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Shumenovs Workrate zu hoch für Uzelkov – Beide Boxer am Boden

In seinem elften Profikampf hat Beibut Shumenov am Freitagabend seinen WBA-Halbschwergewichtstitel erfolgreich gegen den zuvor ungeschlagenen Vyacheslav Uzelkov verteidigt. Der schwache und teilweise fast apathisch wirkende Uzelkov hatte sich die klare Punktniederlage jedoch selber zuzuschreiben.

Der Ukrainer legte eine katastrophale Workrate an den Tag und schlug durchschnittlich nur 22-mal pro Runde. Shumenov ließ seine Fäuste einfach viel häufiger fliegen und sicherte sich somit Runde um Runde nach einem wackligen Start. Denn in der ersten Runde erwischte Uzelkov den Weltmeister mit seinem besten Schlag im ganzen Kampf. Ein unvorbereiteter linker Haken traf Shumenov sauber am Kinn und streckte ihn nieder. Der kasachische Titelträger fand jedoch schnell wieder auf die Beine und lief auch den Rest der Runde kaum Gefahr gestoppt zu werden, da Uzelkov schlicht und ergreifend nicht genug schlug.

Shumenov fand in der zweiten Runde gut zurück in den Kampf indem er Uzelkov durch Aktivität überforderte, und mehr als viermal so viele Schläge abfeuerte wie sein Herausforderer. In der dritten Runde brachte er sich dann sogar nach Punkten nach vorne, als er mit dem Rundenende Uzelkov dabei erwischte, wie er nach einem Schlag die Deckung zu tief hängen ließ. Shumenov landete eine gute rechte Gerade, und Uzelkov wackelte kurz bevor er zu Boden taumelte.

Zu Beginn der vierten Runde hatte sich Uzelkov wieder von dem Niederschlag erholt, doch die Probleme, die sich bereits in der zweiten und dritten Runde gezeigt hatten, bestanden weiterhin. Shumenov blieb der deutlich Aktivere der beiden, während Uzelkov ideenlos nach vorne marschierte ohne dabei seinen Jab einzusetzen. Somit machte er es Shumenov einfach als erster die Schläge abzufeuern und zu punkten, zumal Uzelkovs Beinarbeit sich als sehr schwach erwies. Shumenov hingegen bewegte sich gut durch den Ring und hielt Uzelkov meist außer Gleichgewicht. Shumenov zeigte sich verbessert im Vergleich zu seinem letzten Kampf als er auf kontroverse Art und Weise den Titel im Rückkampf mit Gabriel Campillo gewann, doch Uzelkov präsentierte sich auch einfallslos und unmotiviert. Zu keinem Zeitpunkt spürte man bei ihm irgendeine Art von Eile oder Drang das Tempo zu erhöhen, obwohl er Runde für Runde durch seine Passivität abgab. Nicht einmal zum Schluss schien er wirklich auf einen KO, der seine einzige Möglichkeit zum Sieg darstellte, abzuzielen, so dass die erste Runde die einzige zu bleiben schien, die er für sich entscheiden hatte können.

So sahen es auch zwei der drei Punktrichter, die Shumenov den Sieg mit 118-108 zusprachen, während der Dritte mit 117-109 immerhin noch eine weitere Runde für Uzelkov fand, aber auch Shumenov als klaren und verdienten Sieger sah. Beibut Shumenov behält damit seinen WBA-Titel und lieferte wohl die bislang beste Leistung seiner noch kurzen Profikarriere ab, während Vyacheslav Uzelkov auf ganzer Linie enttäuschte.

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