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Tyson Fury vs Jarrell „Big Baby“ Miller in Planung?

Tyson Fury vs Jarrell „Big Baby“ Miller in Planung?

So wie britische Medien berichten, bahnen sich Gespräche zwischen dem Lager von Tyson Fury und dem von Jarrell Miller an. Angeblich erwägt das Team von Fury, Miller für einen Kampf am 5. Oktober im New Yorker Madison Square Garden zu verpflichten. Das hat unter anderem Frank Warren, der britische Promoter von Fury, bestätigt.

Jarrell Miller hatte sich den Kampf von Fury gegen Tom Schwarz in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas vor Ort angesehen und auf die Gerüchte über einen Kampf gegen Fury reagiert: „Wenn die Anfrage käme, würde ich sofort annehmen. Ich habe bereits Gespräche mit Bob Arum geführt.“

Millers Co-Promoter Dimitriy Salita behauptet, er habe sich bislang noch nicht mit Furys US-Promoter Bob Arum ausgetauscht, ein Showdown zwischen Fury und Miller – so Salita weiter – wäre aber gewaltig: „Jarrell ist einer der größten Namen im Schwergewicht”, sagte Salita im Interview mit Sky Sports: „Bob war mein erster Promoter und wir haben eine sehr gute Beziehung. Er (Bob) sagte mir, dass Jarrell eine großartige Persönlichkeit und echtes Starpotential hat, aber bislang haben wir nicht über einen Kampf gesprochen!“

Der 30-jährige Miller ist zurzeit noch wegen Dopings gesperrt, aber „Big Babys“ Sperre läuft bald aus. Miller im Interview: „Meine Suspendierung endet im September und ich denke, der Oktober wäre großartig.“ Voraussetzung für eine Freigabe durch die Voluntary Anti-Doping Association ist allerdings, dass Jarrell Miller bis zum Ende der Sperre weitere stichprobenartig durchgeführte Tests ohne positiven Befund übersteht.

Grundsätzlich kämen natürlich auch andere Gegner für Fury in Frage, zum Beispiel Kubrat Pulev. Der Bulgare ist zwar wegen seiner Kussattacke auf die Reporterin Jennifer „SuShe“ Ravalo noch bis Juli gesperrt, stünde dann aber zur Verfügung. Allerdings ist Pulev Pflichtherausforderer bei der IBF, was bedeutet, dass Andy Ruiz Jr. möglicherweise erst einmal gegen Pulev kämpfen muss, anstatt einen Rückkampf gegen Anthony Joshua zu machen.

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Auch Mahmoud Charr wäre eine Option, vermutlich aber nur dann, wenn er seinen Titel gegen Pflichtherausforderer Trevor Bryan verteidigen kann. Charr hat seit November 2017 nicht mehr im Ring gestanden und auch die Verhandlungen mit Bryan ziehen sich über Gebühr in die Länge, sodass fraglich ist, wann der „Koloss von Köln“ aka „Diamondboy“ nun tatsächlich wieder mal boxt. Laut WBA-Regelung müssen wohl nur die Verträge für den Fight bis zum 6. Juli vorliegen, wann Charr dann mit Bryan im Ring stünde, bliebe abzuwarten. Das, was Charr vor einigen Tagen dem Express erzählte, hört sich allerdings ganz anders an: „Don King ist ab sofort mein Co-Promoter. Der Kampf gegen Bryan wird in Las Vegas stattfinden oder in Bulgarien. Ich werde Bryan schlagen, zum Jahresende noch einen Kampf gegen einen Top-Ten-Boxer machen und 2020 dann den Sieger aus dem Rückkampf zwischen Joshua und Ruiz boxen.“

Auch Adam Kownacki käme in Frage. Der bislang ungeschlagene Schwergewichtler ist bei IBF und WBC hochgerankt, tritt allerdings im August schon gegen Chris Arreola an. Falls Arreola schnell „unter die Räder“ käme, wäre ein Fight zwischen Kownacki und Fury im Oktober durchaus denkbar.

Dann gibt’s da noch Dillian Whyte. Der „Body Snatcher“ hat schon mehrere Eliminator gewonnen und kam letztendlich – aus welchen Gründen auch immer – nie zum Zuge. Whyte steht am 20. Juli mit Oscar Rivas im Ring. Der in Kolumbien geborene und in Kanada lebende Rivas ist ein echter Prüfstein, der zudem Whytes Position in den Rankings gefährlich werden kann, sodass der „Body Snatcher“ vermutlich lieber gegen Tyson Fury antreten würde.

