Smith und Parker siegreich

Smith und Parker siegreich

In der ausverkauften Manchester Arena hat Außenseiter Liam Smith am gestrigen Abend seinen favorisierten Gegner Chris Eubank jr in der vierten Runde besiegt und dem 33-jährigen die erste KO-Niederlage seiner Karriere zugefügt.
Der Liverpooler schlug Eubank im vierten Durchgang zweimal kurz hintereinander nieder, bevor Ringrichter Victor Loughlin den Mittelgewichtskampf abwinkte.

„Ich habe die ganze Woche gesagt, dass ich ein guter Finisher bin und ich wusste, dass ich ihn fertig machen würde, wenn ich ihn verletzt habe!“ sagte Smith gegenüber „BBC Radio 5 Live.“

Für die Fans des 34-jährigen Liverpoolers kam der Sieg durch KO trotzdem überraschend. „Beefy“ war bislang nicht für seine Schlagkraft bekannt und stand gegen Eubank erst zum zweiten Mal im Mittelgewicht im Ring.


Und so war die Begegnung eng. Eubank konnte harte Jabs anbringen, landete in der dritten Runde eine Reihe rechter Aufwärtshaken. Der Folgedurchgang aber gehörte Smith. Er trieb Eubank in die Enge und landete einen Wirkungstreffer am Kinn, gefolgt von zwei Linken und einem brutalen linken Aufwärtshaken.

Eubank kam schnell wieder auf die Beine, wirkte aber angeschlagen, als Ringrichter Victor Loughlin den Kampf weiterlaufen ließ.
Liam Smith setzte nach und schlug Eubank erneut zu Boden. Der sprang zwar so schnell auf, dass der Referee noch nicht einmal angefangen hatte, ihn anzuzählen, doch als Eubank sich dann kaum auf den Beinen halten konnte, brach Loughlin das Gefecht ab.

Eubank, dessen rechtes Auge durch Schlagwirkung stark angeschwollen war, realisierte gar nicht, dass der Kampf zu Ende war und versuchte erneut, auf Smith loszugehen, doch seine Ecke und der Referee zogen ihn weg.

„Wir werden sehen, was als nächstes kommt. Ich habe einer Rückkampfklausel (im Vertrag) zugestimmt“, sagte Smith nach dem Kampf.

Auf der Undercard konnte Heavyweight Joseph Parker seinen Gegner Jack Massey zwar besiegen, überzeugen konnte der 31 Jahre alte Neuseeländer aber nicht.

Zwar dominierte Parker das Gefecht, ein KO-Sieg über den Briten, der bislang im Cruisergewicht unterwegs war, wollte ihm jedoch nicht gelingen. Und dabei brachte Parker einen Gewichtsvorteil von 14 kg mit in den Kampf. Zudem hatte Parkers Coach Andy Lee von seinem Boxer eine „spektakuläre“ Leistung verlangt.

Doch Massey „überlebte“, wollte auch nach einem harten Uppercut in Runde 6 nicht fallen. Stattdessen schien das Selbstvertrauen des Briten zu wachsen.

Nach 12 Runden die mehr Halten als Kämpfen beinhalteten, lautete das Urteil am Ende
96:93, 97:92, 97:93 für Joseph Parker, der hier erneut nicht wirklich gut aussah.


Kein Wunder, dass der neuseeländische Nachrichtendienst „newshub“ über Parkers Leistung in diesem Kampf schreibt:
„Auf der Undercard nicht berauschend, wird es eine hart umkämpfte Reise – zurück an die Spitze.“

Wobei fraglich ist, ob es nochmal für die Spitze reicht.

19 Gedanken zu “Smith und Parker siegreich

  1. Parker wie erwartet, persönlich denke ich er geht langsam past Prime. Der brutale K.O. und vorallem die brachiale Demontage, Runde für Runde. Joyce war wie Michael Mayers aus den Halloween Streifen. Dem kannst antun
    was immer du willst, der hört nicht auf nach vorne zu kommen. Denke das war eine lebensverändernde Erfahrung. Parker weiß jetzt das es für ganz vorne nicht mehr reicht. Das kann psychologisch eine Menge mit einem Athleten anrichten.

    Eubank vs. Smith könnte die Ansetzung des Jahres werden. Wer hätte das gedacht…………

  2. Richtig starker Knockout von Smith. Sehr gut vorbereitet, hatte den Eindruck Eubank konnte überhaupt nicht folgen. Fand nicht, dass es nur ein lucky Punch war. Eubank sollte sich überlegen, ob er das Rematch will. Wenn ja, sollte er sich einen anderen Trainer suchen.

    Parker sehe ich auch Past-Prime. Er wird wahrscheinlich nun ein Gatekeeper werden. Ähnlich wie Whyte.

  3. Eubank wirkt im Mittelgewicht wie ein großer Spargel, der nicht wirklich kräftemäßig überzeugen kann. Sehr schade. Dennoch sehr fair von ihm, direkt nach Kampfende mit Anstand dem Sieger zu gratulieren. Das teilweise Buhen der Zuschauer war unangebracht.

    Parker wirkte zwar wie ein Koloss ggü Massey, aber das wird für die erste Reihe im Heavyweight nicht mehr reichen. Parker gegen Hrgovic wäre für eine Standortbestimmung sicherlich mal eine gute Ansetzung oder gegen Frank Sanchez. Auch da ist der Sieger für mich noch nicht zu 100% auszumachen.

  4. Smith, ein wahrer Angel-Sächsischer Krieger, obwohl alle gegen ihn waren, konnte er die Kraft seiner Germanischen Vorfahren in sich bündeln, und das gute über das böse siegen lassen. Wessex, ist stolz auf dich.

    1. Idol? 😂😂😂

      Ungern möchte ich über die längste Nicht-Titelverteidigung in der Geschichte sprechen. Aber es ist mir immer noch unbegreiflich wie sich jemand so lange als Schwergewichtschamp titulieren konnte, der nicht ein einziges Mal seinen Gürtel verteidigt hat

      1. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Mal sehen, was beim Prozess gegen Don King rauskommt.
        King hat doch am Wochenende wieder veranstaltet: Jonathan Guidry vs Bermane Stiverne …
        da müsste doch noch Kohle im Topf sein.

        Und Charr kann sich endlich zur Ruhe setzen. Was ja eigentlich seit Jahren der Fall ist.

  5. Das passiert wenn man von Jones Jr. trainiert wird und glaubt man wäre der beste Southpaw im game. Er hätte sich die 8 Sekunden anzählen einfach mal gönnen sollen oder vorher mal ein Knie nehmen, aber dazu steht ihm seine Arroganz zu sehr ihm Wege. Ich denke wenn er klassisch trainiert wird und sich auf das konzentriert was er tatsächlich kann, könnte er wesentlich besser sein.

  6. Endlich hat er mal so richtig Kassiert. Immer wieder mit Arroganten Sprüchen, von wegen ( ICh brauche nur 50 % um ihn zu schlagen……. Außerdem sollte er seinen Trainer Wechseln ….. Jones ist scheisse als Trainer

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