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Titelvereinigung WBA & WBC: Danny Garcia verliert gegen Keith Thurman knapp nach Punkten!

Sugar Ray Leonard gegen Thomas Hearns, De La Hoya gegen Trinidad oder Floyd Mayweather gegen Manny Pacquiao schrieben die Geschichte der Titelvereinigungen im Weltergewicht des Profiboxsports. Bei dem erst zehnten Titelvereinigungskampf im Weltergewicht (WBA & WBC), in New York – Brooklyn, vor mehr als 16 000 begeisterten Zusehern im Barclays Center, gelang Keith “One Time” Thurman ein knapper Sieg über Danny “Swift” Garcia.

Trainerlegende Ben Getty, der zu Lebzeiten mit Leuten wie Sugar Ray Leonard oder Kenneth Gould Erfolge feierte, hat es Keith bereits in jungen Jahren  prophezeit. Mit einem knappen Sieg per Split-Decision , im erst dritten Titelvereinigungskampf zweier unbesiegter Champions, machte sich Thurman (28-0, 22Ko’s) zum Doppelweltmeister im Weltergewicht und seinen verstorbenen Trainer und Entdecker wohl eine große Freude im Boxhimmel.

http://www.pound4pound.com/FightReport/2009/BenGettyPasses.htm

http://www.pound4pound.com/FightReport/2009/BenGettyPasses.htm

“Ben Getty believed in me before I knew that I had the ability to become a champion. He said that I was destined for greatness. He made me dedicate myself to the sport of boxing.” – Keith Thurman

Für Danny Garcia (33-1,19 Ko’s) war es der erste verlorene Kampf und wenn man sich das Repertoire des Boxers aus Philadelphia näher betrachtet, hätte er auch gute Chancen auf einen Sieg gehabt. Gute Reflexe, gutes Kinn und ein linker Haken mit Knockoutqualität sind nur ein paar Qualitäten von Danny.  Doch Thurman war von Beginn an der schnellere , beweglichere Boxer und bestimmte das Tempo und landete bereits in der ersten Runde eine harte Rechte die seinem Gegner kurzzeitig  beeinträchtigte. Garcia versuchte mit Körpertreffern seinem Gegner die Luft zu nehmen und hatte mit Fortlauf des Kampfes immer mehr Erfolg mit seinen Aktionen. Thurman boxte klug und nutzte seinen Jab und schnelle Beine um die Distanz zu wahren. In manchen der mittleren Runden fokussierte er sich auf die letzten 30 Sekunden um die jeweilige Runde zu stehlen.  Nach einem  guten Start entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell der beiden unbesiegten Champions. Thurman landete mehr Schläge im gesamten Fight als Garcia , der aber mit einer höheren Prozentzahl traf- bezeichnend für diesen relativ ausgeglichenen Titelvereinigungskampf.

Schlagstatistik von Sho Stats:
Total Punches Landed/Thrown
THURMAN [147/570, 25%]
GARCIA [130/434, 29%]

Garcia versuchte stets an den Mann zu gehen und landete ebenfalls starke Schwinger, die aber kaum unbeantwortet blieben. Die Konterschläge von Garcia fanden an diesen Abend nicht wie gewohnt, spielend leicht, ihr Ziel, weil Thurman stets um seinen Gegner tänzelte und meist eine Antwort hatte. In den letzten drei Runden machte es den Eindruck, Thurman sei sich seinem Sieg viel zu sicher und schlug deutlich weniger als zuvor. Er wurde immer schneller- um nicht zu sagen, er rannte wie Oscar de la Hoya vor Felix Trinidad im Duell um die Krone im Weltergewicht 1999.  Garcia schaffte mit einem starken Auftritt in den “Championship-Rounds” ein spätes Comeback, konnte die knappe mehrheitliche Punkteentscheidung (116-112, 115-113 für  Thurman / 115-113 für Garcia) jedoch nicht mehr verhindern.

“I was not giving the fight away. I felt like we had a nice lead, and we could cool down. I felt like we were controlling the three-minute intervals every round. My defense was effective. He wasn’t landing.” – Keith Thurman

“I came up short tonight. I thought I was the aggressor. I thought I pushed the pace, but it didn’t go my way. I thought I won, and I was pushing the fight, but it is what it is. He was trying to counter. I had to wait to find my spots.” – Danny Garcia
Pressekonferenz nach dem Kampf

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18 Kommentare

  1. 6. März 2017 at 14:08 —

    Also um ehrlich zu sein, ich fand den Kampf alles andere als spannend, was vor allen Dingen an Garcia lag, dem fiel ja gar nichts ein!
    Der Punktrichter der für Garcia gestimmt hat gehört auf Lebzeiten gesperrt, was hat der bloß gesehen das er Garcia in Führung hatte!?

