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Sieg über Johann Duhaupas – Kurzarbeit für Tony Yoka

Sieg über Johann Duhaupas – Kurzarbeit für Tony Yoka

In der La Defense Arena im französischen Nanterre hat der französische Schwergewichtler Tony  Yoka seinen Landsmann Johann Duhaupas schon in der ersten Runde gestoppt.

Der mittlerweile 39 Jahre alte Duhaupas ist immerhin 2018 mit Jarrell Miller über die Runden gegangen und musste sich 2015 erst im elften Durchgang Deontay Wilder geschlagen geben. Im Jahr 2016 konnte ‚Reptile‘ den Finnen Robert Helenius durch TK06 bezwingen, doch Yoka ließ seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance.

Schon zu Beginn der ersten Runde machte Yoka Druck, schlug variabel auf Kopf und Körper und setzte vor allem mit seiner Rechten harte Treffer. Nach 45 Sekunden ging Duhaupas zum ersten Mal auf die Leinwand.

Nachdem der Kampf wieder freigegeben war, griff Yoka weiter an. Warum Duhaupas keinerlei Gegenwehr zeigte, wird wohl sein Geheimnis bleiben und so konnte ‚La Conquete‘ auch weiterhin ungehindert Treffer anbringen, die zum Teil auch Wirkung zeigten.

Schon wenige Sekunden danach wackelte Duhaupas erneut, nach 1:44 Min. versagten ihm die Beine wieder, Sekunden später setzte Yoka einen Aufwärtshaken, der Duhaupas noch einmal zu Boden brachte und das Ende des Kampfes einläutete: Ringrichter Jerome Lades brach die Begegnung sofort ab.

Yoka verbessert damit seine Bilanz auf 8-0-0- bei 7 Siegen durch KO. Fraglich ist, welche Bedeutung man diesem Kampf beimessen soll. Duhaupas hat zwar die schnellste KO-Niederlage in seiner Karriere erlitten, wirklich gekämpft hat der 39-jährige Franzose aber nicht. Selbst wenn man die boxerische Überlegenheit von Yoka anführt, so gab es zu keiner Zeit ein Aufbäumen bei Duhaupas, nicht das leiseste Anzeichen von Kampfeswillen.

Und so ist der Sieg von Yoka zwar „schön für die Bilanz” aber nicht sonderlich aussagekräftig. Während Duhaupas sich nach dieser Leistung jetzt fragen sollte, ob es nicht Zeit ist, die Handschuhe an den berühmten Nagel zu hängen, erklärte Yoka nach dem Kampf: „Es war ein großartiger Abend, obwohl ich ein wenig frustriert bin. Ich hätte gerne noch ein paar Runden gemacht, um meine Grenzen zu testen. Aber ich bin glücklich darüber, wie sich der Kampf entwickelt hat. Es ist Zeit, eine Stufe höher zu gehen. Aber wir reifen spät im Schwergewicht. Ich möchte bis zum nächsten Sommer fünf bis sechs Kämpfe bestreiten.”

Nun bleibt abzuwarten, mit wem sich Top Rank-Boxer Yoka als nächstes das Seilgeviert teilen muss. Ein so schwacher Gegner wie Duhaupas dürfte es wohl nicht sein.  

Auf der Undercard konnte auch Tony Yokas Ehefrau Estelle Yoka-Mossely, Olympiasiegerin von 2016, ihren Kampf gegen Aurelie Froment aus dem französischen Agde siegreich gestalten.

Hier der ganze Kampf

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9 Kommentare

  1. 26. September 2020 at 07:54 —

    Das ging aber schnell.
    Er braucht noch 7 gute Kämpfe gegen Gegner wie brjant jennings, Carlos takam, Charles Martin, Robert helenius, usw..
    Tony ist gut aber er braucht noch ein bisschen Zeit.

  2. 26. September 2020 at 08:28 —

    Duhaupas hat NICHTS gezeigt. Leider.

  3. 26. September 2020 at 08:42 —

    Nicht ein einziger Angriff – Keine Gegenwehr.

  4. 26. September 2020 at 09:09 —

    Yoka hat gute Skills bewiesen aber Schreiberling und Fuchs liegen da schon sehr richtig. Das war glatte Arbeitsverweigerung.

  5. 26. September 2020 at 10:06 —

    Hab den Kampf noch nicht gesehen aber ging das mit rechten Dingen zu? Duhaupas ist doch eigentlich ein harter Knochen und Yoka ja nun auch nicht der schlagstärkste Schwergewichtler… Der hat immerhin in der WSB gegen Erik Pfeifer verloren.

  6. 26. September 2020 at 10:40 —

    @ Buckelfred1

    Sagen wirs mal so: das Ganze wirkt schon etwas “komisch”.

  7. 26. September 2020 at 13:24 —

    Jetzt wo ich den Kampf gesehen habe, muss ich sagen dass die Aufwärtshaken schon gesessen haben. Ich nehme mal an Duhaupas hatte 3 Tage Vorbereitungszeit gehabt was seine nicht vorhandene Spritzigkeit erklären sollte. Yoka ist schnell und groß aber ich denke bis jetzt wurde er clever beschützt gegen namenhafte Gegner die man schnell mal zum verlieren einkauft…

  8. 26. September 2020 at 14:22 —

    @ Buckel

    Natürlich hat Yoka getroffen. Das war ja auch nicht schwer. Ausser
    Deckungsarbeit kam von Duhaupas auch nichts. Ich erinnere mich nicht daran, dass er auch nur einmnal geschlagen hätte.

  9. 26. September 2020 at 16:54 —

    Ist zwar alles richtig was im Bericht steht, bin aber dennoch der Meinung das Duhaupas kalt erwischt wurde…und Yoka hat dann nach den ersten Niederschlag alles richtig gemacht um den Sack zuzumachen!
    Allerdings, der Abbruch kam zu früh……

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