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Tony Yoka bezwingt Michael Wallisch vorzeitig

Tony Yoka, der französische Amateur-Weltmeister von 2015 und Olympiasieger von 2016, bezwang den Deutschen Schwergewichtler Michael Wallisch in Nantes vorzeitig in Runde 3. Damit holte sich Yoka nach seiner einjährigen Sperre den zweiten TKO-Sieg und ist weiter auf dem „aufsteigenden Ast“.

Zu Beginn des Kampfes tasteten sich beide Boxer wie üblich vorsichtig ab. Yoka war dabei allerdings etwas dominanter und drängte Wallisch in den Rückwärtsgang. Es gab Gegenreaktionen und Wallisch machte in den ersten beiden Runden noch den Eindrück, dass er mit eingestreuten Befreiungsschlägen seine absehbare Niederlage verzögern wollte. Bis auf kleinere Attacken kam allerdings recht wenig vom Gastboxer aus Deutschland. Der Franzose war Chef im Ring. Das entsprach den Erwartungen und war sicher auch so gedacht, falls man das so sagen kann.

In der Mitte der 3. Runde musste Wallisch nach 2 Körpertreffern, einer Geraden und einem Aufwärtshaken „Knie nehmen“. Er war deutlich sichtbar angeklingelt und Yoka wusste, dass er jetzt nur nachsetzen muss, um den Kampf genau so früh wie gegen Dimitrenko für sich zu entscheiden.

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So kam es dann auch: Wallisch zeigte nach dem Anzählen noch einmal seine Kampfbereitschaft. Yoka feuerte sofort ein halbes Dutzend Schläge ab, die Wallisch erneut auf die Knie gehen ließen. Ringrichter Pierre Derval beendete darauf hin den Kampf, bevor Wallisch womöglich noch größeren Schaden genommen hätte.

Ohne Wallisch oder Dimitrenko in irgend einer Weise angehen zu wollen muss man sagen, dass sie gegen Yoka nichts weiter als Aufbaugegner waren. Beide haben hoffentlich eine gute Börsen bekommen und eingesehen, dass ihre eigenen, vielleicht früher einmal ganz großen Boxerträume unerfüllt bleiben werden.

Hier der Kampf: 

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5 Kommentare

  1. 29. September 2019 at 11:31 —

    Im Schwergewicht bewegt sich was, dass kann für die “Königsklasse des Boxens” nur förderlich sein.

    Mit Boxern wie Joshua, Ruiz, Fury und Wilder hat man die WM Plätze gut verteilt. Ebenso nachplatzierte wie Kownacki, Parker, Whyte oder Miller, die vllt. immer mal irgendwo an nen “Shot” kommen.

    Mit Boxern wie Oritz, Povetkin, Pulev oder Chisora hat man zudem gute Gradmesser, die es zu besiegen gilt, wenn man ganz oben anklopfen will.

    Und mit Boxern wie Dubois, Yoka oder auch Ajagba hatten man die Generation der U27, die es auf jeden Fall auch nach ganz oben schaffen könnten.

    Und nicht zu vergessen last but not least unser All-Time-Fav Manuel, der das Feld von hinten aufrollen wird. O_o

    • 29. September 2019 at 16:34 —

      Der letzte Satz ist der beste… 😉

    • 29. September 2019 at 18:13 —

      Gute Einschätzung, jedoch hast du Usyk vergessen meiner Meinung nach.

      • 29. September 2019 at 18:32 —

        Ist mir im Nachhinein auch aufgefallen. Man kann hier immer noch nicht editieren. O_o

        Anderseits würde ich ihn auch erstmal ein paar Mal im HW gerne sehen um besser beurteilen zu können, ob er hier auch so dominant ist, wie im CW. Aber vom Skillset ist er natürlich auch mindestens in den Top 5 bis 10 dabei.

        • 29. September 2019 at 23:26 —

          Da haste Recht, er ist erstmal in der Bringschuld. Aber wer so gut Boxen kann, der sollte auch mit paar Kilo mehr in der weltspitze mitmischen können. Glaube ich zumindest.

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