    Bin ja etwas älter als die meisten anderen User hier, habe mich vor dem Duell an den Vereinigungskampf von Leonard-Hearns zurück erinnert, das war ein spannendes Gefecht mit spektakulären Ende, im Vergleich dazu war der Kampf Thruman/Garcia Kindergeburtstag!

  2. 6. März 2017 at 14:29 —

    Total realistische und bodenständige Selbsteinschätzung von Garcia..
    Der Junge ist absolut sympathisch, das muss in der Familie liegen…..

  3. 6. März 2017 at 15:44 —

    Thurman wurde aber auch oft erst aktiv, wenn die letzten 10 Sekunden angekündigt wurde. Ein kleiner Rundendieb.
    Die ersten Runden waren gut und ich dachte schon, dass Garcia gleich auf die Bretter geht und dass ich mir das frühe aufstehen hätte sparen können, aber je länger der Kampf ging, desto mehr dachte ich mir so, dass ich mir das frühe aufstehen hätte sparen können…

  4. 6. März 2017 at 16:18 —

    Vor ca. 3 Jahren dachte ich, dass Keith Thurman DER kommende Superstar ist. Das muss ich jetzt langsam doch leicht relativieren.
    Nicht falsch verstehen: Er ist ein toller Boxer, aber eben nicht so absolut überragend wie ich mal dachte.

    Danny Garcia hatte das Problem, dass ihm Thurman wenig Gelegenheiten zum Kontern gegeben hat. Insgesamt hatte One Time das Gefecht gut im Griff; 115:113 oder 116:112 war als Wertung okay.

    Der Kampf war stark, aber nix was lange in Erinnerung bleibt.

    • 6. März 2017 at 20:35 —

      Also genau das Gegenteil von, was ich vor drei Jahren dachte und heute denke. Damals hatte ich den Eindruck, Thurman sei offensiv top, aber defensiv so lala, schwaches Kinn und außerdem vor allem ein Boxer, der gegen handverlesene und genau auf One Times Stärken zugeschnittene Gegner (Zaveck, Soto Karass) glänzt, aber einbricht, sobald ein guter Gegner auch mal zurückschlägt. Der Kampf gegen Collazo hat den Eindruck sogar nochmal verstärkt. Aber dann kamen Shawn Porter und Garcia und Thurman ist nicht eingebrochen, im Gegenteil, nach der Energieleistung gegen den meiner Meinung nach höher als Garcia einzuschätzenden Porter nun der boxerisch überlegen geführte Fight gegen DSG. Mein Gefühl ist, dass Thurman als Boxer ziemlich komplett ist, er kann fighten und brawlen, aber auch kontern und meiden und wenn es eben sein muss, der Kampf eh schon gewonnen wurde und es der Gesundheit zuträglich ist, auch mal rennen und potshotten. Was ist dabei, so hat Floyd jeden seiner Kämpfe (im Weltergewicht) gewonnen?

      Es gibt natürlich noch das Enigma Spence, das wir ja am 20. oder 27. Mai gegen Brook erleben werden, aber außer den beiden kann Thurman im WW im Augenblick niemand gefährlich werden.

      • 6. März 2017 at 21:49 —

        Enigma Spence ist der Golem vom Makaken-König ^^

        • 9. März 2017 at 14:23 —

          Moin könnt ihr meinen Kommi oben dann auch löschen? DIeser Satz macht ja so keinen Sinn und dieser kann anschliessend auch gekickt werden. Danke

          MfG

  5. Ganz ehrlich, ich kann dieses ewige gejammer um das wegrennen nicht mehr hören.

    Es ist immer die gleiche verdammte leier! Immer wenn der eigene boxer verliert, ist der gegner gerannt. Ist der eigene boxer in bedrängnis und rennt weg, heißt es es war taktisch klug. Ich kann diese f.otzen wie Angel Garcia echt nicht mehr hören, die immer so tun als wüssten sie nicht wie das Boxen funktioniert und vor allem so tun als gäbe es nur den einzig wahren Weg im Boxen zu gewinnen und alle anderen methoden sind unehrenhaft.

    Erinnert mich genauso an die homos die immer beim fussball meckern wenn auf defensive art und weise gewonnen wird. Die leute werden es wohl nie begreifen, dass Fussball nicht Kunstball heißt und Boxen nicht nur offensive bedeutet.

