Top News

Teon Kennedy und Christopher Martin müssen sich mit Unentschieden zufrieden geben

Am Freitagabend lieferten sich die beiden Superbantamgewichtscontender Teon Kennedy und Christopher Martin einen interessanten, wenn auch nicht immer hochklassigen Kampf, der schließlich in einem Unentschieden endete. Nachdem beide in ihrem letzten Kampf ihre erste Profiniederlage hatten hinnehmen müssen, verpassten sie einen Comebacksieg in einem extrem engen Kampf, der von dem Streit um die Distanz, in der der Kampf geführt wurde, geprägt war.

Denn die Rollen waren von Anfang an klar verteilt. Teon Kennedy war derjenige, der den Druck ausübte und den Kampf in der Halbdistanz führen wollte. Für Christopher Martin konnte der Ring nicht groß genug sein um sich durch ihn zu bewegen und möglichst aus der Distanz heraus zu agieren. Kennedy versuchte die Punktrichter mit seiner Aggressivität und seiner Vielzahl an Schlägen zu überzeugen, Martin wollte die Punktrichter mit der besseren Defensivarbeit und den klareren Treffern auf seine Seite bringen. Wie sich herausstellte war vor allem die Distanz, in der der Kampf ausgefochten wurde, wichtig für den Ausgang. Gelang es Christopher Martin den Kampf lang zu halten fiel es Kennedy schwer gute Treffer anzubringen, während Martin sich defensivstark zeigte und mit einem guten Jab immer wieder punkten konnte. Zudem entwickelte sich der Aufwärtshaken zu Martins effektivster Waffe. Doch konnte Kennedy die Distanz verkürzen, spielte Kennedy seine höhere Workrate und seine überlegene Schlagkraft aus. Dabei ging er vor allem auch immer wieder sehr gut zum Körper von Martin, während dieser meist viel zu passiv blieb.

Selten gelang es einem der beiden jedoch über eine ganze Runde in der Distanz zu boxen, die sie bevorzugten, und so ergaben sich extrem enge Runde, deren Scoring Auslegungssache blieb. Allerdings schien jedoch nach einer ausgeglichenen ersten Runde Christopher Martin, der eigentlich als Langsamstarter bekannt ist, den besseren Start mit einer guten zweiten Runde zu erwischen ehe Kennedy in der dritten Runde Vorteile für sich verzeichnen konnte. Martin genoss seine vielleicht beste Runde im Kampf in der Vierten, doch es folgten vier Runden, in denen er einfach zu wenig tat.

Immer wieder nun ließ sich Martin an den Seilen stellen und ging dabei zu lange in die Defensive. Teon Kennedy, der es in diesem Kampf besser als zuletzt gegen Lopez verstand den Ring abzuschneiden, nutzte diese Gelegenheiten stets um am Mann zu arbeiten und so die Punkte anzuhäufen. Zudem kam hinzu, dass die wenigen Treffer, die Martin in dieser Phase landen konnte, zwar sauberer und klarer waren als die meisten von Kennedy, jedoch bei weitem nicht genug Power hatten um Kennedy irgendwie davon abzuhalten nach vorne zu preschen.

Kennedy zog anscheinend nach Punkten leicht davon, und Martin reagierte in der neunten Runde mit einem kleinen Comeback. Er sicherte sich eine der wenigen klaren Runden mit seinen überlegenen boxerischen Fähigkeiten aus der Distanz. Die zehnte und letzte Runde stand nun an, und beide warfen noch einmal alles in die Wagschale und lieferten sich eine eng umkämpfte Runde, die an beide gehen konnte. Als der Schlussgong erklang, sah es so aus, als hätte Teon Kennedy knapp genug gemacht um den Kampf für sich zu entscheiden, auch wenn die Runden meist so eng gewesen waren, dass das Ergebnis der Punktrichter kaum vorher zu sagen war.

So waren diese sich auch schließlich nicht alle drei einig. Während Al Lefkowitz Teon Kennedy mit 97-93 vorne sah, hatten die beiden anderen Punktrichter mit 95-95 ein komplett ausgeglichenes Gefecht gesehen. Somit stand am Ende ein vertretbares Unentschieden zu Buche, über das sich Kennedy jedoch wohl mehr beschweren dürfte als Martin. Beide verpassten es damit den so dringend benötigten Sieg nach ihren Niederlagen in ihren letzten Kämpfen einzufahren, doch sollten gleichzeitig damit ihre hohen Positionen in den Ranglisten einiger Verbände beibehalten können.

Voriger Artikel

Yordenis Ugas fährt ungefährdeten Punktsieg über Esteban Almaraz ein

Nächster Artikel

Vorschau: Robert Stieglitz vs Henry Weber

1 Kommentar

  1. Alonso Quijano
    14. Januar 2012 at 12:54 —

    Mal angenommen Huck gewinnt gegen AP wer bekommt dann seinen WBO Titel der Ola oder muss der gegen die Nummer 2 Im Ranking antreten????

Antwort schreiben