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Tyson Fury trennt sich von seinem Trainer

Tyson Fury trennt sich von seinem Trainer

Der britische Schwergewichtler Tyson Fury hat sich überraschend nur zwei Monate vor dem Rückkampf gegen Deontay Wilder von seinem Trainer Ben Davison getrennt. Davison, der seit zwei Jahren in der Ecke des ‚Gypsy Kings‘ stand, teilte über Twitter mit:

„Tyson und ich mussten beide Entscheidungen für unsere Karriere treffen, was dazu führte, dass unsere Arbeitsbeziehung zu Ende gegangen ist! Wir bleiben aber Freunde und er wird den Penner (gemeint ist Deontay Wilder) zertrümmern!“

Der erst 26 Jahre alte Davison spielte eine große Rolle beim Comeback von Tyson Fury und half ihm unter anderem, rund 50 kg an Gewicht abzunehmen.

Fraglich ist, was dazu geführt hat, dass Fury und Davison nun in Zukunft getrennte Wege gehen. Möglicherweise war Furys Leistung im Kampf gegen Otto Wallin ein Grund. Der „Gypsy King‘ konnte die Begegnung zwar für sich entscheiden, musst aber über die Runden gehen und zog sich eine tiefe Cutverletzung zu. Soweit bekannt ist, hatte Tysons Vater John seinen Sohn seinerzeit dazu aufgefordert, Davison zu entlassen.

Es gibt zwar Spekulationen, dass Furys Onkel Peter die Position von Davison einnehmen und Fury trainieren könnte, aber angeblich haben Fury und sein Onkel seit dem Kampf gegen Wladimir Klitschko in Deutschland kaum ein Wort miteinander gewechselt.

Wie der ‚Gypsy King‘ in seiner Autobiografie „Behind The Mask“ schreibt: „Es gibt es keine Beziehung mehr zwischen mir und Peter oder mit Mick (gemeint ist Mick Hennessy, Furys ehemaliger Promoter). Das ist sehr traurig, aber bei mir ist es, wie bei den meisten Menschen: es ist sehr schwer, eine zerbrochene Beziehung wieder herzustellen. Es hat mich schwer getroffen, als ich merkte, dass ich nicht mehr mit ihnen arbeiten konnte. Was Peter angeht, ist es herzzerreißend, wie sich unsere Beziehung aufgelöst hat, weil er zu einem bestimmten Zeitpunkt in meinem Leben für mich wie ein zweiter Vater war. “

Auch Fury und Davison standen sich sehr nahe. Über einem Bild, dass den lächelnden Tyson Fury und seine Familie zeigt, schrieb Davison kürzlich: „Für mich bedeutet es mehr, Bilder wie diese zu sehen, als Erfolge innerhalb der Ringseile. Ich kann hier den Mann, der vor zwei Jahren am Abgrund stand, nicht mehr erkennen.“

Bild: Ben Davison / Twitter

Zu erwarten ist wohl, dass bald ein erfahrener Trainer in der Ecke des ‚Gypsy Kings“ steht. Möglicherweise Freddie Roach, der Davison schon im Trainingslager vor dem ersten Kampf gegen Wilder assistiert hatte.

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4 Kommentare

  1. 15. Dezember 2019 at 21:32 —

    Ist eine nachvollziehbare Entscheidung. Typen wie Tyson brauchen einen Mann in ihrer Ecke, der in der Lage ist den Gefechtsverlauf zu antizipieren und wenn nötig die nötigen Stellschrauben zu bedienen. Davidson ist ein guter Junge. Er hat Fury in einer schwierigen Lebenslage zur Seite gestanden. Denke der Tweet sagt alles über die Beziehung zwischen den beiden aus. Sie sind mehr Freunde als Mentor und Schüler Mit den Jaheren kommt die Erfahrung und die nötige Weitsicht, denke Davison wird schon seinen Weg gehen. Vielleicht sollte er erstmal kleinere Brötchen backen und sich dann Stück für Stück einen guten Ruf erarbeiten.
    Was den neuen Mann in der Ecke betrifft halte ich Adam Booth für den idealen Trainer für Tyson. Booth ist ziemlich stringent und erwartet professionelles Verhalten von seinen Sportlern. Das einzige was aus Fury’s Sicht gegen ihn sprechen könnte ist, das Booth sämtliche Entscheidungsgewalt über die potenzielle Gegnerwahl haben möchte.

  2. 16. Dezember 2019 at 00:50 —

    boxingscene.com/tyson-fury-announces-sugarhill-steward-new-trainer–145164

    Es wird also der Ex von Adonis Stevenson aus dem ehemaligen Kronk-Gym, assistiert von Ex MW-WM Andy Lee.

  3. 16. Dezember 2019 at 08:36 —

    Fury weiß doch schon lange nicht mehr, was er will. Drogen, Depressionen, Trainingsausflüge zur UFC, Wrestling, blablabla.
    Wer sucht, ist nicht glücklich. Der Kampf gegen Wallin zeigt eher für mich, dass er die klare Ausrichtung verloren hat.
    Würde mich nicht wundern, wenn der Kampf gegen Wilder gar nicht stattfindet, geschweige denn ähnlich gut verlaufen wird.

    • 26. Januar 2020 at 06:06 —

      … warten wirs ab … gegen Wallin fehlte sichtlich ein Stück Motivation, gegen Wilder wird dies nicht der Fall sein. Fury ist der Einzige, den ich derzeit sehe, der Wilder eigentlich sicher schlagen müsste, wenn er nicht ko geht. Dies wird Wilder ebenfalls wissen, vielleicht macht ihn das ein bissl nervöser als sonst … der Kampf gegen Wilder wird zeigen, wo Fury im HW steht derzeit.
      Stattfinden wird der Kamp auf jeden Fall, da hängt zuviel Geld dran, als dass der komplett ausfällt.

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