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Training 1974: Ali vs. Foreman

Fast genau 37 Jahre ist es her, dass Muhammad Ali im „Rumble in the Jungle“  in Kinshasa (Zaire, heute Kongo) am 30. Oktober  1974 gegen George Foreman sensationell ein zweites Mal Weltmeister werden konnte. Der Sieg wird nicht zuletzt seiner überlegenen körperlichen Verfassung zugeschrieben. Deshalb lohnt es sich vielleicht, einen  Blick auf die Kampfvorbereitung Alis zu werfen. Wie sah das Training des Größten vor dem Kampf aus?  37 Jahre sind vergangen, vieles hat sich im Trainingsaufbau der Profiboxer, zumal ihrer bekanntesten Vertreter,  verändert.  Dennoch erscheint das Training Alis, das hier natürlich nur auszugsweise vorgestellt werden kann,   auch für heutige Verhältnisse  noch erhellende Aspekte  zu bieten. Schau‘n  wir also, wie sich das Training des Größten damals in einigen Punkten gestaltete. Natürlich wird auch der Kampf selbst kurz geschildert.

Die Vorbereitung

Ali schreibt in seiner ersten Autobiographie (1976), dass er für die Vorbereitung des Kampfes zwei Monate benötige. Eine längere Zeit, wie sie damals andere Schwergewichtsgrößen beanspruchten, brauche er nicht. Durch seine vielen Kämpfe  bleibe  er eigentlich immer in guter Verfassung, sagt Ali. Seit dem letzten Kämpfen gegen Frazier bevorzugt er die Vorbereitung eher abgeschieden in der „freien Natur“, während er davor in den  Zentren der  Städte, in denen der jeweilige Kampf ausgetragen wurde, trainierte. Er brauche Ruhe, meint er, unternimmt Wanderungen in die Berge und hackt Holz. Ganz so, wie es von früheren Weltmeistern bekannt ist. Seine Ernährung stellt er rigoros und streng kontrolliert auf zuckerfreie Kost um. Gemüse und Obst, verschiedene „koschere“ Fleischsorten kommen auf den Tisch.

In enger Zusammenarbeit mit Angelo Dundee, dem Cheftrainer und den Assistenztrainern bzw. Betreuern Drew „Bundini“ Brown und  „Blood“ Walter Youngblood entwickelt er ein ausgefeiltes Trainingsprogramm. Es ist so konstruiert und operationalisiert, dass es minutiös  den Tagesablauf der Vorbereitung regelt. Von Ali wird das Programm, soweit er es mit seiner individuellen Tagesverfassung  korrespondiert,  strikt und lückenlos täglich befolgt. Er behält  sich aber vor, abweichende  Stundenpläne für bestimmte Trainingstage,  unabhängig von der Traineransicht,  zu gestalten. Für Ali ist es dennoch wichtig, dass eine klar strukturierte  Zeitplanung zum Lauftraining, zum  Ausruhen und Essen und zur Trainingszeit in der Halle, also fürs Training im Ring, mit dem Seil, am Sandsack und an der Birne entwickelt  ist.

Der Trainingstag

Ab fünf Uhr morgens beginnt das Lauftraining. Er ist meistens dabei allein. Zu Beginn der Vorbereitung läuft er die ersten Tage 1,6 km (eine Meile), dann wird die Strecke tageweise um jeweils eine Meile verlängert. Ali misst dem Lauftraining eine entscheidende Bedeutung hinsichtlich der Kampfvorbereitung zu. Wenn er mehrere Meilen gelaufen und nicht ermüdet sei, würde es ihm nichts gebracht haben. Diese Grundüberlegung gilt auch für andere Übungen, z.B. bei den Sit-Ups. Erst wenn es schmerzt, sagt er, beginne er zu zählen.

Nach dem Frühstück und Vormittagsschlaf ist er nachmittags ab ca. zwei Uhr in der Trainingshalle. Aber: Er legt Wert darauf, dass die Arbeit im Trainingssaal erst dann erfolgreich sein kann, wenn das Lauftraining eine gewisse Grundverfassung  geschaffen hat. Mindestens fünf Lauftrainingstage müssen bewältigt sein, bevor die Vorbereitung für ihn in der Halle beginnen kann.  Die Arbeit in der Halle ist nach dem Kampfrhythmus ausgerichtet. Das heißt: Jeweils zu Beginn der Vorbereitung drei Runden Sandsack, drei Runden Birne, Seilspringen, dann Sparring.   Die Pause zwischen den Einheiten beträgt, genau wie im Kampf, jeweils eine Minute. Der Trainingserfolg zeigt sich für ihn, dass er  mit fortschreitendem Trainingsaufbau nach diesen einmütigen Pausen voll erholt ist und auch zum Ende der Trainingseinheiten  genügend Power besitzt.

