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Tyson Fury – ein Blick durch die Medien

Tyson Fury – ein Blick durch die Medien

Nur wenige – lässt man die Fans des deutschen Schwergewichtsboxers mal außen vor – glauben, dass Tom Schwarz eine reelle Chance gegen Tyson Fury hat, wenn die beiden Boxer am kommenden Samstag im MGM Grand in Las Vegas aufeinandertreffen.

In Interviews, die der britische Boxer unter anderem mit der britischen und amerikanischen Presse geführt hat, äußerte sich Fury zu diesem Fight und verriet auch seine Pläne für die Zukunft.

Bekanntermaßen hat Tyson Fury im Februar einen Vertrag mit dem US-Fernsehsender ESPN abgeschlossen, der 80 Millionen Pfund, also über 91 Millionen Euro, in seine Taschen spülen und insgesamt fünf Kämpfe umfassen soll.

Der Fight gegen den bisher in 24 Kämpfen ungeschlagenen Tom Schwarz aus dem SES-Boxstall ist für Fury der erste im Rahmen dieses Deals: „Er (Tom Schwarz) hat gerade gesehen, wie Andy Ruiz Joshua geschlagen hat, und das dürfte ihn auf ein neues Level gehoben haben … er ist groß, ehrgeizig und hungrig. Das ist alles, was ich wissen muss!“

Geplant sind im Jahr 2019 noch zwei weitere Kämpfe. Wenn alles nach glatt läuft, will Fury im September und Dezember erneut im Ring stehen. Und eine Überraschung hat Tyson Fury auch noch im Gepäck, im Interview mit dem renommierten „Ring Magazine“ verriet der 30-jährige, dass die USA in Zukunft wohl seine „ständige Geschäftsadresse“ sein würden: „Ich lebe im Moment den amerikanischen Traum. Ich glaube nicht, dass ich nochmal in Großbritannien boxen werde, um ehrlich zu sein.“

Soweit, so gut … vor dem Hintergrund der nächsten Sätze, die Fury von sich gibt, kann man nicht sicher sein, ob der „Gypsy King“ alles so meint, wie er es sagt: „Ich bin jetzt eine US-Handelsware. Ich habe eine gute braune Hautfarbe, ich plane eine Penisverlängerung und ein Brazilian Waxing (eine Haarentfernung im Intimbereich mittels Warmwachs)!“

Wie schrieb Tom Gray vom Ring Magazine doch gleich: „Manchmal muss man einfach mit dem Fluss gehen. Wenn er in dieser Stimmung ist, wenn Du ihn interviewst, dann nimmst du alles, was du von Fury bekommst.“

Aber zurück zum Boxen. Wie die britische Tageszeitung „The Sun“ richtig feststellt: „Trotz des zweiten Platzes in der WBO-Wertung, muss Schwarz noch getestet werden.“ Und damit haben die Kollegen von der Insel nicht ganz unrecht, große Gegner fehlen bislang in der Bilanz von Schwarz. Und auch die größere Amateurerfahrung, die Andy Ruiz möglicherweise zum Sieg gegen Anthony Joshua geführt hat, fehlt Schwarz – wie „The Sun“ schreibt: Schwarz sei zwar deutscher Juniorenmeister gewesen, aber bereits nach 53 Kämpfen und schon im Alter von 19 Jahren Profi geworden. Fury wurde nach 31 Fights Profi, habe aber „Silber bei den Europameisterschaften und Bronze bei den Weltmeisterschaften“ gewonnen.

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Auch einen Quervergleich bemüht „The Sun“: die Fights von Senad Gashi gegen Schwarz bzw. gegen Dereck Chisora: Gashi habe Schwarz – bis zu seiner Disqualifikation in Runde 6 – mehrfach in Bedrängnis gebracht, sei jedoch im Kampf gegen Dereck Chisora glanzlos untergegangen. Britische Logik: da Chisora zweimal gegen Fury verloren habe, sei der „Gypsy King“ der bessere Mann.

Dann gehen die britischen Kollegen etwas analytischer zu Werke: Schwarz sei zwar nicht besonders schnell, habe aber durchaus das Zeug dazu, Fury niederzuschlagen, so wie es auch Steve Cunningham im Jahr 2013 geschafft hat. Allerdings könne Furys schnelle Beinarbeit ein Problem für Schwarz werden, er sei stilistisch mit Chisora vergleichbar und den habe Fury ja bekanntermaßen besiegt.

Fury selbst macht aus seiner Favoritenrolle kein Geheimnis und Klappern gehört ja eh zum Handwerk: „Ich bin der Beste meiner Zeit und wenn ich Tom Schwarz nicht schlagen kann, kann ich mich auch zurückziehen.“ sagte Fury zum „Daily Telegraph“ und legte in einem Interview vor ein paar Tagen noch nach:

„Schwarz hat bisher nur limitierte Gegner geboxt. Er war noch nie auf so einer großen Bühne. Hat nie zuvor gegen einen Champion gekämpft. Er wird auf vieles achten müssen. Undichte Deckung, nicht die beste Beinarbeit und er sieht  ziemlich zerbrechlich aus. Er hält seine linke Hand zu tief, hat nicht die schnellsten Füße … boxt nicht in Bewegung – typisch deutscher Stil! Ich denke, ich werde ihn schlagen, aber es kann immer etwas passieren!“

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wissen wir alle mehr: der MDR wird den Kampf Fight zwischen Tom Schwarz und Klitschko-Bezwinger Tyson Fury in den frühen Morgenstunden des 16. Juni live und in voller Länge zeigen.

 

 

 

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6 Kommentare

  1. 11. Juni 2019 at 12:58 —

    Alles andere als ein Ko-Sieg von Fury wäre eine Sensation!

  2. 11. Juni 2019 at 13:00 —

    Es sei denn, Fury legt es nicht drauf an … wie bei Pianeta.

  3. 11. Juni 2019 at 21:49 —

    Fury wird nicht alles zeigen und mit Schwarz bestimmt 12 Runden lang spielen.

  4. 12. Juni 2019 at 19:46 —

    Auch wenn fury spielt,bekommt schwarz trotzdem die prügel seines Lebens ,da liegen Welten dazwischen!schwarz hat da nix verloren im Ring,der Typ hat damals gegen Senad Gashi geheult wie ein Mädchen bis die abgebrochen haben angeblich wegen Kopfstößen ,der hat ein Circus Veranstaltet hat sich fallen lassen usw,und der soll gegen fury eine Chance haben ?hoffe fury macht erst dann ist nach 3 Runden alles gelaufen!

  5. 13. Juni 2019 at 11:41 —

    Ich glaube zwar nicht daran das Tom Schwarz was reißen kann.
    Ich hoffe das Schwarz prügel seines Lebens kriegt.

    Aber im Boxen ist alles möglich. Siehe Andy Ruiz vs Joshua.

    • 13. Juni 2019 at 14:36 —

      Ruiz ist ein anderer Kaliber,das hat man schon beim Kampf gegen Parker gesehen,ein schwarz ist nicht ansatzweise auf dem Level,und das wird er am Samstag sehen,der wird verdroschen und fliegt heim ,da hilft auch alles Glück der Welt nicht!

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