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Tyson Fury – nächster Kampf im Oktober

Tyson Fury – nächster Kampf im Oktober

Der „Gypsy King“ hat britischen Medien gegenüber seine Rückkehr in den Ring für den kommenden Oktober angekündigt. Laut eigenen Angaben ist Fury auf der Suche nach einem US-amerikanischen Gegner. Im Gespräch mit BT Sports verriet Fury, dass auch Jarrell „Big Baby“ Miller und Trevor Bryan auf der Liste der potenziellen Gegner für den Fight in den USA stehen.

“Ich werde im Oktober wieder dorthin zurückgehen und einen Amerikaner ausschalten und dann im Februar wieder hinübergehen und Deontay Wilder wieder in den Hintern treten!“ sagte Fury im Interview. Laut Fury wolle der TV-Sender ESPN – mit dem der Brite einen millionenschweren Vertrag hat – „einen amerikanischen Gegner, der bekannt ist.“ Das schränkt allerdings die Auswahl der in Frage kommenden Schwergewichtler ziemlich ein.

In Frage kämen dann eigentlich nur Jarrell Miller, Adam Kownacki, Dominic Breazeale, Trevor Bryan, Gerald Washington, Charles Martin, Eric Molina und Michael Hunter. “Wenn du also Amerikaner bist und eine gute Erfolgsbilanz hast, hoch gerankt bist und reden kannst – komm zum Gyspy King und ich gebe dir einen Job.” verkündete Fury, wobei er einem Kampf gegen Breazeale wohl eher ablehnend gegenüberstehen dürfte. Da der „Bronze Bomber“ seinen  Landsmann schon in der ersten Runde zu Boden schickte, würde sich Fury vermutlich nicht auf einen „Vergleich“ einlassen wollen, der zugegebenermaßen nicht sonderlich aussagekräftig wäre, aber sicherlich Wilders verbalen Attacken zusätzlich „Futter“ geben könnte.

Trevor Bryan wiederum ist eigentlich Pflichtherausforderer des regulären WBA-Weltmeisters Mahmoud Charr. Nachdem die WBA Charr im Mai mitteilte, dass man die Aufteilung der Börse geändert habe und Charrs Promoter und dessen Anwälte gegen diese Entscheidung Rechtsmittel einlegten, hat man allerdings nichts mehr von dieser Kampfansetzung gehört. Möglicherweise entscheidet sich Bryan lieber für einen lukrativeren Fight gegen Tyson Fury, als gegen Charr anzutreten.

Adam Kownackis kommender Gegner steht schon fest: Kownacki trifft am 3. August im Barclays Center in New York auf Chris Arreola, könnte aber möglicherweise im Oktober schon wieder fit sein. Fraglich ist grundsätzlich natürlich, ob der in den USA lebende Pole überhaupt als US-Boxer „durchginge“ und so für einen Kampf gegen Fury in Frage käme.

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Gerald Washington, der gerade Robert Helenius durch KO besiegt hat, wäre eine natürlich eine Option. Allerdings gehört der 37-jährige allenfalls zur erweiterten Weltspitze und hat sich mit Niederlagen gegen Kownacki und „Big Baby“ Miller nicht unbedingt für einen Fight gegen Fury empfohlen.

Der ehemalige IBF-Schwergewichtsweltmeister Charles Martin hat am vergangenen  Samstag seinen 27. Sieg eingefahren und will nun erneut einen Titelkampf in Angriff nehmen.  Der 33-jährige Kalifornier hat dabei WBC-Champion Deontay Wilder und Mahmoud Charr im Visier. “Ich würde definitiv gerne dieses Jahr um einen Titel kämpfen”, sagte Martin zu Fox Sports. Vermutlich wäre Martin einem Fight gegen Fury ebenfalls nicht abgeneigt. Wie Gerald Washington musste sich auch Martin schon Adam Kownacki geschlagen geben.

Ein weiterer potenzieller Gegner wäre „Drummer Boy“ Eric Molina. In seinem Kampf gegen den „Bronze Bomber“ im Sommer 2015 verkaufte sich Molina recht gut, bis er in Runde 9 durch KO verlor. Molina stand seit seinem letzten Kampf im Februar 2019 nicht mehr im Ring, dürfte aber in den USA nicht besonders hoch in der Publikumsgunst stehen. Fraglich ist, ob ihn seine Leistungen im Ring und seine Bilanz von 27-5-0 (davon 19 Siege durch KO) vor den Augen von ESPN für einen Kampf gegen Fury qualifizieren.

Weiter geht’s mit Michael Hunter. Der IBO Intercontinental-Titelträger liegt im Ranking noch etwas unter Molina. Nachdem der 31-jährige in einem Interview behauptet hatte, er habe Tyson Fury zu Amateurzeiten geschlagen, erzählte Fury eine andere Version der Geschichte: „Ich habe Hunter im Café Royal London verhauen. Fragen Sie die Leute, die dort waren, Billy Joe Saunders und James DeGale. Ich habe vier Amateurkämpfe verloren, aber nicht einen davon gegen Hunter.“ Ein Fight zwischen Fury und Hunter wäre also  – egal, welcher Version man Glauben schenken möchte – ein Rematch.

Bliebe noch Jarrell Miller. Nachdem wegen Millers positiven Drogentests der Fight gegen Anthony Joshua platzte, stellt sich die Frage nach Millers aktuellem Status. Wie Boxen.de schon im Juni berichtete (KLICK), endet Millers Sperre im September. Fraglich ist, ob Miller die während seiner Auszeit stichprobenartig durchgeführten Tests ohne positiven Befund überstanden hat oder noch bestehen muss. Miller hat zwar Interesse an einem Fight gegen Fury geäußert, bislang hat das Team des US-Amerikaners aber nicht auf Furys Wunsch reagiert. Der „Gypsy King“ hatte in einem Interview erklärt: „ESPN will einen amerikanischen Gegner und ich habe Jarrell Miller vorgeschlagen!”

 

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3 Kommentare

  1. 15. Juli 2019 at 12:36 —

    Ob es bei Mahmoud Charr überhaupt noch mal zu einer Titelverteidigung kommt, bezweifle ich langsam.
    Hier tut sich bei den Verhandlungen scheinbar absolut überhaupt nichts.

  2. 15. Juli 2019 at 12:45 —

    Wenn die WBA da mitspielt …

  3. 15. Juli 2019 at 17:48 —

    R.I.P. Pernell „Sweet Pea“ Whitaker 🙁

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