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Tyson Fury – nach dem Kampf ist vor dem Kampf?

Tyson Fury – nach dem Kampf ist vor dem Kampf?

Fast 1700 Tage hatte Dillian Whyte auf diese Chance gewartet, doch nutzen konnte er sie nicht. Bekanntermaßen hat WBC-Champion Tyson Fury den ‚Body Snatcher‘ in Runde 6 durch TKO besiegt. Vorausgegangen war ein Kampf, bei dem die Fans sich nicht ganz einig waren: war der Herausforderer zu schlecht? Oder der Weltmeister zu gut?

Für den ‚Gypsy King‘ eine klare Angelegenheit. Dem britischen „Mirror“ erklärte Fury sinngemäß: „Zu verlieren ist keine Schande. Whyte ist ein harter Wilder. Er ist stark wie ein Stier und hat das Herz eines Löwen. Aber er hat sich nicht mit einem mittelmäßigen Schwergewicht angelegt. Er hat sich mit dem besten Mann der Welt angelegt.“

Dillian Whyte sah das Geschehen im Ring mit anderen Augen. Der 34-jährige erklärte nach seiner Niederlage, er habe den Kampf als „knapp” empfunden und dass Fury ihn nicht „übertrumpft“ habe: „Es war ein enger Kampf. Ich bin ausgerutscht und dann hat mich der Schlag erwischt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich unterlegen war,“ sagte Whyte der BBC.

Hier noch einmal das Ende der Begegnung

Wie Furys Coach SugarHill Steward erklärt hat, haben wir im Ring eine „neue und verbesserte” Version von Tyson Fury gesehen, der sein ganzes Können einsetzte, um Dillian Whyte zu besiegen.

Fury selber hatte schon vor dem Kampf enthüllt,  dass er seine Vorbereitung um eine Sportart erweitert hätte: „Ich habe im Training Golf gespielt, den Ball 400 Meter weit geschlagen. Ich schlage ungefähr 200 Bälle pro Tag und es hat mein Boxen verbessert, es hat meine Kraft verbessert.“

Fraglich ist zurzeit noch, ob Dereck Chisora tatsächlich sein Haus auf einen Sieg von Dillian Whyte gesetzt hat. Auf der Pressekonferenz nach dem Kampf ließ es sich der ‚Gypsy King‘ nicht nehmen, das Thema noch einmal aufzugreifen.

Wird Fury jetzt tatsächlich seine Ankündigung wahr machen und die Boxhandschuhe an den Nagel hängen? Er habe seiner Frau Paris nach dem dritten Kampf gegen Deontay Wilder versprochen, dass er aufhören würde, bekräftigte Fury jetzt noch einmal: „Und ich habe das wirklich so gemeint.”

Aber Showman Fury hält sich eine Hintertür offen: „Das war es, das könnte der letzte Vorhang für den Gypsy King gewesen sein! Ich habe dem Boxsport 20 Jahre gegeben. Ich habe mir meine grauen Zellen herausschlagen lassen, habe heftige Treffer und Cuts kassiert. Und Ich habe es verdient, nun auch Entscheidungen zu treffen, die in meinem Sinne sind.”

Solche Entscheidungen könnten in Zukunft dazu führen, dass Tyson Fury zwar vorerst nicht mehr im Boxring steht, aber sich stattdessen ein Duell mit UFC-Schwergewichtschampion Francis Ngannou liefert: „Er ist auf meiner Liste, was einen Schaukampf angeht. Im Käfig oder im Ring, mit Boxhandschuhen oder UFC Gloves.” hat Fury in einem Interview erklärt: „Er ist ein Monster, ich bin ein Monster, das wäre ein Kampf der Titanen.”

Überraschenderweise ist es Ehefrau Paris, die ihrem Gatten die Geschichte mit der „Boxrente“ nicht so ganz abnimmt: „Ich denke, der einzige Grund für Tyson zurückzukommen, ist ein Vereinigungskampf.“

Lassen wir uns überraschen.

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2 Kommentare

  1. 26. April 2022 at 04:40 —

    Na ja, man wird sehen wie ernst er es mit einen Rücktritt meint und ob er in naher Zukunft auf seinen WBC-Titel verzichtet!?
    Laut Eddie Hearn wäre Fury erst ein ganz Großer wenn er auch Usyk und AJ besiegen würde…….Hearn´s Sichtweise kann man verstehen, denn er würde beide Male mit kassieren!
    Allerdings würde ich diese beiden Kämpfe auch gerne sehen…. und der Sieger wäre meiner Meinung nach beide Male T.Fury!

    • 26. April 2022 at 05:17 —

      Gegen AJ kann ich mir das höchstens als Abschiedskampf vorstellen, Fury gegen Usyk währe nochmal ein Highlight, falls Usyk den Rückkampf gegen AJ gewinnt

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