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Tyson Fury – Kampf am 5. Dezember keine offizielle Titelverteidigung?

Tyson Fury – Kampf am 5. Dezember keine offizielle Titelverteidigung?

Während das Rätselraten um Tyson Furys kommenden Gegner am 5. Dezember nach wie vor andauert, hat sich nun WBC-Präsident Mauricio Sulaiman zu Wort gemeldet. Im Gespräch mit „Worldboxingnet“ erklärte der 44-jährige, dass sich bislang weder Tyson Fury noch sein Promoter Frank Warren mit dem WBC in Verbindung gesetzt hätten, um die Details für eine freiwillige Titelverteidigung abzuklären.

„Der World Boxing Council hat keine Sanktionsanfrage von Tyson Fury erhalten. Daher können wir keine Spekulationen bezüglich einer möglichen freiwilligen Titelverteidigung  kommentieren”, sagte Sulaiman im Interview mit „WBN“.

Fraglich ist allerdings, ob Fury überhaupt Wert auf eine „offizielle Titelverteidigung“ legt, für deren Sanktionierung der WBC natürlich Geld sehen möchte. Falls das nicht der Fall ist, könnte Fury auch mit einem Gegner unterhalb der WBC-Top 15 im Ring stehen.

Ohnehin ist die Gegnerauswahl nicht allzu groß, unter den Top 15 wären Oscar Rivas, Filip Hrgovic, Michael Hunter, Charles Martin, Efe Ajagba und Agit Kabayel verfügbar.

Es kursieren Gerüchte, dass der 31-jährige Kanadier Simon Kean in der engeren Auswahl ist. Kean wäre mit 196 cm eine gute Vorbereitung auf „Fury vs Wilder III“. Ich muss zugeben: die kanadische Nummer 1 im Schwergewicht bei Boxrec hatte ich auch nicht „auf dem Schirm“. Keans Bilanz: 19-1-0. Der Kanadier aus Quebec hat allerdings vor ein paar Jahren einen Autounfall gehabt, bei dem sein rechtes Bein schwer verletzt wurde. Kean bekam eine Infektion, die behandelnden Ärzte schlossen eine Amputation nicht aus, doch der junge Boxer hatte Glück und biss sich durch. Nach drei Monaten im Rollstuhl und zwei weiteren mit Krücken, fing Simon Kean wieder an zu trainieren.

Kean ist stark, aber nicht sonderlich schnell. Zudem mit dem Makel behaftet, dass die Folgen des Unfalls ihre Spuren hinterlassen haben. Unterm Strich: ein dankbarer Gegner für Tyson Fury und ein alter Bekannter der Familie Fury: vor zwei Jahren verbrachte der Kanadier mehrere Wochen im Trainingslager von Hughie Fury, dem Cousin des ‚Gypsy King‘. Schon damals verriet Kean in einem Interview, dass er davon träumen würde, nach London zurückzukehren und einen Kampf gegen einen der beiden Furys zu führen. Möglicherweise wird der Traum des Kanadiers am 5. Dezember Realität – auch ohne den WBC.

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