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Takam siegreich gegen Forrest

Takam siegreich gegen Forrest

Im MGM Grand in Las Vegas konnte sich am gestrigen Abend der französische Schwergewichtler Carlos Takam gegen seinen Gegner Jerry Forrest aus den USA durchsetzen. Nach 10 gekämpften Runden werteten die Punkrichter 96-94, 98-92 und 97-93 für den 39 Jahre alten Takam.

Takam, der für den wegen Doping ausgefallenen Jarrell Miller den Kampf erst vor 12 Tagen angenommen hatte, verkaufte sich gut und bestimmte in der ersten Runden das Geschehen im Ring. Der 39-jährige wirkte zunächst etwas nervös, setzte aber schon in Runde 1 mit schnellen Händen die besseren Treffer, hatte eine höhere Schlagfrequenz. Jerry Forrest tat einfach zu wenig, sodass sich Takam in der ersten Kampfhälfte einen Punktevorsprung erarbeiten konnte. Zudem schien ‚Slugger‘ Forrest Reichweitenprobleme zu haben. Zu Recht sagte einer der TV-Kommentatoren: „Forrest kämpft nicht, als ob er gewinnen möchte“.

In Runde 5 tat sich bei Takam – nachdem beide im Kampfverlauf mehrfach mit den Köpfen aneinandergestoßen waren – ein Cut über dem linken Auge auf. Die Ecke des US-Amerikaners sah wohl langsam die Felle davonschwimmen, in der zweiten Kampfhälfte wurde Forrest aktiver. Mit gutem Willen kann man Forrest einige der letzten Runden geben. Vor dem zehnten und letzten Durchgang forderte Forrests Ecke vergeblich den Knockout. Und so konnte Takam sich durch den früh erarbeiteten Punktevorsprung über die Runden retten.

Auch wenn Takams Promoter Joe DeGuarduia behauptet, dass der 39-jährige noch eine glänzende Zukunft im Schwergewicht hat, kann man nicht darüber hinwegsehen, dass Jerry Forrest keine wirkliche Herausforderung war. Fraglich ist zudem, was passiert wäre, wenn der Fight noch zwei Runden länger gedauert hätte. Takam selber träumt nach seinem Sieg über Jerry Forrest davon, noch einmal ganz oben anzugreifen: „Gebt mir (Oscar) Rivas und dann gebt mir Tyson Fury”.

 

 

 

Hier noch einmal der ganze Kampf

 

In einem weiteren Kampf des Abends konnte sich Carlos Castro gegen Cesar Juarez durchsetzen. Juarez hatte keine Mittel gegen den stark aufboxenden jüngeren und größeren Castro. Nachdem Castro in der dritten Runde 36 Schläge – darunter 12 Körpertreffer – gelandet hatte, erhöhte er in Runde 4 den Druck noch weiter. Juarez fand keine Mittel und wurde zunehmend anfälliger für die Angriffe seines Gegners. Nach der vierten Runde sagte Ringrichter Celestino Ruiz zu Juarez` Trainer Javier Jiminez, er würde den Kampf stoppen, wenn Juarez nicht aktiver werden würde, woraufhin Juarez` Ecke aufgab.

„Ich bin die Nummer zwei der WBC, ich bin zu allem bereit”, sagte Castro nach seinem Sieg im ESPN-Interview: „Jetzt möchte ich Rey Vargas!“

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