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Steht Lomachenko vs Lopez am 30. Mai?

Steht Lomachenko vs Lopez am 30. Mai?

Bob Arum ist sich nicht sicher, ob der lang erwartete Kampf zwischen Vasiliy Lomachenko und Teofimo Lopez angesichts der COVID 19-Pandemie wie bisher geplant stattfinden kann. Arum soll angeblich in Erwägung ziehen, mit australischen Testkits zumindest die Gesundheit der Kämpfer zu überprüfen, um die Veranstaltung „zur Not” ohne Publikum durchzuführen.

Der 88-jährige Promoter hatte bereits in Bezug auf seine Boxevents am 14. und 19. März überlegt, die Boxer ohne Zuschauer und quasi nur vor den TV-Kameras kämpfen zu lassen. Doch weil es keine Testsets gab, beschloss die New York State Athletic Commission, die Durchführung der Events nicht zu genehmigen: „Die Gesundheit und Sicherheit der Kämpfer und ihrer Teams und aller anderen Beteiligten erforderten diesen Schritt.” erklärte Arum dazu.

Für Eddie Hearn ist die Vorstellung, einen Kampf „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ zu veranstalten, völlig abwegig. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie wir einen Kampf (..) ohne Publikum inszenieren können. Können Sie sich vorstellen, dass Anthony Joshua vor Ihnen, mir und Adam Smith gegen Kubrat Pulev antreten wird? Das wird einfach nicht passieren. Können Sie sich vorstellen, dass Dereck Chisora hinter verschlossenen Türen gegen Oleksandr Usyk kämpft, ihn (…) niederschlägt und dann triumphierend auf den Ringseilen steht und niemand sieht das?“ sagte Hearn sinngemäß in einem Interview bei „Sky Sports“: „Für mich ist Boxen in vielerlei Hinsicht einzigartig, insbesondere in Bezug auf die Rolle, die die Fans spielen, wenn es darum geht, einen Kämpfer in einem sehr wichtigen Moment seiner Karriere zu pushen.”

Arum sieht das etwas anders, wenngleich die tatsächlichen Beweggründe vielleicht nicht die sind, die der 88-jährige anführt. „Wir haben eine Verpflichtung gegenüber diesen Kämpfern, die hart arbeiten, um sich auf einen Kampf vorzubereiten, und das Letzte, was wir tun wollen, ist, den Stecker zu ziehen”, erklärte Arum bei „SiriusXM Boxing“.

Schuld an der momentanen Situation – so  sieht es zumindest Arum – ist US-Präsident Donald Trump: „In Australien kann jeder (..) in eine Apotheke gehen, sich testen lassen und das Ergebnis bekommen. Unser Land ist angeblich das wohlhabendste der Welt und wir haben einen Trottel als Präsidenten und eine Regierung, die nicht funktioniert! Dieser Kerl, der zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, ist ein Volltreffer! Es könnte in den USA hunderte Millionen Testkits geben … so wie in Australien.“

Nicht nur Arum ist verärgert, sondern auch die Kämpfer, die sich vergeblich vorbereitet haben. Zum Beispiel Federgewichtsweltmeister Shakur Stevenson. Der 22-jährige hätte es vorgezogen, ohne Zuschauer zu kämpfen, als nun erst einmal gar nicht: „Ehrlich gesagt, wäre es mir egal, wenn es nur mich und Marriaga im Gebäude gäbe. Ich habe mir 8 Wochen lang den Arsch aufgerissen und diese Nacht wäre so oder so etwas Besonderes für mich gewesen!“

Nun bleibt abzuwarten, ob die Begegnung zwischen Lomachenko und Lopez am 30.Mai auch ausgesetzt wird, oder ob der Kampf hinter verschlossenen Türen und nur im Beisein der Fernsehkameras stattfindet. Bob Arum jedenfalls gibt sich zuversichtlich:

Was sagen die Leser von Boxen.de? Seht Ihr es wie Eddie Hearn, dem bei einer reinen TV-Übertragung die „Unterstützung“ des Publikums fehlt? Oder würdet Ihr lieber Fights ohne Zuschauer in „klinischer Atmosphäre“ und ohne Zuschauer sehen, statt ganz auf Boxkämpfe zu verzichten?

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5 Kommentare

  1. 14. März 2020 at 14:43 —

    Meine Fresse. Soll die Risikogruppe Zuhause bleiben, alle schön Vitamin C zu sich nehmen und sich nicht ins Hemd scheißen.
    Die Standard Grippe hatte vor zwei Jahren über 25.000 Opfer allein in Deutschland gefordert. Keine Sau hatte darüber berichtet. Das nervt!

    • 14. März 2020 at 15:04 —

      Aber vor zwei Jahren stand uns ja auch die Finanzkrise 2.0 noch nicht ins Haus!

      US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt.

      50 Milliarden Euro, allein die USA, nicht schlecht oder?
      Der Corona-Virus ist eine fabelhafte Gelddruck- und Angstmachmaschine. Genau das richtige für die Finanzelite!

      • 14. März 2020 at 15:50 —

        Ich kann da nicht mitreden, denn ich verstehe die Finanzwelt nicht. Wie kann man mit Geld, Geld verdienen? Für mich ist das nur heiße Luft.
        Wenn einer sein Auto repariert haben will und dafür bezahlt, ist es etwas reales.
        Wenn ich Finanzheinis reden höre, bekomme ich schlechte Laune und vor allen Dingen Lust, ihn an seiner Krawatte “spazieren” zu führen.

      • 15. März 2020 at 11:50 —

        Aber vor zwei Jahren stand uns ja auch die Finanzkrise 2.0 noch nicht ins Haus!

        Genau. Willkomme Ablenkung zum nächsten Gesamtversagen der Finanzwelt. Und am Ende hat der Großteil der Bevölkerung noch Verständnis für die Pleite und das Versagen, schließlich sind sie je gerade noch mit dem Leben davon gekommen. Schuld an der der Finanzkrise war schließlich nur die Pandemie.

  2. 14. März 2020 at 15:49 —

    Mal sehen, was noch passiert, wenn sich jetzt schon die Leute in den Läden um Klopapier und Mehl kloppen. Ich seh “Mad Max” schon winken. Endzeit olé!

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