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Tina Rupprecht – WBC-Weltmeisterin braucht Unterstützung

Es ist eigentlich ein Unding, aber im Boxen gibt es immer noch unfassbare Unterschiede, was die Börsen und das Boxen allgemein anbelangt. Nicht nur das. Eine amtierende WBC-Weltmeisterin wie Tina „Tiny Tina“ Rupprecht braucht sogar finanzielle Hilfe, um überhaupt boxen zu können. Anders sieht es am anderen „Ende der Fahnenstange“ aus. Hier wird im WBC-Schwergewicht der Herren gar nicht erst um solche „Kleinigkeiten“ wie Kosten in Höhe von 40 000 € gesprochen. Fury oder Wilder könnten diesen Betrag locker aus der Portokasse bezahlen. Vor Jahren sagte WBC-Boss Sulaiman, dass keine WBC-Weltmeisterin unter 20 000 Dollar Börse boxen sollte. Jetzt muss “frau” sogar noch 40 000 € mitbringen, um überhaupt ihren Gürtel verteidigen zu können.

Zwischen Ex-WBC-Champ Deontay Wilder und dem jetzigen WBC-Weltmeister Tyson Fury geht es um Millionen-Börsen, die es für beide Seiten zu verdienen gibt. Die Kosten für die Organisation sind da eigentlich nur Peanuts. Noch steht für den Herren-Kampf in der höchsten Gewichtsklasse kein Termin fest. Der WBC- Frauen-WM-Kampf in der untersten Gewichtsklasse soll am 17. Juli in Hamburg über die Bühne gehen.

Tina Rupprecht wollte normalerweise bereits gegen eine andere Gegnerin ihren Gürtel verteidigen. Es sollte ein Vereinigungskampf mit IBF-Weltmeisterin Yoksta Valle werden. Zusätzlich sollte es noch um den IBO-Titel gehen. Doch daraus wurde nichts, weil die junge Dame aus Costa Rica scheinbar kalte Füße bekommen hatte und weder sie noch ihr Management die Verhandlungen zu Ende führten.

Jetzt hat sich für Rupprecht eine neue Gegnerin gefunden: Die Mexikanerin Katia Gutierrez. Sie trägt immerhin den WBC-Silverbelt im Minimumgewicht und ist eine würdige Herausforderin. Die 28-jährige Augsburgerin Rupprecht wird bei diesem Kampf den Heimvorteil genießen und in Hamburg boxen. Anders als gegen Yoksta Valle ist der Vertrag bereits unterschrieben und es gibt kein zurück mehr. Offen ist lediglich noch die leidige Frage der Finanzierung.

Die Kosten für diesen WM-Fight belaufen sich auf ca. 40 000€. Darin enthalten sind die Börse für Guiterrez, die Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten für sie und ihr Team. Um jetzt wenigstens einen Teil der Kosten aufzubringen, gibt es eine Spendensammelaktion. Das ist ein ungewöhnlicher Weg der Finanzierung, aber in Zeiten wie diesen ist es eine Notlösung, um den Kampf nicht platzen zu lassen.

Sollte Tina Rupprecht ihren Gürtel erfolgreich verteidigen können, bahnt sich bereits eine weitere Titelverteidigung an. Das wäre dann ein rein deutsches Duell. Die Gegnerin heißt dann Sarah „Babyface“ Bormann, die sich Ende Mai in Belgrad gleich 3 WM-Titel (WIBF, GBU und WBF) und den WBC-Interim sichern konnte.

Wer Tina Rupprecht unterstützen will, hat hier (Klick) die Gelegenheit dazu.

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39 Kommentare

  1. 9. Juni 2021 at 08:27 —

    OnlyFans muss kommen.
    Siehe Paige vanZant, katharina lehner, etc.

  2. 9. Juni 2021 at 11:18 —

    Naja, dass man bei Titelkämpfen von 10 x 2 Min gegen Gegner mit mitunter negativem Kampfrekord weniger verdient als bei einem Fight gegen Wilder oder Fury, sollte nachvollziehbar sein…

    Dass man als WM auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, ist natürlich dennoch sehr befremdlich…

  3. 9. Juni 2021 at 15:46 —

    Profiboxen ist ein knallhartes Geschäft und lebt von Angebot und Nachfrage. Letztere scheint offenbar nicht ausreichend hoch zu sein.

