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„Teofimo Lopez vs George Kambosos“ – jetzt am Samstag

„Teofimo Lopez vs George Kambosos“ – jetzt am Samstag

Bislang war der Wurm drin, in „Teofimo Lopez vs George Kambosos jr“. Eigentlich sollte die Begegnung schon im Frühjahr stattfinden, wurde dann aber mehrfach verschoben. Unter anderem, weil Lopez sich mit COVID-19 infiziert hatte. Auch der Veranstalter wechselte: weil Purse Bid-Gewinner Triller den Kampf nicht fristgerecht zum Nachholtermin am 4. Oktober ausgerichtet hatte, bekam schließlich Matchroom Boxing den Zuschlag. Nun darf man gespannt sein, was am Samstagabend im Madison Square Garden Theatre in New York City im Ring passiert.

Der 28 Jahre alte George Kambosos ist trotz seiner Bilanz von 19-0-0 bei 10 Siegen durch KO der klare Außenseiter, der seine beiden letzten Siege über Mickey Bey im Dezember 2019 und Lee Selby im Oktober 2020 zudem nur via „sd“-Entscheidung über die Punktzettel gewinnen konnte.

Teofimo Lopez kommt überzeugender daher: im Dezember 2019 stoppte ‚The Takeover‘ seinen Gegner Richard Commey in Runde 2 und holte sich den IBF-Titel im Leichtgewicht. Im Oktober 2020 entthronte Lopez dann Vasiliy Lomachenko durch einstimmige Entscheidung und gewann dessen WBA- und WBO-Gürtel.

Um Lopez Paroli bieten zu können, muss Kambosos besser sein als je zuvor. Der 28-jährige Australier gibt sich zwar siegessicher und hat erklärt, er werde alles tun, um zu gewinnen, aber das dürfte vermutlich nicht reichen.

Davon geht auch Teofimo Lopez aus. Der 24 Jahre alte Champion glaubt an ein schnelles Ende: „Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass dieser Kampf über die erste Runde hinausgehen wird.“ Diese Prognose erscheint war reichlich optimistisch, aber man kann wohl davon ausgehen, dass Lopez in der zweiten Kampfhälfte „den Sack zumacht“.

Wortgeplänkel gab es im Vorfeld der Begegnung aber nicht nur zwischen den beiden Boxern, ihre Väter mussten bei einem der Medientermine sogar getrennt werden. „Kambosos, du wirst in den Arsch getreten”, schrie Teofimo sr als er den Ort des  Geschehens betrat: „… und zwar schon in der ersten Runde!“ Was bei Kambosos sr natürlich nicht so gut ankam: „F…  off, motherf…..!“ lautete dann auch die Antwort. „Komm schon, du Großmaul. Komm hier rüber“, brüllte Kambosos sr zurück, woraufhin die Sicherheitsleute die beiden erzürnten Väter voneinander fernhalten mussten. Was die zwei Daddies aber nicht davon abhielt, sich weiterhin einen verbalen Schlagabtausch zu liefern.

Auch die beiden Söhne haben sich im Laufe der vergangenen Wochen nicht viel geschenkt, wobei Kambosos jr in einem Interview erklärte: „Ich bin als Geschäftsmann hier. Das ist nichts persönliches für mich, es ist etwas persönliches für ihn (Lopez), aus welchen wahnhaften Gründen er auch immer. Ich fühle mich großartig, ich bin cool, ruhig, gefasst. Ich bin bereit für den Krieg. Ich bin bereit, alles zu nehmen, was er hat.“

Die Antwort von Teofimo Lopez: „Er ist als Geschäftsmann hier? Mike Tyson hat einmal gesagt: ‘Ich bin ein Killer, die anderen sind Geschäftsleute.’ Darin liegt der Unterschied. Wir sind hier, um zu töten, wir sind nicht hier, um Geschäftsleute zu sein.“

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7 Kommentare

  1. 25. November 2021 at 21:13 —

    „Er ist als Geschäftsmann hier? Mike Tyson hat einmal gesagt: ‘Ich bin ein Killer, die anderen sind Geschäftsleute.’ Darin liegt der Unterschied. Wir sind hier, um zu töten, wir sind nicht hier, um Geschäftsleute zu sein.“
    was für ein dummes gelaber .

    • 26. November 2021 at 23:28 —

      Die Lappen merken auch einfacht nicht, dass es das genaue Gegenteil bewirkt von dem, was sie eigentlich darstellen wollen, wenn im Hintergrund immer “Daddy mit der großen Schnauze” steht und den Großteil der Show macht.

      Man stelle sich Mike Tyson damals in den Pressekonferenzen vor mit seinem Daddy neben sich, der die Sprüche klopft…

  2. 26. November 2021 at 15:16 —

    boxingscene.com/we-all-thankful-this-teofimo-lopez-kambosos-debacle-soon-behind-us–162298
    ––
    Alles, was es dazu zu sagen gibt.

    • 26. November 2021 at 17:28 —

      Abgesehen davon, dass Links auf andere Seiten nicht so der “Hit” sind (zumindest im Sinne der Boxen.de-Betreiber), lese ich da nichts wirklich erhellendes.

      • 26. November 2021 at 18:09 —

        Doch, die Essenz: Dieser Kampf ist so überflüssig wie ein zweites Loch im A*sch. Die IBF mit ihren lachhaften „Pflichtherausforderern“, das gegenseitige „Ducking“ der Hauptkontrahenten Lopez, Haney, Davies, R. Garcia und Lomachenko, der alberne „WBC-Franscheiss-Gürtel“ sowie das promotionale Theater im Vorfeld haben aus einer boxerischen Mücke einen Elefanten gemacht. Zum Glück ist damit am Sonntag morgen Schluss.

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