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Starke Mittelgewichtler im Vormarsch

Bild: Sergiy Derevyanchenko

Es wird immer ein „schleichender Prozess“ sein: Die Ranglisten in den einzelnen Gewichtsklassen sind mehr oder weniger schnell in Bewegung. Der Stern bekannter und erfolgreicher Boxer beginnt zu sinken oder sie ändern ihre Gewichtsklasse. Andere Namen rücken nach. Das kann man in diesen Tagen besonders im Mittelgewicht beobachten.

Am Donnerstag fielen besonders 2 Boxer auf, die bei einer Veranstaltung von Lou DiBella in Mashantucket / Connecticut / USA kämpften. Beide wurden als Ukrainer in der ehemaligen Sowjetunion geboren. Der Eine, Sergiy Derevyanchenko kam in Feodossija auf der Krim / jetzt Russland, zur Welt. Der Andere, Ievgen Khytrov, kommt aus Kriwoj Rog / jetzt Republik Donezk. Was beide jetzt vereint: Sie leben in New York und sind auf bestem Wege, sich im Mittelgewicht einen Namen zu machen.

Der 30-jährige Sergiy Derevyanchenko bekam es bei dieserm Event mit dem altbekannten Sam Soliman aus Australien zu tun. Der erfahrene 42-jährige Ex-Weltmeister hat schon so manchen anderen Boxer zum Narren gehalten und clever besiegt. Doch gestern gab es für ihn gegen Derevyanchenko absolut nichts zu lachen. Soliman begann den Kampf als der aktivere Boxer, landete aber bereits gegen Ende ersten Runde auf dem Hosenboden. Er schaffte es in die Pause, lief aber in Runde 2 in einen Schlag und wurde wieder angezählt. Jetzt hatte Derevyanchenko „Lunte gerochen“. Er suchte die Entscheidung. Soliman hatte verstanden, dass er gegen diesen Gegner nicht ankommt und verlegte sich auf Flucht. Ein passgenauer Kopfhaken traf den Australier schwer. Soliman ging zu Boden. Er kippte bei einem Versuch aufzustehen shwer benommen einfach um und blieb erst einmal liegen. Der Kampf war nach nicht einmal vollen 2 Runden zu Ende.  Soliman ist nun wohl endgültig auf der Zielgeraden seine Karriere eingebogen. Der technisch versierte Modellathlet Sergiy Derevyanchenko konnte seinen Kampfrekord auf 9 Siege (7 durch KO) ausbauen. Der Kampf: (Klick) 

Bei der gleichen Veranstaltung kämpften die beiden 27-jährigen Ievgen Khytrov (13(11)-0-0) gegen den Amerikaner Paul Mendez (19(9)-2-2). Dieser Fight ging etwas länger. Khytrov, der Amateur-Weltmeister von 2011, war über die ganze Kampfdauer der dominierende Mann. Er ließ sich allerdings bis in Runde 9 Zeit, um seinen Gegner derart unter Druck zu setzen, dass ihn der Ringrichter fast zeitgleich mit dem Ringarzt aus dem Kampf nahm. Das war die erste vorzeitige Niederlage für den „Schwarzen Hahn“ Mendez. Khytrov hat auf jeden Fall die boxerischen Fähigkeiten, demnächst gegen stärkere Gegner anzutreten. Der Kampf: (Klick) 

Von beiden Ex-Ukrainern werden wir gewiss noch so Einiges zu hören und zu sehen bekommen. Khytrov ist bereits in allen 4 großen Verbänden in den Top 15 vertreten. Derevyanchenko ist bei der WBA die #11 und hat sich mit dem Sieg über Soliman beim Verband IBF sogar auf #2 vorgeschoben.

Zu diesen Beiden „Newcomern“ im Mittelgewicht gesellt sich noch ein dritter, der Japaner Ryota Murata (10(7)-0-0). Der 30-jährige aus Tokyo besiegte bei den Amateurweltmeisterschaften in Baku 2011 u.a. Stefan Härtel. Im Finale unterlag er Ievgen Khytrov. Die Silbermedaillie reichte aber für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2012 in London, wo er Olympiasieger wurde und japanische Sportgeschichte schrieb. Sein Sieg bei Olympia war für einen japanischen Boxer der erste seit 1964 und seine Goldmedaillie die 100., die Japan bei Olympischen Spielen gewann. Ryota Murata wurde 2013 Profi, nachdem er es abgeleht hatte AIBA-Boxer zu werden. Er unterschrieb im Juni 2013 einen Vertrag bei Bob Arum und boxt seither bei „Top Rank“. Am 23. Juli geht es für ihn in Las Vegas auf der Undercard von Crawford vs Postol gegen den Indianer George Tahdooahnippah. Auch Ryota Murata ist in den Rankings der großen Verbände bestens in Position (WBC #4, WBA #9, IBF #3, WBO #3) für baldige große Figths. Hier das Pressetraining zum heutigen Kampf: (Klick) 

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1 Kommentar

  1. 3. August 2016 at 10:29 —

    Test, Test, Test ?

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