Training am Sandsack

Für Ali gehört das Sandsacktraining zu den wichtigsten Bestandteilen  des Trainingsprogramms.  Der Sandsack, so erklärt er, verbessere die Schlagkraft, den Muskelaufbau, festige den Bauch. Kräftige zudem Gelenke, Fäuste und Knöchel.  Ali schlägt mit bloßen Fäusten auf den Sandsack ein. Zu Beginn werden die Haut zerrissen, die Knöchel wundgeschlagen.  Er lässt es heilen und begibt sich  dann erst wieder nach einer Woche ans Gerät. Ali verweist auf die Boxveteranen, die durch dieses Training ihre Fäuste hart machten für ihre Kämpfe zum Ende des 19. und zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Schwergewichtsschlachten  z.B. von Sullivan oder Corbett wurden  mit bloßen Fäusten ausgetragen.

Birne, Seilspringen, Sparring

Die Birne ist nach Alis Meinung zur Schärfung der Augen und Stärkung der Arme wichtig. Er schlägt je  zweimal schnell hintereinander  mit der Linken und Rechten, schnellt zurück und wiederholt das Ganze mehrfach.  Seilspringen ist als Trainingsbeitrag zum Muskelaufbau der Beine relevant und wegen der schnellen Drehaktionen  nach seiner Ansicht  auch sinnvoll für die Kräftigung der Handgelenke.

Das Sparring setzt er deshalb aufs Ende des täglichen Hallentrainings, weil er müde in den Ring steigen  und auf ausgeruhte  Sparringsgegner treffen möchte. Dadurch will er seine Fähigkeiten entwickeln  und steigern,  auch unter starker körperlicher Vorbelastung erhöhte Aufmerksamkeit und Schnelligkeit aufbringen zu können, um einem ausgeruhten Sparringspartner  nicht nur zu widerstehen. Ali möchte Voraussetzungen schaffen, dies es ihm ermöglichen,   den Sparringspartner  trotz der Ermüdung durch die vorangegangenen Trainingseinheiten   mit schnellen rechten, linken Geraden und Haken  bearbeiten zu können. Als Vorbereitung auf den Kampf hält er diesen Sparringsaufbau  für unverzichtbar, um die bevorstehende Schlacht mit Foreman durchzustehen.    Die Konzentration Alis liegt dabei zunächst mehr auf sein Abwehrverhalten. Erst gegen Ende der Sparringseinheit wird er offensiver und weiß, so behauptet er, dass er bereit und fähig ist, seinen Gegner jederzeit zu beherrschen. Die Auswahl der Sparringspartner richtet sich natürlich daran, dass die Sparringspartner dem Kampfstil des jeweiligen Gegners möglichst genau entsprechen sollten. Im Fall Foreman setzt er auf Larry Holmes, Roy Williams und Bossman Jones.

Das Trainingsprogramm geht bis drei Tage vor dem Kampf. Diese drei Tage braucht er, um genügend Energie und Power  für den Fight zu aufzubauen.

Ali und sein Trainer

Er betont immer wieder, dass ein großer Boxer autonom gegenüber seinem Trainer sein muss. Anweisungen, die den konkreten Trainingsablauf betreffen, wie z.B.  Vorschriften, wie lang er an einem Tag laufen solle („Heute läufst Du zwei km mehr“) oder während des Sparrings  bestimmte Schlagformen zu fordern, lehnt er ab. Allenfalls Empfehlungen akzeptiert er. Der Trainer muss seiner Meinung nach dem Kämpfer genügend Selbstständigkeit belassen, damit er sich entfalten kann.  Auch während des Kampfes sind nur Trainerhinweise sinnvoll, die aus der Beobachtung des Gegners und des Kampfverlaufes entstehen. Wenn der Trainer z.B. entdeckt, dass sein Kampfgegner bestimmte Schwächen während des Kampfes offenbart, die er zuvor bei den Analysen der Videoaufnahmen über den Gegner nicht entdeckt hat, solle er dies ihm mitteilen. Oder ihm sagen, dass er den Kampf zu früh forciert und ihm eine bessere Kampfeinteilung anzuraten. Natürlich sollte der Trainer die üblichen Trainingsaufgaben in der Vorbereitung auf den Kampf  und während des Kampfes selbst erledigen, die beispielsweise das morgendliche Wecken beinhalten, das Trainingsprogramm erstellen, für Mundschutz, Kopfschutz sorgen oder die richtigen Sparringspartner aussuchen.  Die Größe eines Schwergewichtlers, sagt er, bestehe aber gerade darin, seine eigenen Kräfte, Fähigkeiten und auch Grenzen zu erkennen und sich nicht anderen Leuten, auch nicht dem Trainer, sklavisch unterzuordnen.

