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Smith sieht sich als Sieger gegen Abraham: „Die Punktrichter waren einfach nur blind!“

Nicht nur Arthur Abraham will mit Paul Smith abrechnen. Auch der englische Herausforderer hat mit dem WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht noch eine Rechnung offen. Wieso Smith seiner Meinung nach längst den Weltmeister-Gürtel tragen sollte, wo sich der Schützling von Joe Gallagher auf das Rematch in der Berliner o2 World vorbereitet hat und welche großen Töne der Mann aus Liverpool in Richtung Titelverteidiger spuckt, lesen Sie im folgenden Interview.

Herr Smith, Sie treffen in nicht einmal mehr zwei Wochen erneut auf Arthur Abraham. Im ersten Anlauf, die WBO-Weltmeisterschaft zu erringen, waren Sie letzten September nach Punkten unterlegen. Wie sicher sind Sie, dass es im Rückkampf anders laufen wird?

Paul Smith: Erst einmal will ich klarstellen, dass ich den letzten Kampf nicht verloren habe! Die Punktrichter waren einfach nur blind! Wenn ich nach den Expertenmeinungen aus England und aus Übersee gehe, dann bin ich schon längst der Champion! Übrigens eine kleine Info für dich Arthur: Ich bin dieses Mal noch fitter, physisch stärker und habe an meiner Taktik gefeilt. Du kannst machen, was du willst, aber am 21. Februar wirst du auf dem Boden liegen!

Das sind aber markige Worte! Können Sie uns vielleicht einen kleinen Einblick in Ihre Vorbereitungen geben? Haben Sie irgendetwas im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen geändert?

Paul Smith: Zum Teil ja. Mit meinem Trainer Joe Gallagher lege ich natürlich vor allem Wert auf die Dinge, die im ersten Kampf gut funktioniert haben. Es gab auch einige Aspekte, die ich damals nicht wie gewünscht im Ring umsetzen konnte – auch daran arbeiten wir. Ich bin für das Rematch nach Marbella in Spanien geflogen, wo mein Kumpel und Ex-WM-Herausforderer Matthew Macklin ein Gym betreibt. Wir hatten dort ideale Bedingungen und ich musste aufpassen, dass ich keinen Sonnenbrand bekomme.

Sie sagen, dass Sie vieles verändert und verbessert haben und das, obwohl Sie glauben, das erste Duell mit Abraham für sich entschieden zu haben. Wieso?

Paul Smith: Ganz einfach, der nächste Kampf ist immer der schwerste! Mit diesem Motto bin ich in meiner bisherigen Karriere ganz gut gefahren. Nicht nur ich bekomme ja die Chance mich zu verbessern. Abraham wird ebenfalls noch härter im Training arbeiten, da er weiß, wer im ersten Fight der eigentliche Sieger war. Im Großen und Ganzen wird das die Qualität unseres Kampfes noch einmal heben.

Im Dezember haben Sie ihren kommenden Gegner auf einer Pressetour in Berlin und Liverpool zweimal getroffen. Welchen Eindruck hat Abraham auf Sie gemacht?

Paul Smith: Arthur war wie immer sehr respektvoll, so, wie man das von einem Champion erwartet und da bin ich nicht anders. Im Endeffekt bilde ich mir mit Blick auf diese öffentlichen Auftritte wie Pressekonferenzen, Training und Wiegen kein Urteil über ihn. Selbst der Einmarsch vor dem Kampf dient nur der Show. Erst nach wenn der Rundengong zur ersten Runde geschlagen hat geht’s los – dann lasse zumindest ich meine Maske fallen!

Abraham hat im Vorfeld geäußert, dass er im Rematch eine klare und definitive Entscheidung herbeiführen will …

Paul Smith: Das wollte ich hören! Wenn Arthur selbst auf den K.o.-Sieg aus ist, ergeben sich für mich mehr Lücken, um ihn zu treffen und selbst den entscheidenden Schlag zu landen. Und es ist ja wohl sonnenklar, wieso er dieses Mal so boxen wird.

Na dann klären Sie uns doch bitte auf!

Paul Smith: Er ist ein Ehrenmann und ihm war dieser geschenkte Sieg im ersten Duell mit mir peinlich. Das will er nun ausmerzen. Außerdem kann Abraham, obwohl der Kampf in seinem „Wohnzimmer“ stattfindet, am 21. Februar nicht erneut mit solch einer subjektiven Beurteilung zu seinen Gunsten rechnen. Die Welt wird am 21. Februar auf Berlin schauen und die Gerechtigkeit wird siegen!

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Berlin sind über die telefonische Ticket-Hotline 030-2060708899, im Internet unter www.tickethall.de und www.o2world-berlin.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Von Samira Funk

Quelle: Sauerland Event

 

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6 Kommentare

  1. 10. Februar 2015 at 00:07 —

    Wow,das nenne ich doch mal perfekte Fehleinschätzung und noch perfektere Selbstüberschätzung der eigenen Person!!!!

    Gut,Smith hat die ein oder andere Runde gewonnen und hat sich auch gut gewehrt,aber den Kampf hat er eindeutig verloren und ich beziehe mich jetzt nicht auf die Wertung der Punktrichter.
    Wenn in seinem Umfeld tatsächlich jemand ist der glaubt das Smith den ersten Kampf gewonnen hat,sollte sich die Person in Zukunft mit einer anderen Sportart beschäftigen.

    Andererseits bin ich aber auch der Meinung,wenn Abraham das Remach nicht durch einen Ko-Sieg beendet,wird es Zeit die Handschuhe an den Nagel zu hängen!

  2. 10. Februar 2015 at 02:56 —

    Sollte Smith ähnlich motiviert in den zweiten Kampf starten wie Stieglitz seiner Zeit,dann könnte er Abraham durchaus überraschend”überrennen”. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario dürfte aber relativ klein ausfallen.Ich tippe auch auf ein Abrahammer-Ko in den späten Runden.

  3. Dieser Smith ist genauso nervig wie Claudia Roth. Immer und überall labern beide s.cheisse und sind einfach nicht tot zu kriegen.

    Aber respekt an Smith, dass er den von Sauerland aufgeschriebenen text perfekt auswendig gelernt hat.

    • 11. Februar 2015 at 22:46 —

      Du vergleichst einen Boxer mit einen grünen Politikerin und bedauerst,dass sie nicht “tot zu kriegen sind”?
      Bist du ein kleiner verdrossener Internet-Fascho?^^

      • 12. Februar 2015 at 08:27 —

        Nein, er hat nur wie du zu viel Bushido gehört und will, dass Claudia Roth so viele Löcher wie ein Golfplatz hat…

  4. 10. Februar 2015 at 10:39 —

    Sturm lehnt IBF-MW-Titelkampf gegen N’Dam N’Jikam ab, weil die deutsche Liebes-Triangel Sturm-Stieglitz-Abraham attraktiver ist.
    Bei der WBA steht Sturm im SMW schon wieder auf Position 3 und bei boxrec auf 6 (VOR Groves, den Dirrell-Brüdern, Sanchez und Co) durch sein Unentschieden gegen Stieglitz…

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