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Smith vs Vargas & Hrgovic vs Povetkin auf der Ruiz vs Joshua Undercard?

Smith vs Vargas & Hrgovic vs Povetkin auf der Ruiz vs Joshua Undercard?

Nachdem das Rematch zwischen Andy Ruiz jr und Anthony Joshua nun in „trockenen Tüchern“ ist, hat Matchroom-Chef Eddie Hearn begonnen, sich Gedanken über die Undercard zu machen. In einem Interview mit dem TV-Sender Sky verriet Hearn, dass er gerne einen Fight zwischen Liam Smith und Jessie Vargas im Vorprogramm in Diriyah sehen würde.

Beide Boxer sind ehemalige Weltmeister, wenngleich Liam Smith wohl als Favorit in diese Begegnung gehen würde. Smith verlor seinen WBO-Superwelter-Titel im Jahr 2016 an Saul Alvarez, Vargas musste seinen Weltergewicht-Titel im selben Jahr an Manny Pacquiao abgeben.

Nach zwei Unentschieden gegen Adrien Broner und Thomas Dulorme gelang Vargas im April mit Glück und Nervenstärke zwar ein Sieg über Humberto Soto, der weitaus schlagstärkere Mann dürfte aber Liam Smith sein. Der 31-jährige Brite verlor im Sommer 2018 gegen Jaime Mungia, kam jedoch 2019 mit zwei TKO-Siegen über Sam Eggington und Mario Alberto Lozano zurück. Ein Kampf zwischen „The Pride of Las Vegas“ Vargas und „Beefy“ Smith könnte trotzdem interessant sein, auch wenn Vargas sich mit seinem Aufstieg ins Superwelter vermutlich keinen Gefallen tut.

Darüber hinaus hat Eddie Hearn wohl einen weiteren Einsatz von Alexander Povetkin ins Auge gefasst. Der russische Schwergewichtler, der am Montag seinen runden 40sten Geburtstag feiern konnte, hatte sich am vergangenen Samstag noch mit einem Sieg über Hearns Schützling Hughie Fury zum WBA-International-Champ gekrönt.

Möglicherweise möchte Hearn diesen Titel lieber an seinem seiner eigenen Schwergewichtler sehen. In Frage käme Michael Hunter, der schon den IBO-Interconti-Titel trägt. Fraglich ist, ob ein Fight gegen den 31 Jahre alten „The Bounty“ nicht den „Grabgesang“ für Povetkins 14 Jahre währende Profiboxkarriere einläuten würde.

Da aber auch der kroatische Schwergewichtler Filip Hrgovic seit Jahresbeginn von Matchroom Boxing co-promoted wird, kann man wohl vermuten, dass der 40-jährige Russe das nächste „Opfer“ von Hrgovic werden soll. Zumal der 27-jährige aus Zagreb noch vor Kurzem nach seinem Sieg über den mexikanischen Journeyman Mario Heredia vollmundig von sich gab: “Ich will gegen die größten Namen des Sports kämpfen, zum Beispiel Dereck Chisora, Alexander Povetkin, Luis Ortiz, Christian Hammer – Männer mit sehr viel Erfahrung”.

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Während der ein oder andere Boxfan da in Richtung Christian Hammer gedacht haben dürfte, scheint jetzt das Zünglein an der Waage in Richtung Povetkin auszuschlagen. Eine Zusage in Saudi-Arabien auf der Undercard von Andy Ruiz vs Anthony Joshua zu kämpfen, hat Hrgovic angeblich schon: “Eddie Hearn hat mir versprochen, dass er mich da unterbringt. Das zeigt mir, dass er wirklich an mich glaubt und dass er glaubt, ich könne einer der Stars im Boxen werden.“

 

 

 

 

 

 

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17 Kommentare

  1. 5. September 2019 at 21:19 —

    In meinen Augen sind weder Hunter noch Hrgovic Gegner, vor denen Povetkin Angst haben muss. Klar ist er 40, aber ich sehe den Russen immer noch unter den Top 10 der HWs und für die sollte das auch noch reichen.

  2. 5. September 2019 at 22:12 —

    Hrgovic vs. Povetkin? Wäre ein super Fight!

  3. 6. September 2019 at 01:26 —

    Wenn Filip gegen Pove kämpft, trennt sich die Spreu vom Weizen. Das ist wirklich eine waschechte Standortbestimmung. Sollte er da überzeugen, muß man ihn zur ernstzunehmenden Zukunft zählen. Jedoch denke ich das er sich schwer tun wird im Infight mit Pove. Er ist zu unbeweglich und Pove wird das ausnutzen, zumal Pove in diesem Kampf keine Geschwindigkeitsnachteile durch sein Alter haben wird. Aber ich lasse mich auch gern eines besseren belehren.

