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Sulecki verletzt – Munguia jetzt gegen Ballard?

Sulecki verletzt – Munguia jetzt gegen Ballard?

Erst vor wenigen Tagen ist der bislang härteste Test für den 24-jährigen Jaime Munguia  angekündigt worden, da hat sich die Angelegenheit schon wieder erledigt: der 31 Jahre alte Pole Maciej Sulecki muss angeblich wegen einer Verletzung passen und kann am 24. April nicht in El Paso gegen Munguia antreten.

 Böse Zungen behaupten, die Vorbereitungszeit wäre für möglicherweise für Sulecki zu kurz bemessen gewesen, womit sie – auch falls tatsächlich eine Verletzung vorliegt – nicht ganz Unrecht hätten.

Denn ‚Striczu‘ Sulecki  ist zwar mit 31 Profikämpfen ein erfahrener Mann und hat nur zwei Karriere-Niederlagen gegen Daniel Jacobs und Demetrius Andrade erlitten, andererseits ist Munguia nicht „leicht zu verdauen“: der Mexikaner hat bereits 36 Mal als Profi im Ring gestanden und bislang noch nie verloren, 29 Mal gewann er durch KO.

„Es gibt kein aufregenderes Mittelgewicht auf der Welt als Jaime Munguia und jedes Mal, wenn er kämpft, bringt er enorme Knockout-Power in den Ring”, hat Munguias Promoter Oscar De La Hoya erklärt. Maciej Sulecki sei ein harter Test, sagte De La Hoya weiter, „aber wenn Munguia diesen Test bestehen kann, steht ein Weltmeisterschaftskampf vor der Tür.”

Was im Umkehrschluss erst einmal bedeutet: kein Kampf gegen Sulecki, kein Weltmeisterschaftskampf in Folge. Zumal ein Ersatzgegner, der jetzt erst einspringt, vermutlich nicht in wirklich guter Wettkampfform ist.

Soweit bekannt, wird D’Mitrius Ballard als „Lückenbüßer“ gehandelt. Der 28-jährige US-Amerikaner ist ebenfalls bei „Golden Boy Promotions“ unter Vertrag, was einen Kampf gegen Munguia zwar leichter zu arrangieren, aber nicht viel sehenswerter macht. Ballard ist – auch wenn einige Experten das anders sehen – im Vergleich mit Sulecki für mich kein Schritt nach oben, sondern eher ein „stay busy“-Gegner für Munguia. Möglich wäre natürlich, dass WBO-Weltmeister Demetrius Andrade, der am 17. April gegen Liam Willams antritt, nach seinem Sieg ins Supermittelgewicht aufsteigt und sein Titel vakant wird. Dann könnte sich Munguia auch mit einem Sieg über den schlechter gerankten US-Amerikaner in Position für einen Kampf um die Weltmeisterschaft bringen.

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5 Kommentare

  1. 7. April 2021 at 01:03 —

    Trotz der vielen KOs finde ich Munguia nicht gerade „aufregend“, wie ihn Oscar wie genreüblich beschreibt. Er ist nicht besonders schnell, seine Technik ist solide, aber mehr nicht, und seine Schlagkraft mehr der unterlegenen Gegnerschaft und seiner hohen Workrate geschuldet als tatsächlicher One-Punch-Power. Er wird sicher irgendwann mal Mittelgewichts-WM, aber wie würde er gegen Charlo, Andrade, GGG abschneiden? Meiner Meinung nach hätte er gegen GGG noch die besten Chance, denn der ist mit 37 deutlich auf dem absteigenden Ast und hätte womöglich Probleme, Munguias Tempo 12 Runden lang mitzugehen. Aber er könnte den Mexikaner natürlich auch stark zusetzen, vor allem am Anfang.

    Auf jeden Fall gebe ich Schreiberling Recht, Ballard ist nicht gerade ein Upgrade zu Sulecki. Da der Pole aber zuletzt sogar gegen Rosado ziemliche Probleme hatte, war die Ansetzung eh nichts Besonderes, von daher kann es auch nicht viel schlechter werden. Da Sulecki sich von Anfang an über die kurze Vorbereitungszeit beschwert hatte, kommt die „Verletzung“ jetzt auch nicht so überraschend – ebenso wenig wie der Namen des Ersatzgegners, der sich mit Sicherheit auf einen solchen Eventualfall vorbereitet haben dürfte.

  2. 7. April 2021 at 01:37 —

    @ ak

    Na ja … 8 Runden lang hat Sulecki gegen Rosado gut ausgesehen. Dann ist er unvorsichtig geworden.

  3. 7. April 2021 at 06:26 —

    GGG würde ihn besiegen denke ich .

    GGG ist ja schon 38 krass !!! Dachte erst auch 37
    und wird jetzt bald 39 .

    GGG wird noch maximal 3 mal Kämpfen.

    Ich denke gegen Canelo wird es nicht mehr reichen.

    • 7. April 2021 at 12:47 —

      Seh ich auch so..
      Munguia hätte er noch drauf, Canelo nicht mehr..

      • 7. April 2021 at 16:28 —

        Hoffentlich … aber sehen würde ich das schon gerne (oder zumindest lieber als Kämpfe gegen Flachpfeifen wie Rolls oder Szeremeta).

        Aber wahrscheinlich wartet GBP, bis er 40 ist. Canelo durfte schon mit 36 ran, und wenn er dann 50 ist, kommt Ryan Garcia.

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