Bild: anthonyjoshua / Instagram

Step aside-Fee für Joshua? Verhandlungen laufen angeblich bereits

Step aside-Fee für Joshua? Verhandlungen laufen angeblich bereits

„Ich weiß, dass ich besser sein kann als in dieser Nacht“, hatte ‚AJ‘ nach seiner Niederlage gegen Oleksandr Usyk in einem BBC-Interview erklärt und von der Rückkampfklausel Gebrauch gemacht. Nun hat es sich der 32-jährige wohl anders überlegt. Was nicht heißt, dass er auf einen zweiten Kampf gegen Usyk verzichten möchte. Aber wenn 40 Millionen locken, kann auch ein Ex-Weltmeister schon mal schwach werden.

Bekannterweise würde ‚Gypsy King‘ Tyson Fury gerne schnellstmöglich einen Titelvereinigungskampf gegen Usyk machen. Dessen Promoter Alexander Krassyuk hat klargestellt: „Usyk sagt, dass er als nächstes gegen Fury kämpfen kann, wenn das Angebot stimmt und AJ dies zulässt.“

Und während Anthony Joshua noch vor Kurzem im Gespräch mit „IFL TV“ erklärt hatte, ihm sei noch kein Step aside-Angebot gemacht worden und: „Ich denke, die Leute wissen, dass sie sich mit diesem Müll nicht an mich wenden sollen“, hat sich Joshuas Meinung wohl inzwischen geändert: „Ich weiß nicht, ob das mit dem übereinstimmt, wofür ich moralisch stehe. Aber lassen Sie mich ehrlich sein, ich möchte auch als einer der klügsten Geschäftsleute bekannt werden“, sagte Joshua später und ließ durchblicken, dass er ein solches Angebot in Betracht ziehen würde, wenn „das Geld stimmt“.

Mittlerweile ist auch eine Zahl an die Öffentlichkeit gedrungen: Anthony Joshua fordert mindestens 40 Millionen Pfund, um Tyson Fury den Vortritt zu lassen. Wie Eddie Hearn bestätigt haben soll, laufen die Verhandlungen bereits. Nur für den Hinterkopf: der Matchroom Boxing-Boss hatte noch vor kurzem Furys US-Promoter Bob Arum dafür kritisiert, dass Arum vorgeschlagen hatte, Joshua solle zuerst Fury gegen Usyk kämpfen lassen.

Aber jeder Kopf hat wohl seinen Preis. Auf die Frage, ob dafür eine siebenstellige Summe erforderlich wäre, hat Hearn geantwortet: „Siebenstellig? Eine Million? Wenn man ihn dazu bringen will, nicht gegen Oleksandr Usyk zu kämpfen, muss man das mit 40 multiplizieren…“

Und während Hearn behauptet, er hätte noch nicht mit Joshua über Einzelheiten gesprochen, hat Usyks Promoter Krassyuk bei „SkySports“ gesagt: „Die Gespräche über AJs Step aside laufen seit Furys KO-Sieg über Wilder!“

Und Tyson Fury? Der möchte lieber gegen Oleksandr Usyk boxen als gegen Dillian Whyte: „Dann kann Joshua gegen den Sieger kämpfen.“ Und bis dahin gibt es auch schon einen Interessenten für einen Stay busy-Fight für Joshua, den chinesischen Schwergewichtler Zhilei Zhang: „Wir haben einige Gerüchte gehört, dass AJ einen neuen Gegner braucht, und wir sind offen dafür“, sagte Zhangs Co-Manager Terry Lane gegenüber „SkySports“.

37 Gedanken zu “Step aside-Fee für Joshua? Verhandlungen laufen angeblich bereits

          1. Eben, Du beziehst Dich auf Fuchs` Aussage.. Die für mich aussagt, Usyk hätte bessere Chancen.. Dem widersprichst Du dann.. oder nicht..?
            Deswegen habe ich nachgefragt..