Der Kampf

Nach seinen Punktsiegen gegen Norton, Lubbers und Frazier hatte sich Muhammad Ali für den Titelkampf (WBA/WBC) gegen George Foreman empfohlen.  George Foreman war in einer nahezu einzigartigen K.O-Serie, die meist kurzrundig erfolgten,  Weltmeister im Schwergewicht geworden. Im Kampf mit Ali war er also absolut favorisiert.  Das Gewicht beider ist nicht signifikant unterschiedlich (Foreman 99,8, Ali 98,2 kg), auch die Körpergröße unterscheidet sich nur unwesentlich (1,92 zu 1,91 m). Erheblichere Unterschiede bestehen in der Reichweite, die bei Foreman 208, bei Ali nur 203 cm beträgt.

Der Kampf beginnt  mit dem damals bekannten Ali-Auftritt. Er spielt seine Schnelligkeit in der Ringmitte  aus, tänzelt, sticht. Aber Foreman ist im Training mit Archie Moore konsequent darauf vorbereitet geworden,  Ali den Weg im Ring so abzuschneiden und ihn dahin zu bringen, das Dreifache an Schritten im Ring zu bewältigen. Wenn es so weiter geht, wird es Ali die Luft abschnüren und Foreman im Vorteil sein. Er begreift bereits in der ersten Runde, dass er in der Ringmitte gegen Foreman keine echten Chancen besitzt, dass er ihn aushungern muss, dass er in der Ringmitte zu offen den fürchterlichen  „langen“ Rechten und Linken , den Heumachern Foremans, wie sich Ali ausdrückt,  ausgesetzt ist und dass er das auf die Dauer nicht überleben kann.  Und er ändert seine Taktik radikal, gegen den Rat des Trainers, der ihn bis zum Ende des Kampfes auffordert, von den Seilen wegzugehen, zu tanzen und in der Ringmitte zu kämpfen.   Ali bleibt am Seil, Foreman drischt mit den schwersten Knochenbrechern auf ihn ein.  Die Doppeldeckung Alis kann nicht alle Treffer verhindern. Seinen Kopf lehnt er am Seil pendelnd zurück, so dass ihn George nur sehr selten erreicht. Einige Treffer der weit hergeholten Schläge Foremans kann Ali nicht vermeiden.  Ein Treffer in den ersten Runden schickt ihn ins „Land des Halbtraums“, schreibt er. Aber er bleibt bei der Taktik  des  „Rope-a-Dope“.  Und es gelingt  ihm, Foreman zu ermüden.  Jeweils gegen Ende der Runden kann er mit einigen schnellen Linksgeraden und cross geschlagenen Rechten  zeigen, dass er noch lebt.   Zusätzlich provoziert er George durch dauernde Bemerkungen wie „Meine Oma schlägt härter als Du“ oder „Ist das schon alles“.  Mit zunehmender Kampfdauer wird aber immer deutlicher, dass die Schlagkraft Foremans nachlässt, seine Kräfte wegschmelzen. Und Ali beobachtet ihn.  In der achten Runde gelingt  Ali nach zwei Rechts-Links-Kombinationen und  weiteren Treffern der finale Schlag an Foremans Schläfe. Foreman wird ausgezählt, Ali ist zum zweiten Mal Weltmeister im Schwergewicht.  

Schlussbemerkung

Aus heutiger Sicht ist es immer leicht, die  Vorbereitung  früherer Größen zu bemängeln oder zu belächeln und auf modernere Trainingsformen hinzuweisen. Der Zwerg auf den Schultern des Riesen sieht immer mehr, schrieb mal Heinrich Heine. Wenn man Alis Vorbereitung betrachtet, sind natürlich z. T. heute veränderte und zweifellos auch verbesserte Trainingsstrukturen im Umlauf. Dies gilt beispielsweise für das Konditionstraining, für den Kraftaufbau durch entsprechend neu entwickelte Kraftmaschinen, für den Ausbau  und die Formen des Zirkeltrainings oder die Entwicklung und Differenzierung des Pratzentrainings.  Immerhin hat die Vorbereitung Alis dazu beigetragen, dass er einen  der größten und sensationellsten  Kämpfe der Boxgeschichte gegen einen Gegner siegreich gestalten konnte, den die meisten Experten für unschlagbar gehalten hatten.  Ob er heute mit den besten Schwergewichtlern mithalten könnte? Meine persönliche Meinung: Ja.  Auch mit den Klitschko-Brüdern? Da bin ich mir unsicher.