  4. 9. Juni 2021 at 16:51 —

    Ein wunderbares Beispiel, ähnlich wie beim Frauenfußball, wieso Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau beim Profisport nichts zu suchen hat.

    Das Geschäft wird bestimmt durch Angebot und Nachfrage. Wenn das Frauenboxen nun mal ein Nieschensport ist und keine Attention generiert, dann ist das eben so. Dann bleibt es für die hier erwähnte Dame eine sicherlich sportlich würdigende aber dennoch kommerziell wenig zu beachtende Leistung, wo sich ihre entstehenden Kosten eben nicht dauerhaft mit den Einnahmen decken.

    Wenn ein Frauenboxkampf 500.000 PPV Buchungen generiert, kann sich gerne jede Protagonistin die Taschen dick wirstchaften, wenn sie keiner sehen will, bleibt sie eben auf ihren Kosten sitzen.

    • 10. Juni 2021 at 08:44 —

      sehe ich nicht so. dass es nicht die gleichen börsen sein sollten ist klar. aber ein gewisses maß an solidarität, bzw. quersubvention sollte es geben. genauso wie in allen anderen sportarten. die sportarten die viel geld generieren sollten einen kleinen teil dafür für sportförderung weniger beliebter sportarten abgeben müssen. d.h. für Rupprecht solte es auch jetzt kein minus geschäft werden bzw. bei den kampf auch für sie ein gewinn von mindestens 10.000€ am ende rausspringen. dass es für sie im gegenteil eher kosten bedeutet ihre wm titel zu verteidigen darf es nicht geben. genau das ist der sinn von sportverbänden und das sollten genau diese eig. hier sicherstellen mit dem millionen die sie bei den topkämpfen verdienen!

      • 10. Juni 2021 at 16:21 —

        Das mal wieder ein super Beispiel was für ein Hirni du bist. Also mit anderen Worten wenn ich mehr Geld verdiene als mein Nachbar soll ich ihm etwas geben weil es solidarisch wäre. Was wenn er sich mit einem Kredit übernimmt? Soll ich dann auch mal paar Raten übernehmen?

        • 11. Juni 2021 at 11:27 —

          sag mal liest du eigentlich auch. im 2. satz habe ich das bereits verneint: “dass es nicht die gleichen börsen sein sollten ist klar.”
          Es geht nicht darum dass sie das gleiche verdienen soll. es ist völlig ok dass ein fury oder joshua viel mehr verdient. es geht darum, dass es aber auch für sie möglich sein sollte vom sport zu leben und nicht die veranstaltung selbst mit 40.000 minus aufstellen zu müssen. das nennt sich sportförderung. im profifußball müssen z.b. die top vereine geld zugungsten von amateurclubs abgeben.

          • 11. Juni 2021 at 14:06

            Sag mal liest du deinen Mist auch mal. Ich habe nicht kritisiert das Frauen nicht die selben Börsen bekommen sondern das Sportler die mit ihrer Ware mehr Umsatz generieren unterbezahlte Sportler bezahlen sollen. Wenn überhaupt wäre das die Aufgabe der Promoter.

          • 11. Juni 2021 at 14:20

            Du schreibst: “Also mit anderen Worten wenn ich mehr Geld verdiene als mein Nachbar soll ich ihm etwas geben weil es solidarisch wäre.”

            Gut das interpretiere ich so als ob du genau das kritisirst dass die männlichen boxer mehr erhalten.
            Es geht hier ja gar nicht um verdienen. Rupprecht verdient nichts im Gegenteil sie muss 40.000€ aufbringen um ihren titel verteidigen und damit behalten zu können.
            ein boxpomoter stellt auch nur boxer an mit denen er verdienen kann. er macht das nicht aus solidarität sondern auf gewinnsucht. und das ist schon auch ok. aber es sollte eine möglichkeit geben für spitzensportler aller sportarten ihren sport auszuüben ohne eben dafür sich hoch verschulden zu müssen. und das sollte durchaus auch bei profiboxen so sein und dafür sollte es mechanismen geben die das eben ermöglichen. ich verlage nicht dass boxer dieser gewichtsklassen dann reich werden.

          • 11. Juni 2021 at 14:22

            Ach übrigens, dass du denen etwas “gibst” die deutlich weniger verdienen als du (falls du etwas verdienst) das ist ja schon heute so. Das nennt sich Sozialstaat und Umverteilung. Durch deine Steuern, Krankkassenbeiträge und Beiträgen zu anderen Sozialversicherungen passiert das schon und das beruht eben auf Solidarität und dem Solidarsystem.

