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Stevenson vs Warrington in Arbeit

Stevenson vs Warrington in Arbeit

Er ist erst 22 Jahre alt und schon Weltmeister. Im vergangenen Oktober setzte sich ‚Fearless‘ Stevenson die Krone der WBO im Federgewicht auf. Nachdem Oscar Waldez lieber den Titel niederlegt hatte, als gegen Stevenson anzutreten, konnte der sich den vakanten Gürtel durch eine überzeugende Leistung gegen Joet Gonzalez, die Nr. 2 der WBO-Weltrangliste, sichern.

Stevenson, der zum ersten Mal in seiner Profikarriere über 12 Runden ging,  war der dominierende Mann im Ring und hat seine Bilanz mit dem Sieg über Gonzalez auf 13-0-0 ausgebaut. Nun darf man gespannt sein, wie es mit Stevenson weitergeht.

Miguel Marriaga würde den Weltmeister gerne herausfordern. Der 33-jährige Kolumbianer hat eine KO-Quote von 78,13%, bislang aber in Titelkämpfen kein „glückliches Händchen“ bewiesen: gegen Vasiliy Lomachenko, Oscar Valdez und Nicholas Walters zog Marriaga den Kürzeren. Felix Zabala jr, der Co-Promoter von Marriaga will seinem Schützling trotzdem in näherer Zukunft erneut einen Titelkampf verschaffen. Möglicherweise geht es dabei um Stevensons WBO-Gürtel.

Zwar hätte Shakur Stevenson schon vor längerer Zeit gerne gegen IBF-Weltmeister Josh Warrington geboxt, doch der verlangte von ‚Fearless‘, dass der sich erst einmal einen Gürtel erboxen müsse. Der ist zwar nun vorhanden, doch Stevensons Promoter Bob Arum plant zuerst eine freiwillige Titelverteidigung im März und erst danach einen Vereinigungskampf gegen den „Leeds Warrior“.

Warringtons Promoter Frank Warren hat bestätigt, dass die Verhandlungen über diesen Kampf laufen. Soweit bekannt, haben sich Warren und Stevensons Co-Manager James Prince in Las Vegas getroffen, um Einzelheiten abzusprechen. Wenn sich die Parteien einig werden, könnte der Kampf am 16. Mai in Großbritannien stattfinden. Möglicherweise im Fußballstadion Elland Road in Leeds, in dem Warrington im Mai 2018 schon einmal geboxt hat.

Warrington geht es allerdings nicht nur um den WBO-Gürtel, der 29 Jahre alte Brite aus Leeds hätte auch gerne den WBC-Titel von Gary Russell.

Der kämpft im Februar gegen Tugstsogt Nyambayar, eine Pflichtverteidigung gegen den 27 Jahre alten Mongolen. Russell gilt nicht unbedingt als „Arbeitstier“, seit 2015 boxt ‚Mr‘ nur einmal pro Jahr. Und  das, obwohl die WBC-Statuten besagen, dass die Champions des Verbandes sich bemühen sollten, drei Mal im Jahr im Ring zu stehen und mindestens einer dieser Kämpfe eine Pflichtverteidigung sein müsse. Für Gary Russell jr ist es die erste Pflichtverteidigung seit über 20 Monaten und obwohl ‚King Tug‘ eine KO-Quote von über 80% hat, gilt der US-Amerikaner als Favorit in diesem Kampf.

Auch der Gürtel von Xu Can interessiert Warrington. Der Chinese hält seit einem knappen Jahr den regulären WBA-Titel im Federgewicht. Der 25-jährige   Boxer – Kampfname: Monster – hat aber eher WBA-Superchampion Leo Santa Cruz im Visier.

Bleibt also in Sachen Titelvereinigung „auf die Schnelle“ nur eine Möglichkeit: ein Kampf gegen Shakur Stevenson. Schon seit längerem beschimpfen sich Stevenson und Warrington in den sozialen Netzwerken, nun kann man die Angelegenheit wohl bald im Seilgeviert klären.

Warrington ist mit 30 Profikämpfen der erfahrenere Mann, Stevenson hat die höhere KO-Quote. In Sachen Körpergröße tun sich die beiden nichts oder nicht viel: Warrington ist 1,70m groß, Stevenson misst nach Quelle 1,70m oder 1,73m.

Überzeugt von ihren eigenen Fähigkeiten sind beide: „Er hat immer noch viele seiner Amateur-Grundlagen“, sagte Warrington in einem Interview über Stevenson: „Ich habe ihn ein paar Mal kämpfen sehen und einige der Jungs, gegen die er geboxt hat, sind harte Burschen, die nur nach vorne gehen. Sie sind maßgeschneidert für ihn und lassen ihn absolut fantastisch aussehen.“

Warrington schlägt keine harten Hände, die KO-Quote ‚Leds Warriors‘ liegt unter 25% (zum Vergleich: die von Stevenson beträgt 53.85%), aber der Brite arbeitet so viel, dass er damit Punktrichter, die auf Aktivität Wert legen, durchaus beeindrucken kann.

Stevenson hat sich in einem Interview schon einmal als “der nächste Floyd Mayweather” bezeichnet. Man darf also gespannt sein, wer den Ring als Sieger verlässt.

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