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36 Kommentare

  1. DR_BOX
    27. November 2011 at 19:33 —

    @ Paul

    Sehr schön geschrieben.

    Aber warum bist Du Dir unsicher?


    Auch mit den Klischko-Brüdern? Da bin ich mir unsicher.

  2. ACTION#1
    27. November 2011 at 19:38 —

    sehr informativer artikel…klasse…

    irgendwie hat jeder eh seine speziellen methoden sich auf einen kampf vorzubereiten was das einrichten der trainingszeiten und den individuellen ablauf der jeweiligen einheiten anbelangt.

    sicher spielt heute der faktor “wissenschaft” eine große rolle,ob nun beim training direkt,ernährung oder erholung.

    ich denke ali würde heute ganz oben mitmischen und auch den klitschkos gefärhlich werden.

    sicher fehlte es damals im vergleich zu heute an “wissenschaftlichen faktoren” aber meiner meinung nach waren die kämpfer früher “härter” hatten mehr herz,willen und entschlossenheit als viele kämpfer heute.

    man muss sich nur mal ein paar “bareknuckle” kämpfe ansehen,also ohne handschuhe und damals gabs ja auch noch verschiedene regelungen wie zb. das eine runde erst dann endet wenn ein kämpfer am boden ist.

    sowas sollte man heute nur spaßhalber mal vorschlagen,oft gingen kämpfe früher auch über 20 oder mehr runden,ein gutes beispiel ist jack johnson der denm kubaner jess willard 1915 in der 26. runde durch ko unterlag.

    ich denke viele der “alten größen” würden heute noch mithalten bzw. auch dominieren können,damit meine ich nicht nur ali.

    dem ein oder anderen sagt vielleicht der ausdruck “the fabulous four” etwas.
    hagler,hearns,leonard,duran sind die vier fabulösen und ein hagler oder duran würden die jeweiligen gewichtsklassen locker aufmischen.

    also,meine persönliche meinung ist JA,viele der alten größen hätten heute noch das zeug zum champion.

  3. Lothar Türk
    27. November 2011 at 20:40 —

    ein schöner Artikel, weil man in der Vergangenheit schweift und Erinnerungen lebendig machen. Ich glaube auch, dass die besten Boxer jener Zeit oben mitmischen könnten.Georg Foremann hat es nach Jahren auch bewiesen.Es gab neben Ali auch KÄmpfer wie Norten u.a. die heute noch gut wären. Mir geht es ähnlich, wie dem Autor. Ob ganz oben es heute im Schwergewicht gereicht hätte … , da bin ich auch skeptisch. Jede Zeit hat ihre Helden, sie zu vergleichen ist wohl nicht richtig.
    Was ich allerdings einige Kg tiefer bedauere, ist das technische ( Leonard)und kämpferische ( z.B. Hagler ) Format, was so nicht zu finden ist.Hinzu kommt, dass sich auch das Geschäftsgebaren nachteilig entwickelt hat.Es wird noch raffgieriger und unehrlicher als vor Jahrzehnten. Auch Trainer werden inzwischen Geltungsneurotiker…usw. Der Artikel ist eben eine schöne Erinnerung…

  4. ACTION#1
    27. November 2011 at 20:47 —

    jaaa,das war die goldene ära des boxsports….

  5. Shlumpf!
    27. November 2011 at 20:59 —

    Guter Artikel, gut recherchiert.
    Aber: wer sich mit den heutigen Trainingsmethoden beschäftigt wird merken, dass sich nichts Grundlegendes verändert hat

  6. ACTION#1
    27. November 2011 at 21:32 —

    @shlumpf!

    die basics sind immer noch dieselben nur wurden sie erheblich weiterentwickelt und im zuge der wissenschaft natürlich optimiert… trainingszeiten,intensität,ernährung,erholung… das läuft heutzutage,auf weltklasse niveau, nicht ohne berufung auf wissenschaftliche erkenntnisse…

    das “know how” kann hier nen erheblichen unterschied ausmachen zwischen guten und weltklasse athleten…

  7. Stonehigh
    27. November 2011 at 23:12 —

    Im Übrigen ist das Training heute auf den Athleten ganz speziell abgestimmt und passgenau zugeschnitten. Die Trainingseinheiten zweier Boxer sind manchmal sehr unterschiedlich, abgesehen davon das beide boxen.