  5. 9. Juni 2021 at 21:04 —

    Dann soll sie wieder zurückkehren und als Hausfrau tätig sein, und aufhören sich zu Emanzipieren. Damit wird die Rollenverteilung nur noch mehr gestört und die Scheidungsrate steigt, während die Geburtenrate weiterhin drastisch sinkt. Wann versteht ihr Frauen das endlich, man kann die Evolution nicht übergehen.

    • 9. Juni 2021 at 22:37 —

      Das ist jawohl der Stand von 1950 …

      • 10. Juni 2021 at 08:44 —

        nein leider der aktuelle in russland und leider auch in genug parallelgesellschaften in deutschland

        • 10. Juni 2021 at 11:17 —

          Wie ist denn der aktuelle Stand in Bulgarien oder wo kommst du her Brennov?

          • 10. Juni 2021 at 12:40

            wie kommst du drauf ich käme aus bulgarien. B ist schon richtig. Bayern wäre aber die richtige bezeichnung. da ist es allerdings auch noch nicht so wirklich gut.

          • 10. Juni 2021 at 13:00

            Sorry, ich dachte Brennov wäre bulgarisch.

    • 11. Juni 2021 at 14:40 —

      @ Putin

      Tja Putin, die gehörst anscheinend auch zu denen die mit einer emanzipierten und/oder starken Fau nichts anfangen können!? Du tust mir leid!

  6. 10. Juni 2021 at 10:52 —

    Das ist schon traurig was aus dem Deutschen Boxsport geworden ist und bei den Frauen scheint es noch viel schlimmer zu sein als bei den Männern.
    Hoffe das Tina Rupprecht das Geld noch zusammen bekommt und Boxen kann.
    Von der Bormann sollte sie aber auf jeden fall die Finger lassen, da sehe ich Rupprecht in allen bereichen absolut chancenlos.
    Missmatch par excellence.

  7. 10. Juni 2021 at 11:14 —

    Tut mir leid für Frau Rupprecht, aber man muss auch mal (wie einige User bereits erkannt hatten) der Realität ins Auge sehen. Es gibt keinen Markt in Deutschland, also woher sollen bitte die finanziellen Mittel herkommen? Ohne TV Partner oder eine große Streaming Plattform läuft nichts, das sollte so langsam auch der größte Pfosten dieser Seite begreifen. Wenn man die Gewichtsklasse der Dame genauer betrachtet, fällt einem auf, dass weltweit nicht mal 90 aktive Boxerinnen gelistet sind. Worüber reden wir? Des Weiteren finde ich den Vergleich mit dem HW der Männer etwas unangebracht. Fuchs, du schreibst ja auf boxen.de auch nicht über das Strohgewicht oder Halbfliegengewicht der Männer, weil vermutlich deiner Meinung nach kein Interesse bei der Mehrheit der User besteht. Vielmehr solltest du dort mal auf die Höhe der Börsen schauen, gemessen an der Leistungsdichte sind die Einnahmen erschreckend.

    • 10. Juni 2021 at 15:14 —

      die finaziellen mittel sollten einfach durch quersubvention von den männerboxeinnahmen kommen. nicht soweit, dass die frauen die gleichen börsen verdienen. sondern soweit, dass sie ihr titel verteidigen kann und von dem erlös leben kann.

      • 11. Juni 2021 at 07:40 —

        Genau, das ist mal wieder ein richtig durchdachter Vorschlag. Wie lange sollen diese Subventionen gehen? Bis die Eigentumswohnung abbezahlt ist? Wenn du schon einen auf sozial machst, warum schickst Du ihr nicht mal einen 1000er über PayPal?

        • 11. Juni 2021 at 11:30 —

          woher weist da, dass ich mich nicht längst an der sammelaktion beteiligt habe. nur so in allen anderen sportarten ist das so. es wird sogar zwischen sportarten umverteilt. so müssen die proficlubs hier abgaben bezahlen die amateuervereinen und sportlern zu gute kommen.

  8. Es ist eigentlich ein Unding, aber im Boxen gibt es immer noch unfassbare Unterschiede, was die Börsen und das Boxen allgemein anbelangt
    ————————

    Es ist kein Unding, sondern einfach nur logisch. Männliche Models verdienen auch viel weniger als weibliche.

