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Terence Crawford – Überzeugende Titelverteidigung vor heimischem Publikum

Mit einer guten Performance über 11 Runden und einem TKO-Sieg in Runde 12 konnte der 31-jährige WBO-Weltergewichtschamp Terence Crawford (34(25)-0-0) am Samstag sein heimisches Publikum in Omaha / Nebraska begeistern. Sein Gegner, der 26-jährige Jose Benavidez (27(1(1)-0) aus Phönix / Arizona war zwar 11 Runden lang ein guter Gegner, konnte aber bestenfalls 2 oder 3 Runden knapp für sich entscheiden.

Bereits vor diesem Kampf gab es beim Wiegen zwischen den beiden eine „Spannungsentladung“, als Benavidez den WBO-Champ weg schubste und Crawford darauf einen blitzschnellen Schwinger knapp an Benavidez Gesicht vorbei fliegen ließ. Ob das Ganze nun echt war oder gestellt, soll nicht weiter interessieren. Bei solchen Gelegenheiten kommt es ja immer wieder zu leichten Ausrastern.

Die erste Kampfhälfte ging zwar schon an Crawford, aber der Herausforderer hatte immerhin in wenigstens 2 Runden nicht vergessen, weshalb er im Ring stand. Nach 6 Runden war dieser Kampf noch recht interessant, weil noch nichts entschieden war. Das änderte sich dann aber zunehmend in der 2. Kampfhälfte, weil Crawford von Runde zu Runde immer besser zeigte, wer der Boss im Ring ist. Wenn man so will, gingen die Runden 5 bis zum Schluss komplett an den Weltmeister. Der Puntestand nach 11 Runden: 110:99, 107:102 und 108:110.

Es hatte den Anschein, als könnte das Resultat ein souveräner Punktsieg für Crawford werden.In Runde 12 sollte es dann doch noch in letzter Minute anders kommen. Crawford landete eine Kombi zum Kopf von Benavidez, die den hart auf die Bretter beförderte. Nach dem Anzählen gab Crawford noch einmal richtig Gas und wollte seinen KO-Sieg erzwingen. Der Ringrichter ging dazwischen und beendete den Kampf, noch bevor der Weltmeister sein Vernichtungswerk vollenden konnte. Für den bis dahin ungeschlagenen Benavidez jr war das die erste Niederlage.

Der Herausforderer war, wie sich zumindest im Kampfverlauf herausstellte, wie gemacht für eine Titelverteidigung vor heimischen Publikum. Für Crawford lief dieser Kampf wunschgemäß, auch wenn es in den ersten 11 Runden “nur” nach einem reinen Arbeitssieg aussah. Mit einem sicheren Punkturteil vor Augen, kredenzte er seinen Fans dann sogar noch den vorzeitigen Sieg als „Sahnehäubchen“. Benavidez jr war bis dahin #14 im WBO Ranking. Bei der WBA immerhin #1. Respekt für seine Leistung, aber jetzt wird er sich wieder etwas weiter hinten anstellen müssen.

Man kann gespannt sein, was Bob Arum in der nächsten Zukunft mit Crawford vor haben wird. Es ist kaum anzunehmen, dass Crawford sich gegen Laufkundschaft in den Ring stellen wird. Kommt es vielleicht zu einem Titelvereinigungskampf? Auf seiner Ebene kämen Shawn Porter, Manny Pacquiao oder Errol Spence jr in Frage. Vielleicht sogar Keith Thurman, falls der den Weg zurück in den Ring findet.

Was glauben die boxen.de Experten? Wer wird der nächste Gegner von Terence Crawford und welche Chancen hätte er gegen die anderen Weltergewicht-Weltmeister?

Hier der ganze Kampf:

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1 Kommentar

  1. 17. Oktober 2018 at 22:23 —

    Meiner Ansicht nach muss sich Crawford im Weltergewicht erst noch gegen stärkere Gegner beweisen!
    Klar er ist ein guter Boxer und hat sich Leicht – und – Superleichtgewicht auch schon bewiesen, das heisst aber nicht zwangsläufig das dass im Welter genau so sein muss!
    Benavidez Jr. war gerade mal die Nr. 14 der WBO-Rangliste….da lässt sich leicht glänzen, wobei ich im Vorfeld schon damit gerechnet hatte das er ihn viel früher durch Ko bezwingt!

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