  8. Ayotec
    27. November 2011 at 23:22 —

    super geschrieben

    ich wette ali hätte es mit den K2 brüdern aufnehmen können
    zu seinen besten zeiten natürlich

  9. Jeff
    28. November 2011 at 00:36 —

    Schöner Artikel, erinnert mich an die erste Ausgabe Box Champions, das war der Kampf Rumble and the Jungle als VHS dabei.
    Kennt das noch einer von euch!

    #Action1:
    Das hast du sehr schön geschrieben (bezogen auf deinen ersten Eintrag)
    Sehe ich genauso.

    Was damals auch anders war. Es gab keine zwischen Gewichtsklassen.
    Heute haben wir 1000 Champions , Silber, juniorweights superweights!

    Damals konnte man davon ausgehen das die Besten der Besten sich gegenüberstanden.
    Heute ist das leider nicht mehr so!

    Was auch das Problem ist, das wir heute, wahrscheinlich nie rausfinden werden, wie gut die Klitschkos wirklich sind.
    Denn ich bin der Meinung, das sie besser sind als das was wir bisher gesehen haben.
    Es liegt einfach an der mangelnden Konkurrenz.

    Was auch der Unterschied ist, das die Goldenen Zeiten damals im Schwergewicht.
    Dann auch Mittelgewicht (duran,hagler,leonard,hearns)

    Heute ist es das Weltergewicht.

  10. Sugar
    28. November 2011 at 03:21 —

    @ Paul

    Sehr guter Bericht,weiter so!

  11. Toni
    28. November 2011 at 04:48 —

    Adrio..ist doch nicht dein erst die schlussbemerkung mit den klitschkos oder?

  12. Toni
    28. November 2011 at 05:42 —

    Ich meinte Paul..

  13. Aachener
    28. November 2011 at 10:14 —

    kann mich nur anschließen, guter Artikel
    gruss an den Verfasser

  14. SemirBIH
    28. November 2011 at 15:57 —

    Toller Bericht , finde ich , außer deine Meinung am Ende wegen den Klitschkos gefällt mir gar nicht. Die Leute die Ali damals bezwungen hat z.B. Foreman , Frazier usw. könnten zu ihrer besten Zeit ganz locker mit denen heute mithalten á la Klitschkos. Wer sind denn bitteschön die Klitschkos im Gegensatz zu Ali ?? Diese beiden Namen überhaupt mit dem Namen des Besten aller Zeiten in einen Satz zu nehmen ist einfach peinlich. Also das ist meine Meinung, das Schwergewicht wird nie wieder mehr so sein wie es einmal war. Heutzutage gibt es keine Gegner die mit den Klitschkos mithalten können. Leider ! Doch wären die Klitschkos auch in den 90er in ihrer Prime gewesen , würden die max. zur TOP 5 im Schwergewicht gehören, denn einen Lewis, Bowe, Tyson, Holyfield und sogar noch Golota in ihrer Prime würden die nicht schlagen. Deswegen lasst es doch den Greatest of all time mit den Klitschkos zu vergleichen. Ali hat gegen die besten der Geschichte in ihren besten Zeiten geboxt. Welche Legende haben die Klitschkos geboxt ? Vitali boxte Lewis .. der in diesem Kampf untrainiert war wie sonst nie, und hat verloren .. obwohl er nach Punkten vorne lag , hat er verloren , muss man sagen. So viel dazu 🙂
    Wie schon gesagt toller Artikel Paul , Respekt , sehr informativ und sachlich.

  15. ACTION#1
    28. November 2011 at 17:09 —

    @Semir

    Mike Tyson ist gegen Buster Douglas schwer KO gegangen… Tyson war gut,keine frage,aber zu den besten gehört er nicht,er wurde seinem hype nie gerecht denn immer wenn es gegen einen top-mann ging hat tyson verloren… Holyfield,Lewis oder eben auch jenen James “Buster” Douglas,den holyfield in der dritten runde ko geschlagen hat…

    tyson ist wohl der am meisten überbewertete schwergewichtler aller zeiten…

    zum thema verloren, ali hat mal verloren,frazier hat mal verloren,foreman hat mal verloren… so wie jeder andere große champion auch… wichtig ist das man danach wieder zurück kommt… und das hat zb. vitali klitschko gemacht…

    das einzig peinliche ist deine ignoranz und voreingenommenheeit….

