um den WBC „Maya“ Gürtel

  1. Was ist das für ein Unsinn, von wegen Wallin ist dasselbe Niveau wie Schwanz. Er ist etwa vier Stufen darüber! Ich schätze ihn in etwa zwischen Molina, Duhaupas und Breazeale, also das ganz normale Wilder-/AJ-Futter. Von daher ist er für ein Tune-up völlig in Ordnung. Eine Überraschung wird es imo hier nicht geben, aber wer weiß – im HW darf niemand unterschätzt werden.

Schreibe einen Kommentar