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Tyron Zeuge vs Isaac Ekpo 2.0 – 24. März Hamburg

Die Inselparkhalle in Hamburg / Wilhemsburg ist ein weiteres mal Schauplatz für ein großes Boxevent. Die Hamburger Promoter Erol Celan (EC Boxpromotion) und Wilfried Sauerland (Sauerland Event) veranstalten dieses Event gemeinsam. In den beiden Hauptkämpfen geht es zwischen Karo Murat und dem US-Amerikaner Travis Reeves um den vakanten IBO-Gürtel im Halbschwergewicht und im Rematch zwischen Tyron Zeuge und Isaak Ekpo noch einmal um den regulären WBA-Titel im Supermittelgewicht.

Zeuge und Ekpo standen sich bereits fast genau vor einem Jahr in dr MBS-Arena Potsdam gegenüber. Der Kampf endete mit einem Punktsieg für Zeuge durch eine „technischen Entscheidung“. Grund war ein Kampfabbruch wegen eines Cut bei Zeuge. Dieser Abbruch wurde anschließend heftig diskutiert, weil Zeuge dabei nicht gerade ein Ruhmesblatt geerntet hat. Es macht jetzt keinen Sinn mehr, das Ganze noch einmal aufzukochen. Zeuge hat im Rematch zu beweisen, dass er mit dem Herausforderer aus Nigeria souveräner umgehen kann, als in ersten Kampf. Ob ihm das gelingt, bleibt abzuwarten. Beide Boxer haben ihre Lehren aus dem ersten Kampf gezogen. In einem Zwischenkampf beherrschte Zeuge im Juni den Briten Paul Smith recht gut und erzielte incl. eines Niederschlags ein Urteil von 3x 119:108 für sich. Auch Ekpo absolvierte einen Zwischenkampf und schlug dabei im Oktober Philip Kotey aus Ghana durch TKO 4.

Was kann man erwarten? Zeuge hat beim Publikum wegen dem ersten Kampf Einiges gut zu machen. Er wird auf der Hut sein und versuchen, den Herausforder auf schnellen Beinen kein statisches Ziel zu bieten. Schnelle Angriffe in der Rein- und Raus-Taktik sind wohl am angesagtesten, wenn er sich nicht auf so ein Gerangel wie beim ersten mal einlassen will. Auch Ekpo wird aus dem ersten Kampf gelernt haben. Ob er unbedingt „sauberer“ boxt oder nicht, wird ihm reichlich egal sein. Er wird versuchen, Zeuge „aus allen Rohren“ zu befeuern und es darauf anlegen, einen vorzeitigen Sieg zu erringen.

Etwas anders sieht es im Kampf zwischen Murat und Reeves aus. Hier bleibt erst einmal abzuwarten, was der Amerikaner anzubieten hat. Der 37-jährige aus Baltimore handelte sich in seinen ersten 7 Kämpfen neben 3 Siegen 2 Niederlagen und 2 Unentschieden ein. Danach ist er seit April 2014 in 12 Kämpfen stabil und blieb ungeschlagen. Der Kampf gegen Murat wird sein erster Auftritt außerhalb der USA. Er war 2016 Landesmeister in Maryland und trägt einen amerikanischen Meistergürtel.

Geht es nach der Ringerfahrung und der bisher besseren Gegnerschaft, sollte Murat mit diesem Gegner keine großen Probleme bekommen. Der Amerikaner hat noch nie länger als 8 Runden gekämpft und man weiss nicht, wie es um seine Kondition bestellt ist, wenn er über eine längere Distanz durchhalten muss. Murat hat in seinen letzten beiden Kämpfen gezeigt, dass er seine Gegner auch noch in den Runden 11 oder 12 vorzeitig bezwingen kann. Etwas ähnliches sollte man im Kampf zwischen Murat und Reeves erwarten können.

Es gibt noch andere höchst interessante Begegnungen an diesem Abend: Den Kampf im Super-Welter zwischen „Hafenbasti“ Sebastian Formella und „Europa“ Angelo Frank. Bei diesem Kampf sollte richtige „Action“ zu erwarten sein. Es geht um den vakanten „IBO-Interconti“ Gürtel und den vakanten WBO-Europameistertitel. Eine Prognose abzugeben, wäre Kaffeesatzleserei.

In einem weiteren Titelkampf geht es im Schwergewicht zwischen ECB-Boxer Ali Eren Demirezen und Rad Rashid aus Frankfurt um den WBO Europameistergürtel im Schwergewicht. Der 27-jährige Demirezen hat bisher 7 Kämpfe bestritten, die er alle vorzeitig gewinnen konnte. Rashid verlor zu Beginn seiner Profilaufbahn 3 von 4 Kämpfen und gewann danach jeden weiteren Kampf durch (T)KO. Auch in diesem Kampf ist durchaus anzunehmen, dass es eine vorzeitige Entscheidung geben wird.

Der Kampfabend wird mit einem Frauenkampf eröffnet. Klara Svenson steigt nach ihrer Niederlage gegen Cecilia Breakhus vor einem Jahr zum ersten mal wieder in den Ring. Ihre Gegnerin in diesem Aufbaukampf ist die 19-jährige Mari Tatunashvili aus Georgien. Boxer/innen aus Georgien sind gefragte und “genügsame” Gegner. Nur die Wenigsten kommen um zu siegen. Bedenkt man, dass das monatliche Durschnittsgehalt in Georgien 220 € beträgt, kann man es diesen Sportlern kaum verdenken, dass sie sich in der Heimat einen Kampfrekord zurechtpimpen und dann im Ausland antreten, um ein bisschen gutes Geld zu verdienen. Ob deswegen der Begriff “lettische Taxifahrer” demächst durch “georgische Traubenpflücker” ersetzt werden muss, ist noch ungeklärt.

Das Event wird bereits ab 18:15 Uhr auf Sport1 übertragen. Hier die komplette Card:

Sauerland Hamburg 24. 03.

 

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11 Kommentare

  1. 23. März 2018 at 07:55 —

    Schwibbel-Schwabbel & Muskeln

  2. 23. März 2018 at 09:33 —

    Bin mal gespannt, wird bestimmt ein guter Kampf. Ich hoffe nur auf Fairness v. den Leuten um den Ring, da hat man berechtigt seine Zweifel.
    Zeuge ist momentan in Deutschland der Beste im S.Mittelgewicht, würde mir gefallen wenn mal ein Kampf gegen Wackelprinz aus KA zustande kommt.

  3. ECBoxing + Sport1 + Team Sauerland?

    Wieso schreiben die nicht einfach drüber: “Die Loservereinigung”?

  4. 24. März 2018 at 11:23 —

    Erbärmlich und traurig zu gleich!!!I
    Ich hoffe auf ein Wunder,und zwar das zeuge schwer K.o. geprügelt wird !

  5. 25. März 2018 at 07:38 —

    Ekpo ist zu verlieren gekommen,wie schlecht ist das denn!der erste Niederschlag in runde 1 es war nicht mal ein Volltreffer,bzw. nicht mal ein Treffer und Ekpo legt sich gleich flach hin Schande Schande Schande und dann tut er so als wäre er benommen die Frage ist nur von was😁😁😁😁😁😁

  6. 26. März 2018 at 09:13 —

    Zeuge hat gut geboxt, Ekpo wurde ordentlich an der Schläfe erwischt das sah sogar ein Blinder. Zeuge forderte den Wackelprinz aus Karlsruhe, bin mal gespannt ob Manager Gottwald dies zulässt, denn eins ist klar Zeuge gewinnt das Duell ohne Probleme.

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