  1. ob das wirklich sinn mach. wenn fury gegen usyk kämpft werden das mindestens 2 kämpfe. wenn nicht sogar 3. und ob der sieger danach dann noch gegen joshau boxt? der sollte sich das genau überlegen und richtig gut bezahlen lassen. und vielleicht auch gleich einen garantierten kampf aus den 2-3 (oder mehr kämpfe) festschreiben lassen. die situation im schwergewicht bleibt verworren und nicht nur joshua, whyte, fury und usyk sind involiert auch bryan, charr und dubois mitlerweile.

  2. Finde, es ergäbe schon Sinn, wenn erstmal die Sieger der letzten Kämpfe gegeneinander antreten würden und die Verlierer jeweils Stay-Busy-Fights machen. Würde Usyk gegen Fury gewinnen, wäre Canelo definitiv seinen P4P-#1 los. Natürlich würde ich auf Fury setzen, aber ich bin mir sicher, es würde ein enger Kampf werden, dem Ukrainer ist alles zuzutrauen. Eigentlich müsste Joshua für 0 Euro zur Seite zur Seite treten, denn so hätte er die Chance, nochmal gegen Fury zu kämpfen, falls dieser gegen Usyk gewinnen würde. Bei einem Rematch sehe ich keine Chance für AJ. Dann wäre er erstmal weg vom Fenster und müsste froh sein, ein Rematch gegen Dilian Whyte machen zu dürfen oder gegen Bryan um den W.I.X. Intercontinental Gürtel. Der Sieger darf dann gegen den Pommmespanzer in seinem neuen Bentley boxen.

    1. naja gegn fury hat joshua doch auch null chance. und ob usyk nach einer niederlage für joshua zur seite tritt? glaub ich kaum. es wird mindestens 2x usyk – fury geben! es sei denn joshua lässt es sich vertraglich verankern, dass der sieger gegen ihn boxen muss. danach ist er so oder so weg vom fenster. erstmal. aber kämpfe gegen whyte, bryan joyce oder dubois wäre auch interessant. und vielleicht legt ja der sieger mal einen der titel nieder. den könnte sich dann joshua wieder holen.

          1. Ja, wenn ich schreibe, gegen den Sieger, dann ist es egal, wer gewinnt, Hauptsache, der Sieger gewinnt 😬

          2. naja du sagst: „Glaube, 2 x Fury vs. Usyk gibt es nur, wenn Usyk gewinnt.“ verstehe zwar nicht wieso das so sein sollte warum soll usyk sich nicht auch die rematch klausel für noch mehr kohle ziehen. aber das legt nahe, dass ein kampf gegen joshua in deinen augen nur kommen kann wenn fury gewinnt.

  3. Es geht halt – aller Weltmeisterei zum Trotz – um Geld. Um viel Geld.
    Natürlich würde es Sinn machen, wenn AJ beiseite tritt. Aber Dank Rückkampf-Klausel kann man sich ja heutzutage Pflichtherausforderer anscheinend über Dekaden hinweg vom Hals halten.
    Unerquicklich. Dass AJ da gerne die Hand aufhält ist nachvollziebar.
    Ich hätte Usyk auch im Rematch vorne. Und danach – falls es nicht noch weitere Rematch-Klauseln gibt – darf AJ sich erstmal hinten anstellen … auch, was seine Börsen angeht. Da ist so ein Griff in die Kasse – 40 Millionen fürs Nichtstun – doch ein schönes Taschengeld!

        1. aber genau das ist der knackpunkt. dieses recht muss er sich in den vertrag schreiben lassen. und zwar als nächsten kampf gegen den sieger. nicht dass es rückkampf auf rückkampf gibt und er nie zum zuge kommt. frag mal bei whyte nach soll es geben!

        2. 40 Mios ist doch nur Getrommel von Hearn. Realistisch sind vielleicht 10. Damit würde er sich einen Kampf gegen den Sieger des Kampfes aus Fury vs. Usyk sichern, was in einem Drei-Parteien-Vertrag dann auch festgeschrieben würde.

