Top News

Steht Wilder unter WBC-Schutz?

Steht Wilder unter WBC-Schutz?

Das zumindest vermutet der Schwergewichtsboxer Dillian Whyte, wie die britische Tageszeitung „Daily Express“ berichtet. “Ich denke, der WBC schützt Deontay Wilder”, sagte Whyte zu Express Sport: „Vielleicht, weil er der erste amtierende amerikanische Schwergewichtsweltmeister seit langem ist.“

Um seine Vermutung zu stützen, führt Whyte unter anderem den Kampf zwischen Dominic Breazeale und Eric Molina im November 2017 an. Dieser Fight war im Vorfeld vom Veranstalter als Eliminator angekündigt worden.  Breazeale knockte Molina in der achten Runde an,  Molinas Ecke brach daraufhin in der folgenden Pause den Kampf ab. Dann das Kuriosum: WBC-Präsident Mauricio Sulaiman erklärte noch am Ring, dass der Fight doch kein von der WBC sanktionierter Eliminator-Fight gewesen wäre. Die Folge: Breazeale wurde durch seinen Sieg nicht der Pflichtherausforderer des Gewinners aus Wilder vs Stiverne, der Deontay Wilder hieß.

Dann kam Kampf zwischen Wilder und Fury … und der eigentlich geplante Rückkampf, der dann erst mal ins Wasser fiel. Nun wäre eigentlich Whyte als Nummer 1 der WBC an der Reihe gewesen. Doch was passierte? Der WBC ernannte kurzerhand  Breazeale ohne weiteren Fight zum „Mandatory“, obwohl er in der WBC-Rangliste nur auf Platz 4 war.

“Der WBC ist ein Witz!” beschwerte sich Whyte in einem BBC-Interview: “Das würde in der normalen Geschäftswelt nicht passieren, im normalen Leben oder in irgendeiner anderen Sportart … nur im Boxen.” Darauf angesprochen soll WBC-Präsident Mauricio Sulaiman nur geantwortet haben, dass der WBC nicht regelwidrig gehandelt habe.

Auch, wenn ich kein großer Fan von Whyte und seinen „Boxkünsten“ bin, kann ich verstehen, dass der „Body Snatcher“ sauer ist. Whyte wartet nun schon eine geraume Zeit auf einen Titelkampf, der WBC hat bisher auf seine Anfragen angeblich länger nicht reagiert.

Nun hofft der 31-jährige Whyte,  zum Pflichtherausforderer des Wilder-Breazeale-Siegers zu werden, dazu muss er allerdings erst einmal im Juli gegen Oscar Rivas gewinnen.

Mittlerweile – so der WBC – habe man sich mit Whyte in Verbindung gesetzt, um seinen Status zu klären Möglicherweise steht also einem Kampf zwischen Whyte und Wilder im weiteren Jahresverlauf  nichts mehr im Wege. Unterm Strich sehe ich ehrlich allerdings gesagt nicht, was Whyte im Ring gegen Wilder ausrichten könnte. Andererseits geht es natürlich im Profiboxen auch um Geld – nicht nur für den Gewinner, sondern auch für den Verlierer.

 

Voriger Artikel

Boxsport -Telegramm 15 / 2019

Nächster Artikel

Canelo Alvarez bezwingt Daniel Jacobs nach Punkten

Keine Kommentare

Antwort schreiben