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Thomas Oosthuizen bewältigt Pflichtaufgabe gegen Rowland Bryant

Der ungeschlagene Supermittelgewichtler Thomas Oosthuizen schlug am Donnerstagabend pflichtgemäß den US-Amerikaner Rowland Bryant nach Punkten. Der 24-jährige Südafrikaner beherrschte den Großteil der zwölf Runden in New York und verteidigte so seinen IBO-Gürtel zum fünften Mal erfolgreich.

Oosthuizen, der sich in den letzten Jahren durch Siege über Aaron Pryor Jr. und Marcus Johnson sowie ein Unentschieden gegen Landsmann Isaac Chilemba einen Namen gemacht hatte, versuchte von Anfang an seine Größen- und Reichweitenvorteile auszuspielen und den Kampf aus der Distanz heraus aufzuziehen. Während ihm das in der ersten Runde direkt gut gelang, fand Bryant jedoch in der Zweiten mit harten Kontern zum Kopf zum Erfolg. Oosthuizen etablierte in der Folge jedoch seinen starken Jab und reduzierte Bryant auf wilde Attacken, die nur selten durchkamen.

Der US-Amerikaner konnte lediglich etwas Erfolg verbuchen, wenn er die Distanz verkürzte und Oosthuizen an den Seilen stellen konnte. Doch auch dann tat er sich schwer und schien allgemein aus der Halbdistanz gefährlicher als in der Nahdistanz. Aus dieser landete er auch in der sechsten Runde seinen bis dahin besten Treffer mit einer harten rechten Geraden, der er mehrere linke Haken folgen ließ. Oosthuizen zeigte sich jedoch nicht lange davon beeindruckt und fand in der zweiten Hälfte der Runde wieder in seinen Rhythmus zurück.

Der Jab des Südafrikaners bestimmte den Kampf deutlich und hielt die Distanz aufrecht, die eindeutige Vorteile für Thomas Oosthuizen mit sich brachte. Zudem war dieser clever genug immer wieder Körpertreffer von außen einzustreuen, die ihre Spuren bei Bryant hinterließen, dessen Aktivität in den hinteren Runden nachließ. Zwar hatte Bryant in der neunten Runde noch einmal ein wenig Erfolg mit ein paar rechten Geraden, doch Oosthuizen schüttelte diese relativ locker ab, was Bryant, der als harter Puncher gilt, wohl kaum gewohnt sein dürfte.

Die letzten drei Runden gehörten erneut dem deutlich abgezockter und technisch besser boxenden Oosthuizen, der auch in der zwölften Runde erfolgreich den Matador für den noch einmal wild agierenden Stier Bryant mimte. Die drei Punktrichter sahen Thomas Oosthuizen nach dem Schlussgong völlig verdient einstimmig mit 118-110, 117-111 und 117-111 vorne. Damit fuhr der 24-Jährigen seinen zwanzigsten Profisieg ein, während Bryant gerade einmal seine zweite Niederlage hinnehmen musste. Zuvor hatte ihn lediglich Demetrius Davis schlagen können, ehe Bryant im April dieses Jahres mit einem KO-Sieg über Librado Andrade auf sich aufmerksam hatte machen können. Für Thomas Oosthuizen könnte unterdessen als nächstes ein großer Kampf gegen Carl Froch anstehen.

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4 Kommentare

  1. Tom
    3. August 2012 at 16:17 —

    Ich hoffe der Kampf gegen Froch kommt zustande,denn dann könnte Froch ernsthafte Probleme bekommen!
    Schade allerdings das Oosthuizen über keine all zu große Schlagkraft verfügt,denn dann hätte er die Möglichkeit im Supermittel mal die Weltspitze zu dominieren!

  2. Ferenc H
    3. August 2012 at 16:41 —

    @Tom ich habe den Kampf gerade gesehen und bin eher der Meinung das Oostuizen noch zu unreif ist für Froch ich denke auch das er gegen Froch vorzeitig verlieren wird. Wie ich das genau meine? Oosthuizen schlägt viele (wilde) Luftlöcher und wirkte auch zwischendurch unkonzentriert und Froch ist sehr abgebrüht so das er das eiskalt ausnutz.

    mfg

  3. Tom
    3. August 2012 at 16:51 —

    @ Ferenc H

    Mag sein das du recht hast,aber man wächst auch an seinen Gegnern!

    Mit 24 Jahren hat er auch,wenn er gegen Froch boxen sollte und verlieren sollte,dennoch eine gute Perspektive ganz oben mit zu mischen!

  4. Ferenc H
    3. August 2012 at 18:47 —

    @Tom am besten würde ich das finden wenn Froch entweder ein Rückkampf mit Bute macht (in Canada) oder ein Rückkampf mit Kessler, Andre Dirrel währe auch ganz gut nur dieser erstmal ein paar normale Kämpfe macht er war ja lange raus gewesen. Und Oosthuizen kämpft gegen den gewinner Stieglitz VS. Abraham. Oder was meinst du?

    Mfg

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