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Thomas Hearns: “Emanuel war der Vater, den ich niemals hatte”

Emanuel Steward ©Nino Celic.

Emanuel Steward © Nino Celic.

Der plötzliche Tod von Boxtrainer Emanuel Steward hat eine Welle der Anteilnahme in der Boxwelt ausgelöst. Besonders betroffen zeigten sich seine ehemaligen Schüler Lennox Lewis, den Steward zum unangefochtenen Schwergewichts-Weltmeister gemacht hatte und sein erster Weltmeister Thomas “Hitman” Hearns, den Steward seit seiner Jugend betreut hatte.

“Ich bin nach dem Tod meines langjährigen Freundes, Mentors und Trainers Emanuel Steward völlig am Boden zerstört”, schreibt Lewis auf seiner Homepage. “Manny hat mir geholfen, einige der größten Kämpfe meiner Karriere zu überstehen, und ich bereue es, dass ich den Gefallen nicht erwidern konnte, um ihm bei seinem größten Kampf beizustehen. Wir waren immer noch sehr eng miteinander, und das letzte Mal als wir miteinander gesprochen haben war er optimistisch wie eh und je, weswegen es sehr verstörend war über seine Krankheit und die rapide Verschlechterung zu erfahren.”

“Emanuel war der Vater, den ich niemals hatte”, sagte Thomas Hearns gegenüber Ring.tv. “Für mich war er das, weil mein Vater nie für mich da war. Er hat nie Zeit mit mir verbracht. Ich kannte meinen Vater nie wirklich, ich kannte aber Emanuel. Ich habe Emanuel zuerst getroffen als ich 13 war. Er war jemand, der mir sehr, sehr wichtig war. Emanuel Steward ist derjenige, der mein Leben verändert hat. Er hat mir geholfen, der Mann zu werden, der ich heute bin.”

“Das ist schrecklich. Er war ein guter Freund von uns, wir haben durch Kronk Boxing und die Leute, die er entwickelt hat, über die Jahre viel zusammengearbeitet”, so das Statement von Top Rank-Boss Bob Arum. “Er war aber nicht nur ein toller Geschäftspartner, sondern auch ein großartiger Freund. Ich habe ihn sehr gemocht. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Es ist sehr traurig, dass er heute in einem noch relativ jungen Alter verstorben ist. Er war ein außergewöhnlicher Trainer und ein toller Cornerman, seine Ratschläge waren sehr aufschlussreich. Er war daher Miguel Cotto und vielen anderen Boxern eine große Hilfe. Er hat ja auch eine Zeit lang mit Oscar De La Hoya zusammengearbeitet. Seine größten Verdienste hat er aber mit den Fightern aus Detroit aus dem Kronk erreicht.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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22 Kommentare

  1. SemirBIH
    26. Oktober 2012 at 14:02 —

    “It brings me great grief and sadness to hear of the passing of one of the best and most respected trainers of this era, Emanuel Steward.

    “I learned a lot from him during our professional relationship and I will be forever grateful for his help during that time.

    “We were also friends and I know I am going to miss him as so many others will too. He was an important part of our boxing community.”

    Oscar De La Hoya

  2. SemirBIH
    26. Oktober 2012 at 14:03 —

    “Emanuel thank you for giving it all for our sport and for giving me your great advice. We enjoyed those days! You will always be in my mind”

    Miguel Cotto

  3. florian
    26. Oktober 2012 at 14:11 —

    Lewis und Hearns sind nur zwei von vielen Boxern die unter Steward was erreicht haben was ihnen die wenigsten zugetraut hätten.

  4. John L. Sullivan
    26. Oktober 2012 at 15:15 —

    @florigan

    Ja, Steward machte nicht nur Thomas „Hitman“ Hearns, sondern auch Hilmer Kenty, Dennis Andries, Mike McCallum, Jimmi Paul, Duane Thomas und Michael Moorer zu Weltmeistern. Zudem betreute er neben Lennox Lewis, Evander Holyfield, Oscar De La Hoya, Miguel Cotto und Wladimir Klitschko auch den englischen Excentriker Naseem Hamed.

  5. KKKK
    26. Oktober 2012 at 15:56 —

    Hoffe das Wladimir damit klar kommt jetzt hat er sein Trainer verloren der ihm sehr geholfen hat. Ohne ihn könnte Wladimir villt probleme bekommen während eines Kampfes wenn es schlecht läuft oder bei der Vorbereitung

  6. John L. Sullivan
    26. Oktober 2012 at 16:07 —

    @KKK

    Ich denke auch, dass Wladimir im mentalen Bereich eher schwach besaidet ist. Und sein ehemaliger Trainer, Stunek, war es auch. Erinnern wir uns daran, wie verstört Stunek im Kampf WK vs. Sanders (RIP) “agierte”. Bin wirklich gespannt, wie WK den Tod seines Trainers verarbeitet.

  7. Husar
    26. Oktober 2012 at 17:24 —

    Ich bin gespannt wie es gegen wach Laufen wird, es ist echt tragisch was passiert ist ,mein beileid .

  8. Strolch
    26. Oktober 2012 at 19:11 —

    warimmer ein feiner Junge habe auf Malle viel spass gehabt,
    Ruhe in Frieden. Rolf

  9. JohnnyWalker
    26. Oktober 2012 at 19:41 —

    Hört mal bitte auf Steward’s Tod hier immer wieder auf Waldemar zu projizieren.
    Steward war 41 Jahre lang Trainer, scheinbar stellt die Zusammenarbeit mit Waldemar alles davor in den Schatten, von seiner Familie gar nicht zu reden.