  4. 6. September 2019 at 07:47 —

    Hrgovic gegen Pove hört sich richtig gut an. Die Kroaten brauchen mal wieder einen guten Kämpfer.
    Ich war immer ein Fan von “Cro Cop” (MMA)

  5. 6. September 2019 at 09:48 —

    Stimme zu! Guter „Crossroads“-Fight! Über die Scorecards sollte Pove (Fitness vorausgesetzt) das Ding eintüten. Ein Knock wäre auf beiden Seiten möglich.
    Vargas gegen Smith ist auch ein ordentlicher Fight für dieses Event. Für 100 Mio muss Eddie den Scheichs auch was bieten!

  6. 6. September 2019 at 18:03 —

    Es ist ähnlich wie schon gegen Fury..
    Der Ausgang des Kampfes hängt ausschließlich davon ab, wieviel Povetkin noch im Tank hat.. Wenn er noch einigermaßen gut drauf ist, hat der Kroate nur die Chance auf einen Lucky Punch..

    • 7. September 2019 at 12:33 —

      Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Kroate soviel Power in seinen Fäusten haben soll! Joshua war der erste, der Povetkin richtig niederstrecken konnte und das gelang ihm auch nur, weil Pove den angeklingelten Joshua zu hektisch finishen wollte!

      Ich sehe keine Chance von Hrgovic gegen Povetkin!

  7. 7. September 2019 at 09:17 —

    Hrgovic gegen Petar Milas wäre auch ein toller Fight.
    Warum nicht zwei hoffnungsvolle Nachwuchsboxer aus dem selben Land gegeneinander antreten lassen?

    • 7. September 2019 at 18:20 —

      Jedesmal schreibst du denselben Kram.

      Ganz offensichtlich haben sie zu Beginn ihrer Karriere noch keinen Bock, sich gegenseitig die Fresse zu polieren. Milas ist dazu in keinem Verband in den Top 15 vertreten. Wart’s ab, wenn sie beide ein gutes Ranking haben, werden sie schon noch gegeneinander kämpfen. In Zagreb oder Split wäre das auf jeden Fall ein Sellout.

  8. 7. September 2019 at 20:06 —

    Schon seltsam, dass der dicke alte, mehrfach des Dopings überführte russische Pombär hier noch eine solche Fanbase besitzt. Mir ist er – vom Sportlichen mal abgesehen – total unsympathisch. Meines Wissens nach ist er Rodist (eine slawische Kultreligion) und aktives Mitglied des nationalkonservativen Machtpartei „Einiges Russland“ von Präsident Medwedew. Nichts davon kann ich irgendetwas abgewinnen, obwohl ich laut Fallobstdepp ja ein ausgemachter Gutmensch bin. Aber auch da gibt es offensichtlich Grenzen.

    Sportlich gesehen ist er natürlich ebenfalls längst überm Berg. Sicherlich könnte es für Hrgovic aufgrund seines Erfahrungsvorteils und besserer Infightskills noch reichen … aber muss man sich darüber wundern? Hrgovic hat grade mal neun Fights, Pove 35 oder noch mehr, ist seit 15 Jahren Profi. Wenn ich lese, dass Pove Joshua „angeklingelt“ haben soll, kann ich nur müde lachen. Er hat ihn einmal am Ende einer Runde (2 oder 3, glaube ich) gut erwischt – und das war’s mit der Herrlichkeit. Der Russe hat – abgesehen von der erwähnten – jede Runde verloren und ist in der 7. krachend KO gegangen. Er war aber selbst gegen Price ziemlich angeklingelt – und wurde sogar angezählt. Das ist die Wahrheit, ob sie einem gefällt oder nicht.

    • 8. September 2019 at 12:50 —

      Das Pove ein gute Fanbase hat, liegt ohne Zweifel daran, dass Pove einer der besten Boxer im Schwergewicht war und immer noch ist und nur darum dreht es sich doch für einen Boxfan!

      Wenn interessiert schon die private Gesinnung, zumal diese in den Mainstreammedien eh nur sehr einseitig und dazu auch nicht immer der Wahrheit entsprechend kommuniziert werden.