    Man könnte jetzt auch sagen es ist ein Unding das Tischtennis Spieler weniger verdienen als Fussballer, aber dem ist nicht so. Fussball kann man besser vermarkten, mehr leute Spielen fussball also ist auch mehr Geld drin.

    Wenn sich Frauen mehr fürs Boxen interessieren würden, würden Frauen auch besser bezahlt werden im Boxen. Aber wenn sich zu 90% nur Männer fürs Frauenboxen interessieren dann gibt es viel Weniger Potenzial für Werbung. Das Schränkt den Kreis nun mal deutlich ein.

    Man braucht jetzt also nicht so tun als ob die Bösen Männer wieder Schuld an allem sind. Jede Frau wird im Boxen genauso viel Geld verdienen wie ein Mann wenn das interesse der Zuschauer da ist.

    Ich gönne jeder Boxerin das gleiche Geld wie den Männern, aber man muss dabei einsehen das ein großer Check nur dann Zustande kommt wenn ALLE beteiligten Firmen, Sponsoren, Veranstalter etc auch davon profitieren können.

    • 10. Juni 2021 at 13:59 —

      “Es ist kein Unding, sondern einfach nur logisch. Männliche Models verdienen auch viel weniger als weibliche”

      HAHAHHA zu geil wenn man denn diese Genderpaygab (oder wie das geschrieben wird) sieht die immer klagen das Frauen im Durchschnitt 19 Prozent weniger verdienen wobei auch nie argumentiert wird um was für Berufe es genau geht, das mit den Model wird dann auch gerne unterschlagen, leck mich am Arsch :-D.

      • 10. Juni 2021 at 15:12 —

        nein wird es nicht in den 19% sind die models genauso mit drin wie alle anderen. auch ist mit drin dass mehr frauen teilzeit arbeiten aber auch darauf wird immer hingewiesen. aber genau das ist eben das problem. warum ist das so. weil frauen eben auch oft mehr teilzeit arbeiten “müssen”. und so tappen sie in die rentenfalle. außerdem werden halt oft berufe in denen viele frauen arbeiten schlechter bezahlt. und das liegt nicht etwas daran weil sie weniger wichtig sind sondern weil sie keine solche lobby haben um mehr geld zu verlangen. und warum haben sie die lobby nicht. weil es eben mehrheitlich frauen sind. und es verändert sich langsam etwas aber da ist noch ein rießiger weg zu gehen. im prinzip ist es erst erreicht wenn es völlig normal ist, dass es genauso viele hausmänner wie hausfrauen, männer in babyzeit wie frauen und männer in teilzeit wie frauen gibt. und dann wird das paygab auch fast verschwunden sein. auch wenn natürlich es noch einen faktor gibt, dass frauen und männer anders verhandeln der macht aber nur ca. 2% aus.

  9. 10. Juni 2021 at 14:43 —

    Kann mich den meisten Kommentaren hier nur anschließen. Es gibt arme Künstler*innen, arme Metzger*innen und eben auch arme Sportler*innen. Tina Rupprecht mit Tyson Fury vergleichen zu wollen, ist, wie wenn man Lionel Messi mit einer Amateurligaspielerin vergleichen würde, da gibt es nicht nur einen vermarktungswertigen, sondern auch einen deutlichen sportlichen Klassenunterschied. Wie User loveboxing deutlich gemacht hat, reicht es für Rupprecht selbst in ihrer dünn besetzten GK nicht für ganz oben, auch Seneisa Estrada sehe ich da um einiges stärker. Außerdem muss ich meiner ganz persönlichen Empfindung Ausdruck verleihen, dass ich so eine Mitleidstour einfach nur erbärmlich finde. In diesem Sinne:

    Jammer nicht herum, sondern kämpfe, Bitch!

    • 10. Juni 2021 at 15:20 —

      hast du den artikel gelesen. genau das kann sie nicht. sie kann die 40.000€ kosten die sie der kampf kostet nicht aufbringen. der amateurspieler verdient nicht viel aber er hat keine kosten in der höhe die er aufbieten muss pro saison. viele verdienen sogar ziemlich gut. ich habe früher 6. liga (hieß damals Bezirksoberliga) gespielt und da auch schon ganz gut verdient (zum leben noch etwas dünn aber genug als student, gab aber top spieler in meiner mannschaft die davon gut leben konnten mehrer tausend euro pro monat gab es teilweise).

