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Tyson Fury unter Dopingverdacht

Tyson Fury unter Dopingverdacht

Hat Tyson Fury in der Vergangenheit das Steroid Nandrolon wissentlich zu sich genommen, um seine Leistung zu steigern? Diese Frage stellt sich, nachdem sich ein britischer Landwirt mit seiner Geschichte an die Zeitung „Mail on Sunday“ gewandt hat. Martin Carefoot behauptet, die Furys hätten ihm im Jahr 2015 rund 27.000 Euro (25.000 Pfund) geboten. Als Gegenleistung habe er – als Tyson Fury und sein Cousin Hughie positiv auf Nandrolon getestet worden waren – angegeben, er habe den Furys Wildschweine verkauft. Das sei aber gar nicht der Fall gewesen. Auch die zugesagte Summe habe er nie erhalten.

Beide Boxer waren seinerzeit bei Dopingtests aufgefallen und hatten erklärt, sie hätten wohl kontaminierte Nahrungsmittel zu sich genommen. Wissenschaftlichen Studien zufolge kann der Verzehr des Fleisches von unkastrierten männlichen Wildschweinen tatsächlich zu erhöhten Nandrolon-Werten führen. Carefoots schriftliche Ausführungen, dass er der Lieferant für Furys Team gewesen sei, wurden damals an die britische Anti-Doping-Agentur weitergeleitet. Die Folge: Hughie als auch Tyson Fury wurden für je zwei Jahre gesperrt. Ohne die Aussage des Landwirts wäre die Sperre wesentlich höher ausgefallen. In einem vergleichbaren Fall bekamen zwei Leistungssportler vierjährige Sperren aufgebrummt, bevor sie sich auf den Verzehr von Wildschweinfleisch beriefen, was sich dann strafmindernd auswirkte.

Laut dem  Bericht der „Mail on Sunday“ habe man die UK Anti-Doping über den neuen Sachverhalt bereits in Kenntnis gesetzt. Die beiden Furys hätten sich bislang nicht zu dem Vorwurf äußern wollen, heißt es weiter. Tyson Furys Promoter Frank Warren hat mittlerweile Stellung zu der Anschuldigung des Landwirts bezogen: er habe damals nicht mit Tyson Fury zusammengearbeitet, erklärte der 68-jährige, er hielte die Geschichte aber für erfunden.

Fraglich ist, wie die Verantwortlichen der UKAD mit dem Vorwurf umgehen. Die Einnahme von Nandrolon unterstützt den Muskelaufbau und fördert die Kraft, erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen und verbessert die Knochendichte.

Zumindest eines muß Tyson Fury aber nicht befürchten: dass der WBC ihm den Titel aberkennt. „Persönlich ziehe ich es vor, Tyson Fury zu glauben anstelle von jemandem, der schon zugegeben hat, in gerichtlichen Aufzeichnungen für finanziellen Profit gelogen zu haben”, hat WBC-Präsident Mauricio Sulaiman in einem Interview erklärt: „Und zweitens hatte Tyson zu diesem Zeitpunkt mit dem WBC nichts zu tun und hat gegen Wladimir Klitschko nicht um den WBC-Gürtel gekämpft. Es ging da um andere Titel. Also hat das keinen Einfluss auf seinen Status als unser Schwergewichtsweltmeister.”

 
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8 Kommentare

  1. 16. März 2020 at 09:45 —

    Da holen ihn die schatten der vergangenheit ein. schon doof wenn man nicht mal das bestechungsgeld zahlt!

  2. 16. März 2020 at 11:19 —

    Netter Bericht und auch eine nette Aussage dieses Landwirtes…..kann alles so sein, muss es aber nicht! Wenn es nichts schriftliches gibt zwischen den beiden Parteien wird es wohl schwierig bis unmöglich sein das zu beweisen! Also ist es jetzt erstmal nur eine Behauptung!

  3. 16. März 2020 at 12:11 —

    Das alles wird aus dem Wilder-Fanbereich in den sozialen Medien extrem hochgepusht. Es darf halt nicht sein, dass er einfach an diesem Abend der schlechtere Mann war. Erst die Sache mit den Glovepads und jetzt das. Wahrscheinlich meldet sich Wildschweinbauer jetzt nach fünf Jahren, dass er sein Geld nicht erhalten hat. Alles klar.

    Beide Kämpfer, sowohl Wilder als auch Fury hatten übrigens alle VADA-Tests im Vorfeld des Fights am 22.2. absolviert ohne Auffälligkeiten.

  4. 16. März 2020 at 14:02 —

    Wildschweine gekauft???
    Obelix wird bequem!

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