Nachdem Fury viel Kritik einstecken musste, weil Tom Schwarz ein zu schwacher Gegner war, bliebe vielleicht noch Alexander Povetkin, auch, wenn der 39-jährige seine besten Tage schon hinter sich hat.

Weil Fury aber verstärkt als „Marke“ in den USA etabliert werden soll, kann man wohl davon ausgehen, dass sein Gegner ein US-Amerikaner sein wird … und da wären wir dann wieder bei Jarrell Miller.

 

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17 Kommentare

  1. 18. Juni 2019 at 23:12 —

    Miller kommt Furys Stil sehr entgegen. Er wird ihn vorführen und der Lächerlichkeit preisgeben.
    Wirklich interessant wäre Fury gegen Usyk. Letzterer ist schnell, technisch mindestens auf Augenhöhe und kann auch was nehmen!

  2. 19. Juni 2019 at 11:46 —

    Cheater vs. Cheater, ein beweis wie kaputt der boxspirt ist. beide gehören lange gesperrt anstatt für millionen zu boxen. beide sind überführt und haben gestanden. 6 monate sind dafür ein witz!

  3. 19. Juni 2019 at 23:06 —

    Wen big Baby Fury trifft ist es vorbei mit diesem claun. Selbst ein cunigham hat Fury auf die Bretter geschickt….
    Big Baby ist kein tom schwarzer.

    • 20. Juni 2019 at 12:42 —

      Kann natürlich immer passieren, aber die KO.Gefahr war vs Wilder doch deutlich größer, als sie es eben vs Miller wäre..
      Normalerweise boxt Fury den ganz locker aus..
      Abgesehen davon hat TheGreatOne weiter oben Recht, Usyk wäre da ne ganz andere Hausnummer als das fette Riesenbaby..

  4. Das Problem an Usyk ist einfach, dass er kein natürlicher HW ler ist, genau wie viele andere vor ihm auch die gut Boxen konnten.

    Allein von den Skills ist Usyk allen HWlern überlegen, aber das wird ihm nicht viel bringen gegen die Mutanten. Man kann jetzt natürlich Ruiz TKo gegen Joshua als gegenargument nehmen, aber das halte ich für nichts mehr als einen ausrutscher wie damals Lennox vs Rahman.

    Selbst Pove ist mit seinem pandagewicht kein richtiger HWler. Dabei gehts weniger um gewicht als um die Physis.

    Pove vs Usyk wäre ein richtig genialer Kampf.

    • 20. Juni 2019 at 14:49 —

      Da haste schon Recht.. Nur ist Usyk skillwise den allermeisten HWs dermaßen weit überlegen, dass das trotzdem ausreichen kann bzw sollte..

      Btw, man muss Ruiz Jr. jetzt nicht direkt als Gegenargument liefern, aber der Fight hat doch zumindest gezeigt, wie anfällig AJ´s Kinn und Defence sind, da reicht auch Usyks Power für aus..!

      Povetkin vs Usyk wäre tatsächlich ein absolutes Highlight, zumindest aus technischer Sicht..

      • 20. Juni 2019 at 18:09 —

        Usyk hat aber letzte Woche deutlich gemacht, dass er aus politischen Gründen (Ukraine vs. Russland) nicht gegen Pove kämpfen möchte.

    • 20. Juni 2019 at 15:07 —

      So ganz abgeschlagen würde ich einen Usyk jetzt nicht sehen. Er ist recht groß 1,90 m und hat fast 2 Meter Reichweite, von der Statur kann er also durchaus sich zu einem Heavyweight mit 100 kg. entwickeln, der sich auch in der aktuellen Top 5 etablieren kann.

      Und wie du schriebst, er ist technisch so befähigt, dass er jedem HW überlegen ist. Klammert man da Fury, Joshua & Wilder aus, sehe ich momentan keinen Schwergewichtler, den er nicht schlagen könnte.

      Man darf ja auch nicht vergessen. Aktuell orientieren wir uns alle an den drei genannten, die von der Physis wirklich alle nen Stück über der Norm liegen. Aber ich würde nicht darauf wetten, dass der Trend in Zukunft in die Richtung geht, dass da mehrere “Monster” nachkommen und in 10 Jahren der durchschnittliche Top-HW 2,10 m groß ist, 130 kg wiegt und ne Spannweite von 2,20 m hat.

