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Stevenson dominiert Valdez +++ FULL FIGHT +++

Stevenson dominiert Valdez

Das war keine gute Nacht für Oscar Valdez. Der 31-jährige, bei dem man schon im letzten Kampf gegen Robson Conceicao sehen konnte, dass und wie man ihn ausboxen kann, fand keine Mittel gegen den 24 Jahre alten Shakur Stevenson.

Nach 12 geboxten Runden sahen es die Ringrichter wie folgt: Dave Moretti und David Sutherland werteten 118:109 für Stevenson, Tim Cheatham hatte 117:110 auf seiner Scorecard.

Zwar gibt es Boxberichterstatter wie zum Beispiel Dan Rafael, die die ersten 5 Runden dieser Begegnung als eng ansehen, aber eigentlich war nicht zu übersehen, dass Valdez schon von Kampfbeginn an nicht viel zu bestellen hatte. Stattdessen fand Stevensons Linke „ihr zuhause“, der US-Amerikaner kontrollierte das Geschehen im Ring.

Der WBO-Champion ist ein hervorragender Konterboxer, Valdez lebt in der Regel auch von seinen Kontern, musste nun aber in den Angriffsmodus umschalten, was nicht wirklich gut funktioniert hat. Stevenson mit guten Kombinationen, bei Valdez konnte man durchaus den Eindruck bekommen, er sei ausschließlich auf einen KO-Sieg aus.

In der Pause zur dritten Runde forderte Valdez` Ecke, er solle mehr zum Körper gehen, was der WBC-Champion dann auch umsetzte. Die dritte Runde konnte man deswegen Oscar Valdez geben.

Der bemühte sich auch in den Folgerunden – zumeist im Vorwärtsgang – seine Treffer anzubringen, musste aber im sechsten Durchgang einen guten Treffer schlucken und ging zu Boden.

Die Folgerunde konnte Valdez dann wieder enger gestalten, aber Stevenson ist zu sattelfest, als dass Valdez ihm gefährlich werden kann. Der 24-jährige WBO-Champion ist einfach auch zu schnell für Valdez, der Luftlöcher schlägt, was Stevenson ausnutzt, um eigene Hände anzubringen.

Bis zum Ende des Fights bemüht sich Valdez redlich, liegt aber auf den Punktzettel weit zurück. Das weiß auch Shakur Stevenson, der sich in den letzten Sekunden des Kampfes auch nicht mehr auf einen Schlagabtausch einlassen will.

Laut CompuBox  landete Stevenson 189 von 580 Schlägen (und damit 33 %), Valdez traf bei 508 Schlägen 110 Mal (das sind 22 %). Damit hat Valdez Stevenson häufiger getroffen, als jeder andere Gegner bisher, aber das ändert nichts an der Niederlage von Valdez, der im Gesicht deutlich gezeichnet war und nach dem Kampf dem Sieger Tribut zollte: „Er hat großartige Boxfähigkeiten. Er war heute Abend einfach der bessere Kämpfer. Er hat getan, was er tun musste, um den Kampf zu gewinnen. Er ist ein großartiger Kämpfer.“

Stevenson erklärte nach seinem Sieg, dass er neben den WBO- und WBC-Titeln gerne auch noch die von IBF-Champion Kenichi Ogawa und WBA-Weltmeister Roger Gutierrez haben würde. Aber auch an einer Begegnung mit Devin Haney habe er Interesse: „Devin ist definitiv ein großer Kampf für mich. Devin ist ein verdammt guter Kämpfer.“

Hier (solange er noch online ist) der ganze Kampf

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1 Kommentar

  1. 3. Mai 2022 at 08:14 —

    Also Shakur Stevenson ist schon eine absolute Augenweide. Bei ihm stimmt einfach alles: Technik, Beinarbeit, Handspeed, Defensive, Distanzgefühl, Reflexe… Wenn er noch ein wenig Power hätte, dann könnten gleich alle Gegner vorab kapitulieren. Auf lange Sicht ist er mMn die zukünftige p4p Nr. 1.

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