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Spiering: „Scull ist der kommende Mann im Supermittelgewicht!“

Im Mai verlor der „Wikinger“ Ronny Mittag gegen Patrick Wojcicki seine IBF Intercontinental Krone. Drei Monate später platzte die Chance auf einen GBU Titelkampf gegen Vincent Feigenbutz. Ein grippaler Infekt verhinderte seinen Antritt.

Nun soll Mittag am 1. Dezember in Gummersbach gegen Denis Radovan kämpfen und der ist, wie Patrick Wojcicki und Vincent Feigenbutz, ein Boxer des Team Sauerland.

In diesem Interview bezieht Wiking-Boxpromoter Winfried Spiering zu dem anstehen Fight Stellung und verrät die aktuellen News im Berliner Boxstall.

Hatte Mittag in der Vergangenheit einfach nur Pech gegen Sauerland Boxer oder ist es das Gesetz der Serie, dass ihm auch gegen Radovan zum Schicksal werden könnte?

Davon will Wiking Boss Winfried Spiering nichts wissen. „In Gummersbach dominieren die Wikinger und dazu gehört auch der Kubaner William Scull“, so Spiering.

Herr Spiering, in vier Wochen haben sie wieder einen Großkampftag. Ronny Mittag wird gegen Denis Radovan boxen. Zuerst die Niederlage gegen Wojcicki, dann krank gegen Feigenbutz – gibt es einen Sauerland-Fluch, der auf Mittag lastet?

Blödsinn. Den Fight gegen Wojcicki hat Ronny verloren. Der Kampf lief an ihm vorbei. Und daran ist kein ‚Team-Sauerland-Fluch‘ Schuld. Als er dann wegen einer Grippe Feigenbutz absagen musste, da fühlte er sich hundeelend. Trotz Fieber und Schüttelfrost wollte er boxen. Das habe ich verboten. Eines hat Ronny gelernt: Fahre niemals vor wichtigen Kämpfen mit öffentlichen Verkehrsmitteln! Da steckt man sich nur an.“

Wie läuft seine Vorbereitung?

„Es läuft alles perfekt. Jetzt stößt noch William Scull zu uns ins Training und wird sich gemeinsam mit Ronny auf Gummersbach vorbereiten.“

Radovan war bei den Amateuren ein Ausnahmetechniker. Unvergesslich sind seine Schlachten gegen Xhek Paskali …

„Und gegen Stefan Härtel. Wir haben Radovan studiert. Wir kennen seine Kämpfe als Amateur, wir kennen seine Kämpfe für Sauerland.“

Was haben Sie über ihn herausgefunden?

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„Dass er als Profi im Supermittelgewicht angefangen hat. Dass man überlegt hatte, ihn für das nächsthöhere Halbschwergewicht aufzubauen und, dass er in seinen Kämpfen ausschließlich Aufbaugegner boxte. Deshalb sagt seine K.o.-Quote von 45 Prozent nichts aus. Das muss man bei Sauerland erkannt haben, denn neuerdings startet er ja eine Gewichtsklasse tiefer im Mittelgewicht. An das ganze ‚bla, bla, bla‘ in den Zeitungen, vom ‚ausgezeichneten Techniker, der im Mittelgewicht schneller an die Spitze kommt‘, glaubt doch eh keiner.“

Woran glauben Sie?

„Daran, dass Radovan keinen Punch hat. Ob er seinen Platz im Mittelgewicht finden wird, werden wir sehen.“

Radovan hat zuletzt Florian Wildenhof in der ersten Runde K.o. geschlagen und das war im Mittelgewicht.

„Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Wildenhof ist kein ‚Wikinger‘ und schon gar nicht Ronny Mittag! Für Radovan kommt der Kampf zu früh. Es ist ein Fehler ihn schon jetzt gegen Ronny antreten zu lassen und der wird bestraft.“

Sie sagten, dass William Scull zu ihnen stößt. Wer ist das?

„William Scull ist ein Kubaner, der in Argentinien lebt. Unser Vizeweltmeister Pedro Carrion hat mich auf ihn aufmerksam gemacht. Nachdem ich mir seine Videos angeschaut habe, lege ich mich fest. Scull ist der kommende Mann im Supermittelgewicht! Er ist ein brillanter Techniker wie Henry Maske und haut wie einst Angel Espinosa. Ihm zuzuschauen ist ein Erlebnis. Wir werden ihn uns in zwei Kämpfen anschauen. Danach setzten wir uns mit ihm an den Tisch.“

Herr Spiering, sie kommen ins Schwärmen. Wo kann man Scull sehen?

„Nennen wir es nicht Schwärmen, nennen wir es Überzeugung. Aber ganz ehrlich, ich freue mich William endlich live zu sehen. Seine Technik, sein Tempo und seine Schlagkraft – einfach atemberaubend. Um William in Deutschland zu erleben gibt es zwei Gelegenheiten. Die erste ist am 10. November beim 70-jährigen Geburtstag der Boxsektion von Fortschritt Neustadt-Glewe. Wir werden drei Profikämpfe einbringen und William wird einen Achtrunder gegen Milosav Savic boxen. Danach am 1. Dezember gemeinsam mit Ronny in Gummersbach. Das haben Nisse Sauerland, Freddy Ness und ich vereinbart. Die beiden schlugen vor, dass William einen Achtrunder gegen Oliver Flodin bestreiten soll. Für mich wird das der eigentliche Hauptkampf von Gummersbach sein, denn hier wird ein kubanisches Ausnahmetalent seinen Siegeszug beginnen und ich kann nur jedem empfehlen diesen Moment live mitzuerleben.“

Verraten Sie uns ein wenig zu Ronnys und Williams Taktik?

„Nein. Freuen sie sich einfach auf zwei vorzeitige Siege für das Wiking Boxteam.“

Foto und Quelle: Winner Wiking Event

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