      Der genormte Heavyweight ist für mich immer noch der gemütliche 1,90 m Boxer mit 110 kg Masse, der neben einem harten Schlag in der Regel wenig weitere außergewöhnliche Skills mitbringt. Klar gibt es immer mal Ausreißer nach oben, aber das ist nicht die Regel. Blöd ist in der Tat nur, wenn du jemanden hast, der dann natürlich die Gewichtsklasse 10 Jahre wie ein Klitschko dominiert, aber auch das ist wohl eher eine Ausnahme.

      • 20. Juni 2019 at 15:36 —

        Wieso jemanden ausklammern, auch die “Top 3” könnte er schlagen..
        Vor allem vs AJ würde ich ihn keineswegs chancenlos sehen..

        • 20. Juni 2019 at 17:20 —

          Ich will auch definitiv nicht bestreiten, dass er das nicht kann. Es ging er von der körperlichen Statur um die drei, die wirklich nach oben ausbrechen und wo ich nicht sagen würde, das sind “nur” gewöhnliche Heavyweightmaße.

  5. 20. Juni 2019 at 15:53 —

    für usyk sehe ich eine große zukunft im HW

    ihr habt recht usyk povetkin wäre ein bombenkampf
    aber auch usyk vs ortiz wäre top

    Flo9r
    20. Juni 2019 at 15:36 — Antworten
    Wieso jemanden ausklammern, auch die “Top 3” könnte er schlagen..
    Vor allem vs AJ würde ich ihn keineswegs chancenlos sehen..

    keinesweg chancenlos sehen?

    ehm nee ! er wäre für mich zumindest aufjedenfall KLARER favorit.
    ernsthaft.

    joshua hat eine kondition für gefühlte 6 runden
    usyk hat eine kondition für gefühlte 20 runden.

    wenn AJ sich einfach auspowert, wars das, und er wird gnadenlos ausgeboxt.

    ich muss zugeben das ich Wilder als hw champ mag.
    aber ich würde auch usyk gegen wilder wäre für mich ein 50/50 kampf

    auch wenn ich hier wieder den szpilka kampf als vergleich setzen muss, szpila der nicht annähernd die boxerischen fähigkeiten eines usyks verfügt. hat sich gegen wilder so WUNDERBAR geschlagen.

    wilder vs usyk würde ich SEHR ähnlich wie wilder fury sehen.

    usyk würde die runden holen wilder würde luftlöcher schlagen, und auf den einen punsh hoffen.

    ob er durchkommt oder nicht 50/50.

    allein gegen fury würde ich usyk eher weniger chancen zutrauen aufgrund der physischen überlegenheit und dem tatsächlichem boxerischen können von fury.

    • 20. Juni 2019 at 16:07 —

      Das ist mMn eine sehr gute Einschätzung der aktuellen Situation Polonia..!
      Sehe Usyk zwar nicht so deutlich vorne vs AJ wie Du, aber kann es trotzdem so nachvollziehen..

      • 20. Juni 2019 at 21:40 —

        Flo9r

        was hälst du von ajagba und dychko?

        ich glaube das die in 2-5 jahren schon gut an der spitze mitspielen können..

    • Usyk wäre natürlich nicht Chancenlos, gegen keinen HWler.

      Nur wenn man sich die körperlichen Unterschiede anguckt ist da schon einiges was es Usyk erschweren würde zu gewinnen.

      Zum einen müsste Usyk mehr gewicht und kraft aufbauen. Beides würde ihm nicht gut tun.

      Zum anderen könnte Usyk nicht so eine hohe Workrate im HW zeigen wie im CW, weil im HW müsste er viel mehr aufpassen ausgeknockt zu werden. Es ist einfach ein Unterschied ob ein Wilder, Fury, Joshua schon immer im HW boxen und es gewohnt sind oder ob ein Usyk sich hochfrisst und hochtrainiert. Usyk würde im HW viele seiner stärken aus dem CW zum teil einbüßen.

      Mag sein vielleicht würde es trotzdem reichen für manche, aber 50/50 sehe ich ihn gegen keinen der Top3.
      Am ehesten würde ich ihm ein Sieg gegen Joshua zutrauen, da er wie ihr schon sagt nach 3 schritten ein Sauerstoffzelt braucht, aber auch da kann niemand einschätzen wie Usyk einen Punch von Joshua einstecken würde? Wäre Usyk auch aufgestanden wie Ruiz?

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