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Spektakulärer Chris Jenkins gewinnt Prizefighter souverän – Danny Connor unterliegt im Finale

Im extrem heißen Bethnal Green in London lieferte der 24-jährige Chris Jenkins beim Prizefighterturnier am Samstagabend eine überragende Leistung ab und machte sich mit einem dominanten Turniersieg einen Namen. Der Waliser gewann jede Runde in seinen drei Kämpfen und schlug im Finale Danny Connor KO. Trotz der eher unbekannten Namen erwies sich das Turnier als sehr unterhaltsam, denn die Kämpfe des Turniers waren durchgehend unterhaltsam und ausgeglichen. Während vor allem Chris Jenkins mit seiner Qualität und Eren Arif mit seinem zuschauerfreundlichen Stil auf sich aufmerksam machten, lieferte der Halbfinalkampf zwischen Danny Connor und Ryan Taylor das größte Drama. Jenkins sparte sich zudem den einzigen KO des Turniers für das Finale auf.

Im ersten Kampf des Abends setzte sich Danny Connor wie erwartet gegen Charlie Rice durch. Die Scores von 30-27, 29-28 und 29-28 spiegelten aber nur bedingt einen unterhaltsamen, sehr engen Kampf wieder. Rice zeigte gute boxerische Fähigkeiten, doch Connor war deutlich aktiver und sicherte sich damit wohl die ersten beiden Runden. Rice kam in der dritten Runde zurück, doch es war zu wenig um den Kampf noch zu drehen.

Danach traf Ryan Taylor auf Matty Tew. Taylor begann imposant und gewann hauptsächlich dank der starken ersten Minute die erste Runde. Tew wurde jedoch in Runde Zwei aktiver und aggressiver und gewann die Runde deutlich gegen einen lethargisch wirkenden Taylor, der erst ganz zum Schluss aufdrehte. Die dritte Runde sollte entscheidend sein, und die beiden Boxer machten es den Punktrichter nicht leicht. Beide legten ein mörderisches Tempo vor, und Taylor begann stärker, während Tew die bessere zweite Hälfte zeigte. Ryan Taylor wurde schließlich zum Sieger mit 29-28, 29-28 und 29-28 erklärt und zog damit in das Halbfinale ein.

Im Kampf zweier zuvor ungeschlagener Boxer glänzte als nächstes Eren Arif. Der große Außenseiter schockte Liam Shinkwin überraschend und ließ ihn kaum in den Kampf kommen. Arif attackierte von Anfang an extrem aggressiv, während Shinkwin im Rückwärtsgang überfordert wirkte. Im zweiten Durchgang fand er jedoch seinen Rhythmus etwas mehr und begann stark. Arif zog das Tempo daraufhin jedoch wieder an und hielt die Runde so eng. Beide brauchten eine starke letzte Runde, doch es war Arif, der Shinkwin erneut überrollte, einmal niederschlug und am Schluss fast noch stoppte. Das Urteil von 30-26, 29-27 und 30-26 spiegelte den Kampf gut wieder.

Chris Jenkins startete im letzten Viertelfinale etwas übermotiviert gegen den Rechtsausleger Tony Owen, doch nach etwa einer Minute fand er seinen Rhythmus und beeindruckte mit einem extrem hohen Tempo und blitzschnellen Händen, die er in der Nahdistanz brachte. Auch in der zweiten Runde blieb er äußerst aggressiv und ließ Owen kaum zur Entfaltung kommen. Der Waliser dominierte so deutlich, dass ein KO-Sieg sehr realistisch schien, doch Owen bewies ein gutes Kinn und überstand die drei Runden ohne Niederschlag, auch wenn er komplett chancenlos blieb. Das 30-27, 30-27 und 30-27 der Punktrichter war nicht mehr als eine Formalität.

Es ging weiter mit den Halbfinals, und im ersten Halbfinale lieferten sich Danny Connor und Ryan Taylor einen weniger hektischen Kampf aus der Distanz heraus, der einen Twist am Ende bot. Connor boxte im Rückwärtsgang hinter seinem Jab und mit guten Meidbewegungen, während Taylor konstanten Druck ausübte. Die besseren Treffer kamen jedoch in den ersten beiden Runden von Ryan Taylor, der mit ein paar guten rechten Geraden durchkam, während Connor sich in Runde Eins zu sehr auf den Jab konzentrierte und gehemmt wirkte und in der Zweiten den Kürzeren in den Schlagabtauschen zog. Und auch in der letzten Runde blieb Connors verzweifelter Versuch den Kampf noch zu drehen lange ohne Erfolg. Taylor demonstrierte eine starke Defensive, doch musste plötzlich in der letzten Minute zu Boden. Connor erwischte ihn aus dem Nichts mit einer rechten Geraden, als Taylor sich sehr niedrig abduckte. Taylor protestierte, als der Ringrichter ihn anzählte und war dann nicht wach, als der Kampf wieder freigegeben war. Er lief nach vorne und direkt in eine harte rechte Gerade, die ihn dieses Mal ohne Kontroverse nieder schickte. Die zwei Niederschläge sorgten am Ende für einen 28-27, 29-27 und 30-26 Sieg für Danny Connor und für dessen Ticket fürs Finale.

Die beiden bis dahin Boxer, die bis dahin am meisten beeindruckt hatten, trafen im zweiten Halbfinale aufeinander. Eren Arif versuchte wieder wie ein Wirbelsturm los zu legen, doch Chris Jenkins boxte dieses Mal clever aus der Distanz und hielt Arif mit dem Jab auf Distanz. Nur ab und zu ließ er sich auf Schlagabtausche ein, in denen er dank seiner schnelleren Hände und großartigem Schlagrepertoire stets die Oberhand behielt. Arif wurde zunehmend zurückhaltender in der zweiten Runde, da er Respekt vor Jenkins präzisen Kontern hatte und zudem von brutalen Körpertreffern gemartert wurde. Arif blieb durchgehend chancenlos, während Jenkins auf ganzer Linie überzeugte und dominierte. Erneut gewann er bei allen drei Punktrichtern mit 30-27.

Das Finale paarte damit die beiden Favoriten Chris Jenkins und Danny Connor gegeneinander. Connor versuchte es früh zu einem chaotischen, unsauberen Kampf zu machen, doch bald darauf übernahm Jenkins die Kontrolle mit seiner Schnelligkeit und Präzision. Eine halbe Minute vor Ende der Runde rüttelte er Connor sogar mit einer harten Rechten durch. Jenkins setzte nach und schlug Connor zu Boden. Connor überstand die letzten Sekunden der Runde, doch fand sich schon bald in der zweiten Runde nach einer weiteren rechten Geraden erneut auf wackligen Beinen wieder. Erneut brauchte Jenkins nur ein paar weitere Treffer um den Niederschlag zu erzielen, und dieses Mal zählte der Ringrichter ihn aus.

Für Chris Jenkins, der jetzt bei zehn Siegen in zehn Profikämpfen steht und nun 32 Tausend Pfund reicher ist, könnte diese spektakuläre Leistung der Start einer viel versprechenden Karriere und ein großes Sprungbrett sein.

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1 Kommentar

  1. Müllverbrennungstechniker
    7. Juli 2013 at 08:24 —

    Wie gut das man die alle kennt.Daher ist dieses Turnier nicht viel wert. Ausser vielleicht für die Inselaffen

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