          Wenn AJ aber Usyk zuerst boxt, geht er das Risiko ein, dass er gar nicht gegen den Sieger kämpfen kann. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass das so kommen würde, jedenfalls nach dem Verlauf der ersten Auseinandersetzung. Deshalb müssen Fury und Arum auch auf irgendwelche utopischen Summen überhaupt nicht eingehen. Selbst wenn er nichts dafür bekommt, macht er immer noch einen guten Deal, weil er dann (wahrscheinlich) gegen Fury boxen darf. Wenn nicht, kann dieser gemütlich zusehen, wie AJ ein zweites Mal vorgeführt wird.

    1. wie gesagt, kommt drauf an wieder der vertrag zwischen den 3 gestaltet wird. wenn sich joshua vertragich einen kampf gegen den sieger (vor einem rematch) sicher dann kann er erst die 40 und dann die 100 mio kassieren. win, win, win würde ich sagen. der sieger aus joshua – fury/usyk muss dann wieder gegen und danach das ganz nochmal. 4 kämpfe wo alle 3 mal abkassieren.

  4. Wir warten einfach, bis jeder mal gegen jeden geboxt hat (also Fury / Joshua / Usyk) und alle ihre Rückkampfklauseln wahrgenommen haben und in 10 Jahren ist der Spuk vorbei.
    Natürlich auch, weil der Pommespanzer dann den WBA-Titel hat und
    „Hips of Stone“ unified Superchampion ist.

    1. Würde Fury schon gegen beide als klaren Favoriten sehen, aber immerhin ist Fury damals auch gegen Cunningham schwer zu Boden gegangen (und hat dann eig. nur durch eine sehr grenzwertige Aktion gewonnen), und Cunningham hatte im CW eine deutlich schlechtere KO-Quote als Usyk. Natürlich muss man allerdings auch sagen, dass Fury sich seitdem auch noch enorm weiterentwickelt hat…
      Gegen Wallin hätte der Ref im Zweifelsfall auch abbrechen können, dann hätte Fury seine erste KO-Niederlage gegen einen „relativ unbekannten“ Außenseiter kassiert.
      Fury ist schon richtig, richtig stark und wahrscheinlich das kompletteste Gesamtpaket der Schwergewichtsszene, aber unschlagbar ist er auch nicht…

      1. HW Fan:
        Sehe ich auch so ähnlich.. Im Endeffekt ist niemand unschlagbar..
        Den Fight vs Cunningham hätte Fury aber auch ohne dem relativ unsauberen Finish geholt, deswegen finde ich die Aussage, er hätte“nur“ dadurch gewonnen, nicht richtig..

  5. Natürlich wird AJ keine 40 Mio. kriegen. Die Summe ist einfach Utopisch.
    Jeder Boxer würde so ein Gebot sofort annehmen, selbst 20 Mio.

    Aber warum sollte Fury 40 Mio. abgeben? Für was?

    Wenn Usyk gegen AJ II verliert, dann kann Fury sogar noch mehr Geld verdienen wenn er gegen AJ in UK antritt, was also soll Fury für einen Vorteil haben? Es gibt keinen. 40 Mio. für die Tonne.

    Egal ob Usyk oder AJ gewinnt, der Kampf gegen Fury wird kommen und viel Geld bringen. Fury muss nichts tun außer abwarten.

    Bei einem Step aside Angebot kann nur AJ gewinnen. Er muss dann nicht das Risiko eingehen ein zweites mal gegen Usyk zu verlieren, hat dann aber schon Geld kassiert.

    1. die frage ist was bringt es aj wirklich. wieviel kriegt er jetzt für einen fight gegen usyk und wieviel mehr wäre es gegen den sieger (je nachdem wer das ist). gewinnt fury so boxt er gegen fury und kann danach wenn fury dann auch ein zweites mal gegen usyk geboxt hat auch nochmal gegen den. gewinnt usyk muss er nochmal gegen usyk und könnte danach gleich noch gegen fury im duell der verlierer.