  10. florian
    26. Oktober 2012 at 20:10 —

    @JohnnyWalker

    Was Steward aus Wladimir gemacht hat ist wirklich aller ehren wert. Nicht etwa das er ihn zum Dominator des Schwergewichts gemacht hat sondern das er es geschafft hat ihn nach der Niederlage gegen Lamon Brewster wieder aufzubauen. Aber du hast recht man darf das was er mit anderen erreicht hat nicht vergessen das waren mindestens genau so grosse Nummern. Ein tolles Beispiel ist Michael Moore auf den hat niemand gesetzt und trotzdem hat er es in diesem Sport weit gebracht.

  11. liston
    26. Oktober 2012 at 20:31 —

    @ johnny walker:

    du triffst den nagel auf den kopf. eigentlich wollte ich mich zum thema nicht äussern, da ich das niveau der diskussionen unter jeder sau finde, mit diesem tragischen hintergrund. stewards masterpiece ist für mich der hitman, an klitschko kann man ihn nicht messen.

  12. Hamza Asadulla
    26. Oktober 2012 at 21:33 —

    JohnnyWalker sagt:
    26. Oktober 2012 um 19:41

    Hört mal bitte auf Steward’s Tod hier immer wieder auf Waldemar zu projizieren.
    Steward war 41 Jahre lang Trainer, scheinbar stellt die Zusammenarbeit mit Waldemar alles davor in den Schatten, von seiner Familie gar nicht zu reden.

    Danke!

  13. The Itallian Stallion
    26. Oktober 2012 at 22:19 —

    Mein Beileid! Steward war einer der besten Trainer allerzeiten

  14. michabox
    26. Oktober 2012 at 22:46 —

    Die Boxwelt hat einer der grössten trainer die es gab verloren ,Wladimir muss sich jetzt warm anziehen ,er wird sicherlich viel stress momentan haben ,die beerdigung ,denke mal das er dort hinfliegt und die wird vor dem kampf sein,also die vorbereitungen für den wach kampf sind ja fast zu ende ,trotzdem ist das ne riesen psychische belastung für wladimir ,trotzdem hoffe ich das es ein guter kampf abend sein wird,echt traurig ,es muss für die familie und für wladimir jetzt hart sein schliesslich hat er nicht nur seinen mentor sondern auch seinen zweiten vater verloren ,alles gute wünsche ich allen !

  15. SaarlandEvent
    27. Oktober 2012 at 00:01 —

    Steward startete seine Karriere zunächst als Amateurboxer, sein größter Erfolg war der Gewinn der “National Golden Gloves” im Bantamgewicht (1962), er wurde jedoch nie Profi. Nachdem er zunächst als Elektriker gearbeitet hatte, wurde Steward 1971 schließlich Boxtrainer. Bekannt wurde Steward als Chef des legendären Kronk-Gyms, der u.a. Thomas “Hitman” Hearns hervorbrachte…

  16. Joe23
    27. Oktober 2012 at 00:31 —

    @ SaarlandEvent

    Ach du hast das bei wikipedia verfasst 😉

  17. Joe23
    27. Oktober 2012 at 00:34 —

    @ JohnnyWalker etc.

    Dass man ihn mit WK in Verbindung bringt, ist doch klar. Das war nunmal sein letzter Schützling! Es war definitiv eine große Leistung, Wladimir psychisch so zu stärken, dass er wieder ganz oben steht. Aber natürlich war das nur eine seiner Glanztaten. Totzdem solltest du es denen, die ihn momentan mit WK in Verbindung bringen verzeihen.

  18. ghetto obelix
    27. Oktober 2012 at 00:45 —

    wladimir ist abartig.

  19. abu malik(vater von boxen.de)
    27. Oktober 2012 at 10:55 —

    Thomas Hearns: “Emanuel war der Vater, den ich niemals hatte”

    und ich bin der vater, den kevin22 nie hatte.

  20. Zucker-Ray
    27. Oktober 2012 at 15:32 —

    Bob Arum gehts aber auch gut.

    “…dass er heute in einem noch relativ jungen Alter verstorben ist. …”

    68 ist also noch relativ jung. Na dann hab ich ja noch gar nicht angefangen zu leben.

  21. Alex
    27. Oktober 2012 at 17:00 —

    @ Zucker-Ray

    Naja. Zum sterben ist 68 noch ein relativ junges Alter. Zumindest in solchen reichen Ländern

  22. jab jab jab, klammern, jab runterdrücken jab
    28. Oktober 2012 at 14:09 —

    ACHTUNG!!!!

    Auch wenn es hier jetzt nicht reinpasst….
    Klitschkos haben an einem Kampf gegen Haye kein Interesse mehr! Das K2 Management sieht in einem Haye Kampf kein Potential, daher wirds auch in absehbarer Zeit keine Veranstaltungen mit dem Hayemaker geben! Wladimir kritisierte Haye als Dummschwätzer und ist es leid, sich ständig rechtfertigen zu müssen… und auch Vitali zeigt kein interesse mehr an einem Kampf gegen Haye, auch wenn er noch weiter boxen sollte…

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