      • 10. Juni 2021 at 16:10 —

        Im Ernst, brennov, ich finde den Gendergap, was den Verdienst angeht, alles andere als gut. Ich habe auch nichts gegen Frauen, die in traditionellen „Männersportarten“ versuchen, Erfolg zu haben – im Gegenteil. Es gibt Frauen, die sehr gut boxen können, die sich damit eine entprechende Promotionsplattform erarbeitet haben und – against the odds – jetzt sehr erfolgreich sind. Zum Beispiel der Werdegang von Jessica McCascill, das finde ich beeindruckend. Diese Bettelnummer hier mag ich persönlich einfach nicht – das kann sie sich doch vorher überlegen, ob sie das Geld aufbringen kann. im Übrigen hatte ich mit 28 Jahren auch nicht so stande pede 40.000 Tacken zur Verfügung, sondern habe auf dem Bau gearbeitet, um mir meinen Sport und meine Auslandsaufenthalte leisten zu können.

        An vielen Artikel von fuchs über das Frauenboxen stört mich die völlig subjektive und meiner Meinung nach verdrehte Sichtweise, dass jeine Frau, nur weil sie einen gewissen Erfolg im Boxen hat, automatisch so viel verdienen muss wie Fury oder Canelo. Ab wann darf man sich da als Sportler anfangen, zu beschweren? Warum verdient Bud Crawford nicht so viel wie Canelo, warum Mikaela Mayer nicht so viel wie Clarissa Shields? Das ist doch eine schwachsinnige Neiddebatte, die zu nichts führt.

        • 10. Juni 2021 at 20:45 —

          Ich habe nur darstellen wollen, dass es bei Rupprecht und Fury um genau den gleichen Rang (Weltmeister) und Titel (WBC) geht und wie groß die Unterschiede dabei sein können (anderes Ende der Fahnenstange).

          Ich schreibe über das Frauenboxen genau so wie über Männerboxen. Wenn es gut ist, ist es gut. Wenn es Murks oder Betrug ist, dann schreibe ich das auch.

          Ich will wenigstens in der Berichterstattung fair sein und nicht irgendwelche Meinungen unterstützen, die Frauenboxen abwerten und herabwürdigen. Frauen trainieren sich in der Regel genau so den Arsch ab wie Männer. Manche vielleicht sogar mit noch mehr Disziplin und Ehrgeiz.

          Es gab Zeiten, wo Klaupe Kohl (Universum-Vertrag mit ZDF) den Zuschauern das Frauenboxen regelrecht aufgedrängt hat. Gegenstand des Vertrags war, dass Kohl soundsoviel WM-Kämpfe pro Jahr zeigen muss. Er hat dabei ZDF und Zuschauer gelinkt, indem er als Höhepunkt von fast jedem Event Frauen-WM-Kämpfe präsentiert hat. Diese Kämpfe waren billiger zu finanzieren als Männer-Kämpfe. Halmich, Menzer und Kentikian haben zu Teil sechsstellige Börsen bekommen und Kohl hat trotzdem seinen guten Schnitt gemacht.. Schwierige Gegnerinnen gab es kaum. Es gab z.B. im Fliegengewicht vor 15 Jahren gerade mal 20 aktive Boxerinnen.

          Es ist ein Unterschied zu den Männern zu sehen. Ich sehe lieber Frauen in den unteren Gewichtsklassen boxen, als in den oberen. Bei Männern ist es genau anders herum.

          Auch das unterschiedliche Regelwerk spielt eine Rolle. Frauenkämpfe dauern leider nur 10 Runden à 2 Minuten und es ist schwieriger ein KO herauszuarbeiten. Das wollen die Zuschauer genau so gerne sehen wie Boxsport mit feinster Klinge.

          Es ist wie ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist es der gleiche Sport und man setzt in der Erwartungshaltung die gleichen Maßstäbe an. Andererseits wird den Frauen aber nicht viel geboten, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Wenn ich mitbekomme, dass eine WBC-WM nur durch Spenden finanziert werden kann, finde ich das einfach nur traurig. Besonders wenn ich sehe, dass für Klamauk-Kämpfe, wie Mayweather vs Paul, hunderte Millionen Dollar rausgepulvert werden.

        • 11. Juni 2021 at 11:33 —

          nun teilweise magst du recht haben aber die 40.000€ wird sie auf dem bau nicht so schnell verdienen und auch nicht mit einem anderen job. noch dazu braucht sie dann gar nicht mehr antreten weil sie auf dem niveau dann chancenlos ist.

