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Tyson Fury spendet seine komplette Börse

Bilder: WBC

Tyson Fury will sein Versprechen tatsächlich wahr machen und die komplette Börse aus seinem Kampf gegen Deontay Wilder für wohltätige Zwecke ausgeben. Dabei geht es immerhin um 8 Millionen Dollar, die dem „Gipsy King“ als Kampfbörse zustehen. Der WBC-WM-Kampf in Los Angeles endete mit einem Unentschieden, mit dem wohl keiner von beiden Boxern zu 100% zufrieden sein wird.

Diese Absicht hat Fury bereits vor dem Kampf erklärt. In Bezug auf Geld meiner er: „Sie können es nicht mitnehmen, also könnte ich genau so gut etwas damit tun und Menschen helfen, die sich nicht selbst helfen können.“ Und weiter: „Wenn ich nach Hause komme, werde ich ein Heim für Obdachlose bauen und Geldmittel für Drogenabhängige und Alkoholiker bereit stellen.“ Fury weiss wovon er spricht. Sein eigener Absturz in den Drogen- und Alkoholsumpf ist ja hinlänglich bekannt.

Fury wurde gesehen, als er in den Straßen von Los Angeles unterwegs war und Geldscheine an Obdachlose verteilte. In der „dailymail“ wird Fury zitiert: „Auf den Straßen gibt es viele Obdachlose, mehr als ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Ich bin in der Innenstadt von L.A., aber wenn sie nur 5 Minuten die Straße runter gehen, gibt es -ich weiß es nicht- tausende von Obdachlosen. Ich bin nur ein Außenseiter mit einer Meinung. Aber es ist eine Situation, die sich auf der ganzen Welt ereignet, besonders in Großbritannien.“

Deontay Wilder ist Vater von 6 Kindern. Tyson Fury hat 4 Kinder, das 5. ist unterwegs. Trotzdem sagt Fury, dass er sein Geld nicht seinen Kindern vererben wird. Zitat aus “dailymail”:

Ich glaube, dass alle Kinder im Leben ihr eigenes Geld verdienen sollten, denn wenn sie es nicht tun, werden sie es nicht schätzen.Es ist einfach, das Geld einer anderen Person auszugeben und das Geld, das ich verdient habe, ist praktisch Blut. Meine Kinder müssen sich ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen und ihren eigenen Weg gehen. Sie werden nicht von meinem Namen oder meinem Ruf leben, weil dies ein zu einfacher Weg ist. Sie sehen, dass viele Kinder dieser reichen Leute nichts tun, weil sie es zu leicht hatten. Ich hatte es nie leicht, ich musste für alles arbeiten, was ich bekam. Ich habe von sehr jungen Jahren an gearbeitet. Für alles, was ich im Leben wollte,musste ich arbeiten.“

Kommt es zu einem Rematch zwischen Wilder und Fury?

Gründe dafür gibt es zur Genüge. Fury präsentierte sich im Ring als der technisch überlegene, schnellere und intelligentere Boxer. Wilder nutzte seine einzige Waffe, seinen Punch, mit dem er Fury in den Runden 9 und 12 auf die Bretter schicken konnte. Viele der 12 Runden waren sehr eng zu bewerten. Am Ende hieß es 114:112, 111:115 und 113:113. Also hatte ein Punktrichter Fury trotz der beiden Niederschläge vorne. Einer sah den Kampf als Unentschieden und der dritte hatte Wilder deutlich vorne. Damit gab es in diesem Kampf keinen Sieger und keinen Verlierer. Normalerweise reicht das schon, um bei einer unentschiedenen WM ein Rematch anzusetzen.

Promoter Frank Warren hat angekündigt, gegen die 111:115 Wertung durch den Mexikaner Alejandro Rochnin Beschwerde beim Weltverband WBC einzulegen. Offenbar will man damit den Weg für ein Rematch bereiten. Das es zu einem Rematch kommen kann, meinen auch die meisten Fans und Boxexperten. Auch namhafte Boxer sind dieser Meinung. Der Brite Chris Eubank jr brachte es ganz deutlich auf eine logische Gleichung: Draw = Rematch = Money. Man sollte dabei nicht vergessen, dass Promotern im Schnitt etwa 30% der Börse zusteht. Schon allein deshalb wird Warren reges Interesse daran haben, dass es zu einem Rematch kommt. 

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