      1. Gegen Usyk 1 verdiente AJ ca. 20 Mio. USD inkl. PPV-Einnahmen. Findet der zweite Kampf bspw. in den Emiraten statt, wären es, geschätzt aus den Einnahmen, die er beim zweiten Kampf gegen Ruiz hatte, nochmal ca. 40 Mios. Daher kommt auch Hearns viel zu hoch angesetzte Step-Aside-Fee.

        Ein einziger Kampf gegen Fury würde ihm aber schon 100 Mios bringen (falls er in den Emirates oder Saudi Arabien stattfindet).

        Deine Gedankenspiele, was Furys Kämpfe angeht, sind insofern etwas unrealistisch, weil ich glaube, dass er nur noch 2 Fights macht: gegen Usyk und gegen AJ. Rückkämpfe würde es nur geben, falls er verlieren sollte, zumindest gegen Usyk. Gegen AJ könnte ich mir evtl. 2 Kämpfe vorstellen, da hier die Gewinne für beide derart exorbitant sind, dass jedes vernünftige Denken außer Kraft gesetzt ist und es derart lukrative Nebenumsätze für Wettanbieter, Sponsoren etc. gibt, dass das Sportliche fast schon Nebensache wird. Dafür dürfte aber AJ zumindest nicht in der ersten Kampfhälfte KO gegen oder andersweitig extrem deklassiert werden.

        Falls AJ nicht zur Seite treten möchte, macht Fury noch einen Stay-Busy-Fight gegen Whyte oder Joyce, danach gegen Usyk/AJ und das wars dann.

        1. hm ja leider muss man fury so einschätzen aber usyk wird sich darauf nicht einlassen ohne rückkampfklausel. naja wir werden sehen. daher wäre mir ein usyk lieber als unified champion. der ist ein echter sportsmann und wird auch die titel verteidigen.

          1. Wie dreist Du immer versuchst Fury zu diskreditieren..
            Er war der einzige aus den damaligen top3 (AJ, Wilder, Fury), der etwas gewagt hat und auswärts vs WK und Wilder angetreten ist.. Zudem war klar, dass er beim ersten Fight vs Wilder nicht bei 100% war..
            Btw, sowohl Wilder als auch WK waren meiner Meinung nach zu diesem Zeitpunkt auf einem höheren Level als Joshua jemals erreicht hat..
            Aber für Dich sind wahrscheinlich AJ und Charr „echte Sportsmänner“, weil sie auf Postern verglichen mit dem echten Champ besser eingeölt sind..

          2. @ Brennov
            Usyk hat in seinem letzten Interview gesagt, dass er seine Karriere beenden würde sollte er alle Titel vereinigen, da er dann alles erreicht hätte. Ich denke einem Mann wie Usyk kann man das wohl glauben das er das ernst meint. Von daher wird es auch im Falle eines unified Champ Usyk nicht dazu kommen das er die Titel verteidigt. Naja wären sie halt wieder alle vakant und es gebe wieder vier Weltmeister die nie gegeneinander antreten.

          3. @ sachse: ja das wäre auch eine lösung. ich hoffe auch es kommt mal dazu. ich hatte das schon bei klitschko gehofft, dass er irgendwann abtritt und dann wieder 4 verbände mit freien wm titel gibt und damit viele kämpfe der top 15 gegeneinander um diese titel. aber durch die klauseln in den verträgen wir keiner zurücktreten können, denn dann werden sie gewaltige vertragsstrafen zahlen müssen. also müssen wir noch 1-2 jahre stillstand im HW ertragen bis alle mal mit rückkämpfen gegeneinander geboxt haben. danach kann der unified champ gerne zurücktreten und alle titel dann wieder frei geben.

Schreibe einen Kommentar