  16. ACTION#1
    28. November 2011 at 17:12 —

    OFF-TOPIC: Haye vs. Vitali wird im moment verhandelt und steht kurz vor dem abschluss… der kampf wird höchstwahrscheinlich in deutschland stattfinden…

  17. Peddersen
    28. November 2011 at 17:46 —

    ACTION

    Alte Kamellen.

  18. ACTION#1
    28. November 2011 at 17:54 —

    @ped

    meinst des zum off-topic???

    wenn ja,ich habe kontakt zu jemanden in großbritannien der in engem kontakt mit haye steht…

    bis jetzt war alles nur spekulation,aber der gute mr.haye hat seit heute ein offizielles vertragsangebot auf seinem schreibtisch liegen.

  19. SemirBIH
    28. November 2011 at 18:15 —

    @ACTION

    Ja ist ja normal, dass jemand mal verliert. Tyson überbewertet ? Bitte .. Tyson war unglaublich Anfang der 90er .. und ist eine lebende Legende. Was willst du jetzt mit deinem Beitrag erreichen bzw. mir mitteilen ?

  20. ACTION#1
    28. November 2011 at 18:21 —

    lesen und verstehen……

  21. Levent aus Rottweil
    28. November 2011 at 20:31 —

    Ne ne Semir da muss ich Action schon recht geben!

    Tyson ist wohl eine Lebende Legende aber gegen die BESTEN hat er stets verloren!
    Der wäre auch gegen einen Klitschko auf die Bretter siehe Buster Kampf da war er in seiner Prime und Buster hat ihm den Schneid abgekauft (schau dir den Kampf ruhig auf Youtube nochmal an),später hat ihn (Douglas) Holyfield wie Action schon sagte innerhalb kürzester Zeit K.O geschlagen!

    Die Kämpfe gegen Holyfield sah Tyson auch nicht besser aus und gegen lewis ging er übelst K.O also ich denke auch das Tyson überbewertet ist,klasse Boxer kein Thema aber nicht auf eine Stufe zu stellen mit den Grössten!

    ps: Du sagst Vitali hätte gegen lewis verloren das stimmt wohl aber es war dennoch VITALI der lewis in Rente geschickt hat,der wollte nicht einmal einem Rückkampf zustimmen und sprach davon das Vitali ein verrückter sei und er gegen ihn nicht mehr kämpfen wolle!
    Stattdessen hat Lewis erkannt wann es für ihn besser ist abzutreten,es kam ein besserer nämlich Vitali!

    Ehre dem Ehre gebührt wenn du schon diese eine Niederlage erwähnst von ihm das gegen Byrd zählt nicht das war ne Verletzung am Arm!

  22. Shlumpf!
    28. November 2011 at 23:02 —

    @Levent

    Mit Tyson ging es kontinuierlich bergab seitdem Kevin Rooney nicht mehr sein Trainer war (was gleichzeitig der Moment war, als er bei Doon King unterschrieb) Der letzte Kampf unter Rooney war gegen Michael Spinks, 1988.
    In den folgenden Kämpfen konnte man gut beobachten, wie Tyson abbaute und die Niederlage gegen Douglas, der nun wahrlich kein Überboxer war, war nur die logische Konsequenz (viele prophezeiten ihm dieses Schicksal als er bei Don King unterschrieb und sich von Rooney trennte). Tyson war da von seiner Prime meilenweit entfernt, nach seinem Knastaufenthalt sowieso.

    Jeder der auch nur einen Funken Wissen von Boxhistorie hat, weiß, dass Tysons Karriere durch Don King den Bach runter ging

  23. Shlumpf!
    28. November 2011 at 23:40 —

    @Levent

    “sprach davon das Vitali ein verrückter sei und er gegen ihn nicht mehr kämpfen wolle!”

    Wo hast du das her? hast du das einfach von kevin22 abgeschrieben?
    Ich hab die Berichterstattung von damals noch recht gut im Kopf und kann mich an sowas nicht erinnern. Auch im Internet kann ich sowas nirgendwo finden, weder auf Englisch noch auf Deutsch.
    Stattdessen ist eine der ersten Suchanfragen bei google boxen.de, und zwar weil du und kevin22 das hier reingepostet habt!

  24. SemirBIH
    28. November 2011 at 23:54 —

    Stimmte Shlumpf! in allem zu 🙂 . Tyson in seiner Prime hätte die Klitschkos dank seinem überragendem Punch und seiner genialen Defensivarbeit auf die Bretter geschickt. Jeden Einzeln. So viel dazu. Zu Lewis : Was hätte denn Lewis ein Rematch gebracht, ich hab ja gesagt dass Lewis in seiner Prime da Vitali nicht nur durch Punkte sondern auch durch einen K.O. besiegt hätte. So unbeweglich wie in diesem Kampf und so undurchtrainiert war er noch nie.