      Was weiß man schon über Joshua, Ortiz, Wilder, Hrgovic usw.? Eigentlich nichts und daher sollte ein Boxfan auch nur das bewerten, was ein Boxfan zu bewerten in der Lage ist und das sind nun mal nur die Fähigkeiten eines Boxers, welcher diese im Ring offen legt!

      In diesem Bezug war und ist Pove einer der besten Schwergewichtler und das ist ebenso die Wahrheit, ob sie einem gefällt oder nicht und eigentlich will jeder halbwegs interessierte Boxfan seine Skills im Ring sehen!

      • 8. September 2019 at 18:26 —

        Pove war mal ein Hoffnungsträger gegen die Klitschko-Vorherrschaft in einer HW-Ära Angang der 2010er-Jahre, die niveautechnisch zu den düstersten Zeiten des Boxsports überhaupt gehörte. Außer den Klitschmanns – wenn überhaupt – verdiente schlichtweg niemand in dieser GK das Prädikat „Top-Athlet“. Wahrscheinlich sind daran aber die Mainstreammedien schuld.

        Die „Herausforderer“ waren entweder aufgepumpte LHW/Cruiser (Goral Adamek, Haye, Mormeck, Mike Perez) oder physisch nicht allzu imposante und technisch begrenzte HW (Tony Thompson, Chagaev, Pulev, Rahman, L. Brewster, etc.). Povetkin fügt sich nahtlos in diese Phalanx ein. War/ist er der noch der Beste dieser Loser? Möglicherweise, wen juckt’s? In allen entscheidenden Titelkämpfen hat er jämmerlich versagt, obwohl auch er (wie viele andere) besonders vor dem Klitschkofight große Töne gespuckt hat. Speziell der Kampf gegen Dr. Oktopus wird wohl als einer der ödesten und qualvollsten (von der Zuschauerperspektive her) HW-Titelfights aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Sicher hat auch der Ukrainer mit seinem nervenzerfetzenden Jab & Grab seinen Teil dazu beigetragen, aber Povetkin hat dreimal (oder viermal, ich weiß es nicht mehr) den Boden besucht und keine einzige Runde gewonnen. Mit ziemlicher Sicherheit sind daran aber die Mainstreammedien schuld.

        Übrigens war nach der Niederlage gegen Klitschko ein Eliminator um den WBA-Titel gegen Luis Ortiz geplant. Povetkin sagte ab und trat lieber gegen Charr an. Hmm, was sagt einem das? Danach hatte er eine kurze Hochphase mit drei oder vier Knockouts gegen Typen wie Takam und Wach, bis er 2016 zweimal positiv getestet wurde. Seitdem: 1 KO (gegen Price) aus 5 Kämpfen. Hmm, was sagt einem das? Allerdings sind daran die Mainstreammedien schuld, das steht absolut fest!

        • 8. September 2019 at 19:15 —

          Schon seltsam, dass der dicke alte, mehrfach des Dopings überführte russische Pombär hier noch eine solche Fanbase besitzt. Mir ist er – vom Sportlichen mal abgesehen – total unsympathisch. Meines Wissens nach ist er Rodist (eine slawische Kultreligion) und aktives Mitglied des nationalkonservativen Machtpartei „Einiges Russland“ von Präsident Medwedew. Nichts davon kann ich irgendetwas abgewinnen, …

          —–

          Absolut sind an dieser höchst einseitigen Beschreibung von Povetkin nur die Mainstreammedien schuld. Ob es sich dabei um russische oder andere Mainstreammedien handelt, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist nur, dass Du über die Mainstreammedien etwas Privates über einen Boxer erfahren hast und Du diesen Boxer genau danach bewertest. Ich wiederhole dazu nur Folgendes:

          “Wenn interessiert schon die private Gesinnung (eines Boxers), zumal diese in den Mainstreammedien eh nur sehr einseitig und dazu auch nicht immer der Wahrheit entsprechend kommuniziert werden.”

          Fachlich bewertest Du Pove nur über den Kampf gegen Price, Klitschko und Ortiz, wobei der letztere ja nicht stattgefunden hat. Da wundert mich Deine Verblüffung, warum Pove ein solch starke Fanbase hat, überhaupt nicht.

          Gegen Klitschko konnte gar kein richtiger Kampf stattfinden weil Klitschko nur geschubst, geklammert und gedrückt hat. Gegen Price hat Pove eine einstecken müssen, die jeden anderen Boxer flachgelegt hätte, bevor Pove Price deutlich nach KO besiegte. Und was Ortiz betrifft, so zählt dieser ebenfalls zu den stärksten Schwergewichtlern. Jeder der Großen, außer Wilder, hat ihn gemieden und jeder hätte Charr bevorzugt.