  10. 10. Juni 2021 at 16:34 —

    Warum gibt es eigentlich mal keine Debatte darüber, warum Männer im selben Alter in Rente dürfen wie Frauen, obwohl sie deutlich weniger Lebenserwartung haben?

    • 11. Juni 2021 at 11:35 —

      naja deutlich ist jetzt schon recht übertrieben aber es liegt bei ca. 2 jahren. da die meisten frauen aber ohnehin sogut wie keine rente bekommen ist die debatte eher eine scheindebatte. die meisten renten von frauen liegen unter der grundsicherung.

  11. 10. Juni 2021 at 16:35 —

    Warum gibt’s eigentlich keine Frauenqoute im Straßenbau oder für Fliesenleger?

    • 10. Juni 2021 at 18:51 —

      Es verhält wie damals mit dem Grundwehrdienst, viele wollen können,wenige wollen müssen ☺.
      Ich finde die Identitätspolitischen Debatten der letzten Jahre unerträglich, wenn Mann und Frau vorm Recht gleichgestellt sind,ist die Emanzipation der Frau abgeschlossen. Evolutionäre Faktoren werden uns stets dominieren, Frauen passen auf die Kinder auf,der Mann “jagt”. Unser komplettes Gehirn ist seit Jahrtausenden darauf getrimmt und jetzt sollen 50 Jahre Emanzipationsbewegung das Rad neu erfinden ?
      Frauen tun mir heutzutage am meisten Leid,noch nie wurden sie so in Förmchen gepresst wie heutzutage.
      Ich persönlich bin überzeugter maskulinist und in der Natur gibt es kein Gleichgewicht und Fairness schon gar nicht.

      Ich Falle von Tiny Tina sehe ich es so :
      Frauenboxen ist und wird immer nur eine Randerscheinung sein, folglich sollte man nicht naiv sein und sich beruflich parallel dazu aufstellen.

    • 10. Juni 2021 at 20:27 —

      Und damit hast du komplett Recht, mal ehrlich: ist eine Leistung über z. B. 100 Meter Sprint von einem Behinderten bei den Paralympics weniger Wert als von Usain Bolt? Eigentlich nicht beide trainieren hart dafür, nur der eine kann davon leben, der andere eben nicht. Der eine hat ein Produkt das er vermarkten kann und der andere eben nicht. Ich kann auch der beste Volleyball-Spieler der Welt sein und werde trotzdem weniger verdienen als ein 3. Liga Fußballer. Das ist nunmal so und z. B Brennov kommt da nicht auf die Idee das ein Spieler wie Messi z. B. Ausgleichszahlungen an weniger talentierte Spieler zahlen soll oder aber an Birgit Prinz. Aber beim Boxen soll das so gemacht werden. Sinnlos, Angebot und Nachfrage so einfach ist das. Ich kann meinen Trabi auch nicht verkaufen und Preise für einen Mercedes verlangen.

      • 11. Juni 2021 at 11:38 —

        doch der andere kann es auch. durch die sportförderung kann es ein 100m paralympischer sprinter zumindest während seiner aktiven zeit. Es geht nicht darum gleich viel zu verdienen sondern nur seinen sport und seinen lebensunterhalt bestreiten zu können wenn man spitzensport betreibt!

  12. 11. Juni 2021 at 14:50 —

    Irgeneiner von euch hat weiter oben geschrieben das dass Frauenboxen nur eine Randsportart ist………das mag in Deutschland sicherlich zutreffen…..obwohl viele Kämpfe oft besser sind als bei den Männern! In Argentinien und vor allen Dingen in Mexiko sieht das eher anders aus, aber da kennt sich reineckefuchs noch besser aus als ich!
    Abgesehen davon ist meines Wissens T.Rupprecht im Hauptberuf Lehrererin und auf den Boxsport finanzell nicht wirklich angewiesen, wobei man als Lehrerin auch nicht gerade ein Vermögen verdient, aber das ist ein anderes Thema!

    Aber eines verstehe ich trotzdem nicht, für die Börse ihrer Gegnerin ist ja nicht Rupprecht verantwortlich, das ist doch eher die Sache des Promoters/Managers! Das sie ihr Trainingslager selbst bezahlen muss…ok, aber da könnte der Manager oder Promoter auch erstmal einspringen!

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