  25. Brother Muzone
    29. November 2011 at 00:26 —

    “Ich fange erst an zu zählen wenn es schmerzt” Super Einstellung zum Training, davon kann man sich mal ne Scheibe abschneiden.

    @SemirBih
    Tyson war Ende der 80er Klasse:) Ab 1991 war das Feuer in ihm Weg und der Hype stieg ihm zu Kopf. Zudem kamen noch viele andere Dinge hinzu… Gegen die Klitschkos hätte ich beim Größenunterschied bedenken, Tyson war leider so klein. Aber einen Wladimir hätte er sicher auf die Bretter geschickt–>Glaskinn.

  26. ACTION#1
    29. November 2011 at 00:38 —

    mann darf aber auch nicht vergessen das michael spinks halbschwergewichtler war und für tyson extra nach gut 1 jahr aus dem ruhestand zurück kam…. 😉

    das war dann auch gleichzeitig spinks´letzter kampf überhaupt und seine erste und einzige niederlage…

    soll kein schlechtmachen sein… tyson war schon eine maschine aber ihn mit den göttern des schwergewichts gleichzustellen ist bissel weit hergeholt.. genauso ist es mit den klitschkos aber auch…

  27. Shlumpf!
    29. November 2011 at 01:34 —

    Ich finde der Tyson bis zum Spinks-Kampf eingeschlossen ist durchaus einer der Größten aller Zeiten. Der Tyson danach leider nicht mehr

  28. Peddersen
    29. November 2011 at 08:53 —

    ACTION

    Wenn das soo ist. Aber Gespräche (welcher Art auch immer) gab´s wohl vorher schon.

  29. Brother Muzone
    29. November 2011 at 12:17 —

    @Shlumpf
    Ich stimme zu. Über Tyson wird man in 100 Jahren noch reden.

  30. Sylor
    29. November 2011 at 16:03 —

    Sehr gute Rubrik ( Training ), gerne mehr davon!

  31. Delbert Grady
    16. Dezember 2011 at 09:02 —

    Wie ne Kneipenunterhaltung !!! Tyson Prime hätte Vitali Geschlagen usw.
    Ali hätte die Klitschkos besiegt.
    Leute das ist Boxen und kein Fussball…
    Und Kampfsport ist nicht Fussball, Fussball hat sich weiterentwickelt aber Boxen kann sich nicht weiterentwickeln vorallem nach den 70ern nicht mehr… Phantom Punch von ALI 4/100 Sekunde, für die dummen vier hundertstel von einer sekunde, hat er Sonny Liston auf die Bretter geschickt!! Im Kampfsport gibt es Ausnahme Talente die alle 100 Jahre nur einmal gibt, und das war Ali,Frazier, Foreman… ein klarer beweis ist das das schwergewichtsboxen schon in den 90ern schlechter geworden ist, das Foreman mit mit mitte 40 Weltmeister wurde!! und Axel Schulz einen Titelkampf bekam!
    Es fehlen die ganz großen Superstars!!
    Aber Dank der NFL und College Football wird es in zukunft auch keine Großen Boxer IM SCHWERGEWICHT GEBEN!!

  32. Alonso Quijano
    6. März 2012 at 15:20 —

    Meinst du mit deinem Schlusssatz das foreman nur “vielleicht” gegen klitscho gewonnen hätte?

    Ich lach mich schlapp guckt euch mal foremans kämpfe an dann klitschkos, ihr werdet sehen dass foreman gegner sogar gegen klitschkos gewonnen hätten, und foreman hätte wohl beide an einem abend weggeputzt

  33. Dampfhammer
    15. April 2012 at 22:14 —

    Ali hätte sicherlich gegen jeden späteren Champ eine gewisse Chance gehabt.
    Einfach, weil er variabel und intelligent geboxt hat. Bzw, weil er improviesieren konnte und weil er noch dazu physisch sehr talentiert war.
    Aber nichtsdestotrotz würde ich sagen, dass der heutige Wladimir Klitschko 2 von 3 Kämpfen mit ihm gewinnen würde. Vitali zu seiner besten Zeit auch (jetzt nicht mehr).
    Was den Klitschkos an Feinmotorik und Beinarbeit ihmgegenüber fehlt, machen sie durch weit überlegene Physis mehr als wett. Wlads “Angst”, getroffen zu werden, verleiht ihm eine unerhörte Wachheit und Reaktionsschnelle.

