Stieglitz vs. Weber: Statements von der offiziellen Pressekonferenz

Robert Stieglitz, Henry Weber ©SE.
Robert Stieglitz, Henry Weber © SE.

Der Berliner Promoter Sauerland Event startet am 14. Januar ins neue Boxjahr 2012: bei der Boxgala in der Offenburger Baden-Arena wird u.a. Ex-Mittelgewichts-Weltmeister Arthur Abraham (32-3, 26 K.o.’s) sein Comeback gegen den Argentinier Pablo Oscar Natalio Farias (19-1, 11 K.o.’s) abgeben. Doch auch der zweite Hauptkampf des Abends stößt auf großes Interesse: WBO-Weltmeister Robert Stieglitz (40-2, 23 K.o.’s) setzt in einem deutsch-deutschen WM-Duell seinen Titel gegen Sauerland-Nachwuchs Henry Weber (15-0-1, 3 K.o.’s) aufs Spiel.

Der erst 23-jährige Weber hat sich mit seinem Sieg gegen den Kroaten Stjepan Bozic in der WBO-Rangliste bis auf Rang 14 hochgearbeitet und kommt somit für eine freiwillige Titelverteidigung von Stieglitz, der im April gegen Mikkel Kessler boxen will, in Frage. „Als Trainer Otto Ramin und mein Manager Harald Lange zu mir kamen und fragten, ob ich gegen Robert Stieglitz antreten möchte, war das eine riesige Überraschung für mich. Aber ich habe sofort zugestimmt. Ich freue mich sehr“, sagte Weber auf der offiziellen Pressekonferenz in Magdeburg. „Ich kenne Robert aus früheren Sparringseinheiten. Deshalb weiß ich, was auf mich zukommt. Natürlich ist das im Wettkampf eine andere Situation. Aber wir sehen den Kampf als Chance, die wir wahrnehmen wollen.“

Weber wurde bereits im Alter von 18 Jahren Profi und trainiert seit dem letzten Jahr in Berlin-Hellersdorf bei Otto Ramin. „Ich muss zugeben, dass ich seither einen großen Sprung nach vorn gemacht habe“, so Weber. „Vorher war es auch in Ordnung. Doch ich bin schneller, beweglicher und explosiver geworden, seitdem ich bei Otto Ramin trainiere. Irgendwie schafft er es, mehr aus mir herauszuholen. Im WM-Kampf gegen Stieglitz bin ich dennoch der Underdog. Doch das stört mich nicht. Denn Kämpfe werden nicht durch Worte, sondern im Ring entschieden.“

Stieglitz, der auf beinahe drei Mal so viele Profikämpfe zurückblicken kann und auch schon gegen bei die bei weitem bekannteren Gegner geboxt hat (Librado Andrade, Alejandro Berrio, Karoly Balzsay), steigt am 14. Januar natürlich als klarer Favorit in den Ring. „Man darf Henry Weber nicht unterschätzen“, räumt Stieglitz aber ein. „Deshalb gehe ich mit der nötigen Konzentration an die Sache heran. Ich bin lange genug als Profi dabei. Daher weiß ich, feiern kann ich nach dem 14. Januar.“

Für Stieglitz‘ Trainer Dirk Dzemski soll der Kampf in Offenburg in erster Linie als Vorbereitung auf den Kampf in Dänemark gegen Kessler dienen. „Unser Ziel ist klar. Erst wollen wir Weber deutlich besiegen, dann im April gegen Mikkel Kessler antreten“, so der SES-Trainer. Trainer Otto Ramin hält aber dennoch eine Überraschung für möglich. „Henry wird alles aus sich herausholen. Das wird ein spannender Kampf. Wir werden uns nicht nach Robert Stieglitz richten, sondern auf die Stärken von Henry konzentrieren. Es ist zwar alles im Boxen möglich, aber ich gehe davon aus, dass der Kampf über die Runden gehen wird. Wer am Ende der Sieger sein wird, werden wir dann sehen.“

Die ARD überträgt am 14. Januar live aus der Baden-Arena, der Ticketvorverkauf für die Veranstaltung in Offenburg hat bereits begonnen.

© adrivo Sportpresse GmbH

17 Gedanken zu “Stieglitz vs. Weber: Statements von der offiziellen Pressekonferenz

  1. Was willst du, Baron? Schiebt halt ´n Kampf dazwischen, damit er die Zeit bis zum Kessler-Fight besser überbrücken kann. Soll doch nichts anderes als ´n Aufbaukampf sein. Man sollte mit solchen Kraftausdrücken wir Lachnummer vorsichtig umgehen, weil man schnell selbst zur Lachnummer werden kann.

  2. @MainEvent:

    Wenn du mit dem ZDF Publikum das ARD Publikum meinst, geb ich dir Recht. Aber warum sagst du dann nicht gleich ARD Publikum?

    Also sich an dieser Stelle über die Gegnerwahl zu beschweren, ist mehr als unangebracht. Mir ist ein Aufbaukampf lieber als gar kein Kampf. Stieglitz möchte relativ wenig Risiko eingehen, um seine Gage aus dem Kessler Kampf nicht zu gefährden. Wer das nicht nachvolziehen kann, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Schlimm wäre es, wenn Stieglitz jetzt sagen würde, er kämpft nur gegen die besten der Welt und Weber gehört dazu. So würde es Sturm wahrscheinlich machen…

  3. @Boxer: Auch wenn Weber verliert wird seine Bekanntheit signifikant steigen. Wer kannte vor dem Sturm Kampf (in Deutschland) RONALD Hearns? Wenn man als No-Name die Chance auf einen WM-Kampf hat, dann nutzt man sie!

  4. Um ehrlich zu sein,ich weiß nicht warum Sauerland Weber opfert,der hat doch rein gar nichts womit er Stieglitz gefährden könnte.
    In 15 Kämpfen gerade mal 3 KO-Siege,den letzten Kampf,gegen Bozic,meiner Meinung nach nur durch ein Fehlurteil gewonnen,das gibt ein Massaker!

  5. Ich wette das Stieglitz über die Zeit gehen will, ist doch ein Super Aufbaukampf, ein guter Testlauf, jemanden der einem nicht gefährlich werden kann, 12 Runden auszuboxen ist ein TOP Training unter Wettkampfbedingungen.
    Die Trolle sollen aufhören zu quengeln…

  6. @Stefan: Immer diese komischen Verschwörungstheorien.
    Wie soll so eine „Vereinbarung“ in der Praxis aussehen? Die Sauerlands gehen zu Stieglitz hin und sagen ihm: „Bitte, bitte Robert knock unseren Jungen nicht zu früh aus.“?
    Stieglitz würde ihnen offen ins Gesicht lachen. Solche Verschwörungstheorien sind lachhaft…

  7. Weber hat zwar erst 16 Kämpfe und ist jung, aber ist schon seit fast 5 Jahren Profi. In der Zeit hätte er doppelt so viele Kämpfe haben können und seine Chancen dadurch erheblich erhöhen können.

  8. @ Mayweather:

    Wäre doch eine win-win-Situation: Stieglitz hat einen guten Aufbaukampf (wie von Stonehigh beschrieben), und Weber kann behaupten das er mit Stieglitz im Ring stand und nicht umgehauen wurde. Stieglitz frisst so ein Bursche wie Weber normalerweise noch nicht Mal als Frühstück, daher wäre für mich alles als ein frühes KO verdächtig!

Schreibe einen Kommentar