Statt gegen Tyson, Holyfield nun gegen McBride?

Statt gegen Tyson, Holyfield nun gegen McBride?

Nachdem der Showkampf zwischen Mike Tyson und Evander Holyfield – zumindest vorläufig – wohl doch nicht stattfindet, hat ‚The Real Deal‘ einen neuen Gegner gefunden. Laut Holyfield-Berater Kris Lawrence steht Holyfield am 5. Juni auf der Undercard von „Teofimo Lopez vs George Kambosos“ mit Kevin McBride im Ring.

Ob diese Ansetzung sehenswert ist, muss der geneigte Leser für sich selbst entscheiden. Zur ersten Garde der Heavyweights konnte sich der gebürtige Ire nie zählen. Bekannt wurde „The Clones Colossus“ dadurch, dass er am 11. Juni 2005 ‚Iron Mike‘ Tyson besiegte. Tyson war zu diesem Zeitpunkt allerdings nur noch ein Schatten seiner selbst und gab den Kampf – obwohl nach Punkten in Führung liegend – nach der sechsten Runde auf.

McBride war bis zum Jahr 2011 aktiv. Am 29. Juli 2011 kämpfte er gegen Mariusz Wach um den vakanten WBC-International-Titel. Wach dominierte die Begegnung von Beginnn an, McBride ging in der vierten Runde KO und beendete nach dieser Niederlage mit einer Bilanz von 35-10-1 seine Boxkarriere.

Die Frage „warum boxt jemand, der gegen Wach verliert, nun gegen Holyfield?“ darf man allerdings stellen. Was die beiden Beteiligten angeht, liegt die Antwort auf der Hand: es geht um Geld. Der Showkampf soll acht Runden à zwei Minuten dauern, ein Veranstaltungsort ist noch nicht bekannt. Wie es heißt, soll das Ganze in der Nähe von Miami über die Bühne gehen.

Ich muss zugeben: ich behalte Ringlegenden lieber als Ringlegenden im Kopf, anstatt mir abgehalfterte Rentner im Seilgeviert anzuschauen, die nur noch ein müder zweiter Aufguss ihrer ehemaligen Klasse sind. Möglicherweise geht es nur mir alleine so, denn die Begegnung zwischen Mike Tyson und Roy Jones jr im November 2020 soll 1,6 Millionen Pay-per-Views verkauft haben.

Fraglich ist, ob dieser Trend sich fortsetzt. Falls Triller mit solchen Ansetzungen auch weiterhin schwarze Zahlen schreibt, wird das sicher auch noch andere Schwergewichtsboxer aus dem Ruhestand locken. Auch Mike Tyson wird wohl wieder via Triller zu sehen sein. Tyson hatte zwar im vergangenen Monat erklärt, er habe keinen Vereinbarung mit Triller getroffen, doch die Betreiber der Streaming-app behaupten, Tyson wäre bis zum November 2023 vertraglich gebunden.

8 Gedanken zu “Statt gegen Tyson, Holyfield nun gegen McBride?

  1. Evander ist, war und wird immer ein absolutes Fitness-Phänomen sein. Wahrscheinlich mittlerweile wie viele fitte ältere Amis auf HRT, evtl. GH und anderen Polypeptiden – aber trotzdem, ihm würde ich sofort auch 12 Runden á 3 Minuten zutrauen. Legende!

  2. Ich denke Kalle Sauerland sollte ein art Super Six Legenden Turnier Veranstalten. Dann kämpfen da, Tyson, Lewis, Holyfield, Vitali Klitschko, Foreman, David Tua, Axel Schulz, Timo Hoffman, gegeneinander. Also ich würde dafür sogar Geld bezahlen, dann kann Axel Schulz Revanche bei Foreman nehmen, und Vitali bei Lewis, Tyson bei Holyfield, also ich finde meine Idee extrem gut.

    1. Naja, Foreman ist 72, schon bisschen alt, oder? Und statt der Eiche vielleicht eher Riddick Bowe und Razor Ruddock. Frank Bruno ist auch noch sehr fit, bei dem könnte ich mir vorstellen, dass er gleich loslegen könnte. Und natürlich Tua vs. Ibeabuchi Rematch, Ike ist ja schon ne Weile draußen aus dem Knast. Oder Wlad vs. Shannon Briggs, aber die beiden sind fast noch ein wenig zu jung. Da könnten tatsächlich ein paar unterhaltsame Scraps dabei sein … wenn das Ganze mit dem nötigen Respekt, aber auch Humor und Show kombiniert wird, könnte ein schlauer Promoter damit auf jeden Fall gutes Geld verdienen.

      1. Da die Finanzierung jetzt von Wasserman vorhanden ist, sollte es für Kalle kein Problem sein so ein interessantes Programm auf die Beine zu stellen. Vielleicht sollten wir ein Paar E-Mails an Kalle schreiben und ihm dabei noch ein Paar Gramm weißes Puder Anbieten, das er so sehr liebt. 😉

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