  34. Killer
    18. April 2012 at 00:59 —

    Jeder der hier behauptet das Tyson nicht einer der größten im Boxsport sei hat überhaupt keine Ahnung.Kein Schwergewichtler vor oder nach ihm hat seine Gegner so vernichtend geschlagen Und seine Geschwindigkeit, Explosivität und Technik waren einfach nur überragend. Hätte er in seiner Bestzeit gegen Holyfield,Lewis und so weiter geboxt hätte er sie aussehen lassen wie zweitklassige Amateure .Beim Kampf gegen Lewis war er schon übergewichtig und es war nichts mehr von seiner alten Klasse zu sehen (Beinarbeit,mit dem Kopf pendeln,Kombinationen schlagen,Geschwindigkeit).Trotzdem hat Lewis acht Runden gebraucht um ihn zu besiegen.
    Und von den Bitchkos brauchen wir garnicht erst reden.Er hätte für beide nicht mehr als 2 Runden gebraucht und Ich bin mir wenn man in 100 Jahren von spektakulärem Boxen spricht wird sein Name fallen.Er ist ohne Zweifel eine lebende Legende.

  35. Killer
    18. April 2012 at 01:13 —

    ACTION#1 du bist der erste Mensch von dem ich lese das Mike Tyson überbewertet ist.
    Das zeigt nur das du null Ahnung vom Boxsport hast.Aber wahrscheinlich bist du auch nur ein ahnungsloser Bitschkofan.

  36. scorpion
    24. Juli 2012 at 16:19 —

    Wow, echt eine nette Seite hier, macht Spaß die Artikel zu lesen.

    Aber zu den Kommentaren hier muss ich auch einfach mal ein Statement abgeben.

    Ich glaube nicht, dass ein Ali, ein Foreman, ein Frazier oder ein Marciano in ihrer damaligen Verfassung eine Chance gehabt hätten gegen einen der Klitschkos zu gewinnen.

    Das wird aber in aller Regel daran liegen, dass sich die Trainingsmethoden zwar nicht grundlegend geändert haben, aber die winzigen Kleinigkeiten machen es aus. Um nur mal ein Beispiel zu nennen ist die heute sehr wissenschaftlich ausgerechnete Ernährung (oder aber Höhentrainingslager), das sind vieleicht nur Unterschiede im niedrigen einstelligen Prozentbereich, aber davon gibt es ja nunmal so einige und alles zusammengenommen muss man einfach sagen, dass heutige Atlethen ihren Vorbildern einiges Vorraus haben.
    Sieht man ja auch in allen anderen Sportbereichen, Kraft, Ausdauer, Geschwindigkeit dies alles sind Punkte die in den letzten Jahren massiv verbessert wurden.

    Daher würde ich sagen, dass sich ein Vergleich nicht lohnen wird.

    Zum Thema Tyson, ich glaube nicht, dass er sonderlich überschätzt wird. Er war ein hochkarätiger Schwergewichtler der mit einer besonderen Schlagkraft und seinerzeit mit Cus d’Amato einem excellenten Manager und Trainer ausgestattet war.
    Meiner Meinung nach waren das seine Erfolgsgarantien, belegen kann man dies nur durch seine immer schlechter werdende Form nach dem Gang zu Don King.

    Aber auch hier sehe ich meine Probleme im Vergleich zu den ganz großen, Mike würde vieleicht einen Kampf gegen die großen gewinnen, gehört für mich aber eher nicht zu diesem elitären Kreis, einfach aus dem Grund, dass für mich eine Legende jemand ist zu dem man hochblicken kann und das sind dann halt, Ali, Frazier, Marciano und auch ein Joe Louis. Sie haben nicht immer alles richtig gemacht, aber waren nicht nur in Probleme verwickelt wie Iron Mike.

    P.S.
    Die Klitschkos gehören für mich aber auch “noch” nicht zu diesem Kreis, zum einen sind sie einfach zu aktuell und ich kann keinen aktiven Sportler als Legende ansehen. Zum anderen haben sie aber auch ein Riesenproblem, sie haben einfach keine Gegner mehr.
    Der letzte wirkliche Gegner war eigentlich Lewis, der hat es aber nach seinem mehr als glücklichen Sieg gegen Vitali vorgezogen abzutreten, wir werden also nicht wie bei Ali/Frazier in den Genuss von drei Kämpfen kommen um zu sehen wer best of three ist.

    Denn was fast alle großen ausgezeichnet hat, sie sind wieder gekommen nachdem sie auch mal verloren haben und Vitali ist zurückgekommen.

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