    Obwohl ich von Thurman nicht viel halte, bin ich froh das er gewonnen hat, schon allein wegen Crackhead Angel Garcia. ´
    Zu diesem kampf wäre es nie gekommen, wenn Danny nicht schon so viele geschenke bekommen hätte. Von daher kann sich sein Bahnhofspenner von Vater für diesen Zahltag bedanken, somit ist die nächste Ladung Crystal Meth gesichert.

    • 6. März 2017 at 20:38 —

      Stimme dir zu: Danny „Gift“ Garcia wurde eine Split Decision geschenkt am Samstagabend – der Alte sollte sich darüber freuen und mit dem Punktrichter, der das so gesehen hat eine Line ziehen, anstatt sich über die Niederlage seines Sprösslings aufzuregen.

      • 6. März 2017 at 21:32 —

        Wie viele Punkte gibt es für mein Profilbild auf der Kreativdirektor-Skala von 1-10?
        Leider ohne 4k Monitor angefertigt. Daher etwas ungenau und pixelig!

        • 6. März 2017 at 22:59 —

          Ich gib dir volle 10 Punkte für dein Profilbild. 😚😚😚😙😙😘😘😘😗😗😗

          • 7. März 2017 at 08:41

            Weißt du wer auch daran schuld ist, dass deine Freundin nicht mehr alleine nachts raus kann?
            Fängt mit Mick an und hört mit Zwingenberger auf!

    • 7. März 2017 at 08:16 —

      Ich kann Typen nicht leiden, die in einem Boxkampf wegrennen. Wenn es brenzlig wird, dann ‘na meinetwegen’.
      Aber Wegrenner haben einen taktischen Vorteil, denn der beste Moment einen zu kontern oder zu erwischen, ist der, wenn dein Gegner in deinen ‘Dunstkreis’ tritt.
      Otto Rehagel hat schon gesagt, dass man genauso gut 10 Leichtathelten hinten reinstellen kann, um ein Spiel zu sabotieren, dazu müssen sie nicht einmal Fußball spielen können.
      Mauern beim Fußball oder wegrennen beim Boxen ist nichts anderes als Sabotage am Sport. In anderen Kampfsportarten wird man abgestraft, wenn man zu wenig macht oder sich nicht stellt. Typen wie Lara und Co. gäbe es gar nicht.

      • 7. März 2017 at 08:47 —

        Hahaha, das hat Rehagel gesagt, echt? Und mit seiner hemmungslosen Offensivtaktik und sensationellem Kombinationsfußball ist Griechenland ja dann auch 2004 Europameister geworden.

        • 7. März 2017 at 09:02 —

          Hat er. Memmet Scholl hat diesen Spruch bei einer WM-Moderation zitiert (zu einem Italien-Spiel glaube ich). Hab mal ebend im Internet gestöbert, finde ihn aber nicht. Aber ich habe Rehgagel ihn bei einer Fußball-Talkrunde sagen hören.

      • Wenn otto das gesagt hat, dann hat er nun mal keine Ahnung.

        Am ende muss man trotzdem ein tor mehr machen als der gegner und wenn das gegnerische Team zu dumm ist aus 100 Chancen ein tor zu machen, dann sind sie eben schlechter. Das gleiche auch im Boxen. Auf die Effektivität kommt es an.

        Und wenn jedes Team ein Spiel gewinnen könnte indem sie sich nur hinten reinstellen, dann wäre der FC Buxtehude jetzt wohl Champions League sieger.

        Ob man bestimmte kampfstile leiden kann oder nicht, tut nichts zu sache. Fakt ist, es gibt mehrere wege ans ziel zu kommen und das muss man respektieren. Man kann nicht erwarten das jeder offensiv boxt. Wer das max. aus seinen möglichkeiten holt, ist einfach schlau, wer für die Fans boxen will ohne dabei seine stärken auszuspielen, ist einfach dumm.

  6. 6. März 2017 at 23:03 —

    Thurman gehört in seiner Gewichtsklasse zu den besten.Er hat alles was ein guter Boxer braucht.Speed,Power,Ringintelligenz,Ausdauer,ein gutes Kinn.Ich denke er hat alles um das Großmaul Spence zu schlagen.Auch Pacquiao hätte keine Chance gegen ihn.

  7. 8. März 2017 at 13:45 —

    Muss in der 8. oder 9. Runde eingeschlafen sein, selten so einen langweiligen Vereinigungskampf gesehen.

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