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Sullivan Barrera gewinnt nach Punkten gegen Damar Singleton

In einem durchschnittlichen bis schwachen Kampf zwischen zwei zuvor ungeschlagenen Halbschwergewichtlern gewann Sullivan Barrera am Samstagabend in Philadelphia ungefährdet nach Punkten gegen Damar Singleton. Der ehemalige kubanische Topamateur, der bei Arena unter Vertrag steht, sicherte sich jede Runde des Kampfes, überzeugte aber gegen seinen etwas negativen Gegner nicht unbedingt.

Der Kampf begann bereits verhalten. Beide Boxer trafen sich in der Ringmitte, wo sie die Distanz hielten und zuerst beide Probleme hatten gute Treffer zu landen. Barrera zeigte sich jedoch etwas aktiver und bereitete seine Schläge besser mit dem Jab vor, so dass er leichte Vorteile in einer engen ersten Runde hatte. Ab der zweiten Runde etablierte sich dann Barrera zunehmend als der Aggressor im Kampf, während Singleton den Rückwärtsgang einlegte und auf Konter zu warten schien, aber insgesamt immer ein wenig zu lange brauchte um seine Schläge los zu werden.

Eher untypisch für einen Kubaner trottete Barrera langsam vorwärts um dann schwere Einzelschläge abzufeuern, wobei er stets nach dem KO zu suchen schien. Dabei sicherte ihm vor allem seine höhere Workrate locker die Runden. Als nach vier von sechs angesetzten Runden, die alle an den Kubaner gingen, klar war, dass Singleton den KO benötigen wurde, erhöhte Singleton endlich auf Anraten seiner Ecke das Tempo ein wenig und ging nun selber nach vorne. Nichtsdestotrotz behielt Barrera die Kontrolle, und Singleton konnte ihn nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Dem US-Amerikaner schien es rundum ein wenig an Können zu mangeln, während Barrera zwar genug tat, aber auch nicht beeindruckte. Immer wieder versuchte er es mit langen rechten Geraden anstatt in Kombinationen zu schlagen. Zunehmend verfielen beide zudem in den letzten beiden Runden in den Clinch, so dass sogar vereinzelte Buhrufe aus dem Publikum laut wurden.

Zu keinem Zeitpunkt sah es so aus, als würde einem der beiden ein KO gelingen, und so war es wenig überraschend, als der letzte Rundengong erklang und beide erst zum zweiten Mal über sechs Runden gingen. Das Urteil war nur eine Formalität, und die drei Punktrichter erklärten folgerichtig und völlig verdient Sullivan Barrera mit 59-55, 60-54 und 60-54 zum Sieger. Dieser fuhr damit seinen neunten Profisieg ein. Lamar Singleton fiel auf 8-1 zurück.

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