          Das Du persönliche Abneigungen gegen Pove hast, ist Dein Ding und das will ich Dir auch nicht nehmen, aber Povtkins Skills als Top-Schwergewichtler in Frage zu stellen, ist nun mal sehr unfachmännisch!

  9. 8. September 2019 at 21:07 —

    Zunächst mal eine Begriffsdefinition: Fake Champion. Ein FC ist für mich ein Boxer, der seinen Titel nicht durch einen Kampf gegen einen bestehenden Dominator seiner GK erhält („To be the Champion, you gotta beat the Champion“) sondern seinen Titel glücklichen Umständen oder einem sonstigen Zufall verdankt. Meistens verliert er seinen Titel recht bald wieder. Der Inbegriff eines FC ist für mich Charles Martin: nach Verletzungsaufgabe Vyacheslav Glazkovs „erbte“ er den vakant gewordenen IBF-Titel, nachdem der Verband den Titel Tyson Fury aberkannt hatte, da dieser seiner PV nicht nachkommen wollte, sondern einem direkten Rematch gegen Waldemar zugestimmt hatte (was dann aber wegen Drugs & Booze nicht zustande kam). Schon im nächsten Kampf gegen AJ verlor Martin den Titel schon wieder durch KO in der 2. Runde.

    Auch die Klitschkos sind demnach Fake-Champions: mit der Ausnahme, dass sie aufgrund fehlender Konkurrenz ihre Titel lange behalten durften. Denn keiner von ihnen hat sich seinen Titel gegen eine Major Player des HW, sondern gegen schwache Boxer aus der zweiten Reihe geholt. Vitali wurde davor noch von einem völlig untrainierten und demotivierten Lennox Lewis nach 6 Runden aus dem Kampf genommen, Wladimir von Corrie Sanders und Lamon Brewster regelrecht vorgeführt. Gegen eine ebenfalls komplett untrainierte Version von Sanders holte Vitali dann zum zweiten Mal (vorher schonmal gegen den ex-Cruiser Herbie Hide) den Titel, Wladimir gegen Chris Byrd, der zu Amateurzeiten im Supermittelgewicht gekämpft hatte. Die beiden verteidigten in der Folgezeit ihre Gürtel gegen armselige Gegnerschaft: darunter spätere Journeymen wie S. Peters, Kevin Johnson, Danny Williams, Eddie Chambers, F. Pianeta, M. Wach, uvm. Und eben geegn A. Povetkin, seines Zeichens Fake-„Regular“-WBA-Champion – den Titel hatte er gegen den mächtigen R. Chagaev, der von Waldemar in zuvor 9 Runden zerlegt worden war, in einer mühevollen Punktentscheidung gewonnen. Nach 10 Jahren absoluter HW-Finsternis verlor Wlad seinen Titel wieder gegen den ersten besten Gegner, der einigermaßen boxen konnte: Tyson Fury. Ironischerweise verlor er dann seinen seit Jahren wohl besten Kampf gegen AJ durch Knockout.

    Poves historische Leistung besteht darin, nicht wie all die anderen subalternen „Gegner“ Klitschkos vorzeitig verloren, sondern nur dreimal den Boden besucht und Null (0) Runden gewonnen zu haben. Es war nicht nur WK, der „geschubst, geklammert und gedrückt“ hat, Povetkin hat es ihm mit gleicher Münze heimgezahlt. Ich empfehle meinem ärgsten Feind nicht, sich diesen Krampf nochmal anzusehen, aber wer es dennoch tut, sollte eine Riesendose Red Bull bereitstellen und er wird Zeuge werden, dass ich hier nicht gelogen habe (eher noch leicht untertrieben).

    Poves Skills sind zweifellos ordentlich, aber in einer unterdurchschnittlich schwachen HW-Ära möglicherweise die Nummer Zwei gewesen zu sein, ist jetzt auch nichts, was ich mein Leben lang feiern muss. Imo sind Haye und „Burger King“ Solis vom Talent her höher einzuschätzen, aber aus den bekanten Gründen haben sie ebenfalls versagt. Sicher, man kann auch Fan der Nummer 4 oder 5 sein, warum nicht? Erfolgsfans sind doch sowieso zum Kotzen – darin sind wir uns vielleicht einig, oder?

  10. 9. September 2019 at 01:57 —

    Ich biete jedem einen guten Geldbetrag, der mir Hinweise geben kann den realen Namen von Max Power zu bekommen. GFFG.

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