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Tommy Fury – auf den Spuren von Tyson

Tommy Fury – auf den Spuren von Tyson

Der 20-jährige Tommy Fury ist der jüngste der Furys im Profiboxring. Nach 12 Amateurkämpfen wechselte Tommy im Jahr 2018 zu den Profis, erhielt aber eine Einladung zur britischen Ausgabe der Dating-Reality-Show „Love Island“. Tommy Fury folgte dem Ruf und wurde im Lauf des Sommers nicht nur ziemlich populär, sondern verpasste auch nur knapp den ersten Platz.

Tyson Fury war zuerst unsicher, ob die TV-Ambitionen seines kleinen Bruders der Boxkarriere nicht im Weg stehen würden: „Ich dachte, er ist ein gut aussehender Bursche, und es könnte sein, dass er eher ein TV-Reality-Star ist, als ein Boxer. (…) Dann habe ich darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es seiner Karriere nur förderlich ist, wenn mehr Leute ihn kennen.”

Nach seinem Ausscheiden aus der Show ist Tommy, der ebenso wie Tyson bei Frank Warren unter Vertrag steht, nun wieder als Boxer aktiv. Am Samstag steht der Halbschwergewichtler in der Londoner Copperbox Arena auf der Undercard von Daniel Dubois vs Kyotaro Fujimoto im Ring, der Gegner ist noch nicht bekannt.

Seit Jahresbeginn hatte Tommy Fury bei Ricky Hatton in Manchester trainiert, nun haben sich Fury und Hatton einvernehmlich getrennt. Vor einem Monat soll Tommy Fury zuletzt in Hattons Fitnessstudio auf der Market Street in Hyde gesehen worden sein. Möglicherweise plant Tommy, Tyson zu folgen und ebenfalls bei Javan ‘Sugar’ Hill im Kronk-Gym zu trainieren.

Zwischenzeitlich hatte Tyson Fury seinen Bruder beim Training unterstützt und man kann wohl davon ausgehen, dass Tyson den dritten Kampf seines Bruders am Samstag live vor Ort verfolgt. Man darf gespannt sein, wen Frank Warren als Gegner verpflichtet.

 

Zwar möchte Tommy Fury nach eigenem Bekunden eines Tages Weltmeister werden, doch die bisherigen beiden Gegner geben schwerlich Aufschluss darüber, ob das ein realistischer Wunsch ist. Gegen den litauischen Journeyman Jevgenijs Andrejevs, Bilanz 10-102-3, musste Tommy bei seinem Debüt sogar über die volle Distanz von vier Runden gehen.

„Ich möchte nicht gegen Leute kämpfen, die ich leicht besiegen kann. Ich möchte mich weiterentwickeln, indem ich jedes Mal, wenn ich in den Ring steige, einen höheren Level erreiche.“ hat Tommy Fury in einem Interview gesagt,

Nun bleibt abzuwarten, ob der 20-jährige – vollmundiger Kampfname ‚TNT‘ – seinen Worten auch Taten folgen lassen kann. Zu vermuten ist allerdings, dass auch der kommende Gegner ein Journeyman mit negativer Kampfbilanz ist.

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4 Kommentare

  1. 19. Dezember 2019 at 09:27 —

    haben anscheinend alle in der Familie das Bedürfnis nach Darstellung.
    …und nach 12 Amateurkämpfen gleich in den Profibereich…
    da kann einer kaum abwarten mit dem Namen Fury Geld zu verdienen. Wenn das nicht noch nach hinten losgeht.

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