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Shawn Porter vs Yordenis Ugas – Kampf um den WBC Titel im Weltergewicht

Einer der besten Kämpfe des kommenden Wochenendes wird am Samstag in Carson /Kalifornien ausgetragen. Dabei geht es um die Titelverteidigung von Shawn „Show Time“ Porter (29(17)-2-1), der seinen WBC-Gürtel im Weltergewicht gegen den gebürtigen Kubaner Yordenis Ugas (23(11)-3-0) behaupten will. Auf der Undercard gibt es eine Vielzahl von Kämpfen zu sehen. Die meisten davon sind Aufbaukämpfe von Nachwuchsboxern.

Shawn Porter hatte nach seinen Niederlagen gegen Kell Brook (2014, IBF-Titel) und Keith Thurman (2016, WBA Titel) im Kampf um den 2017 WBC-Silver-Titel endlich wieder geschafft, einen Gürtel zu tragen. Er bezwang im April Andrè Berto in einem Eliminatorkampf und holte sich dann im November den Silver-Titel relativ entspannt mit einem 3x 117:111 Punktsieg gegen Adrian Granados. Der nächste Kampf war dann schon anspruchsvoller: Porter bezwang im September 2018 Danny Garcia, als beide im Barclays Center New York um den vakanten WBC-Titel gegeneinander antraten. Der Kampf endete mit einem knappen Punktsieg (116:112 und 2x 115:113) für Porter.

Für Yordenis Ugas ist es der erste WM-Kampf. Der aus Santiago de Cuba stammende Boxer lebt in Miami / Florida. Er war als Amateur recht erfolgreich und holte für sein Land bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking eine Bronzemedaillie. Er setzte sich 2010 in die USA ab und wurde noch im gleichen Jahr Profi. Seinen Karriereaufbau unterbrach er 2014, nachdem er zwei Kämpfe nacheinander verloren hatte. Nach über zwei Jahren Pause stieg er 2016 wieder in den Ring und schlug einen Boxer souverän nach Punkten, der zuvor in 20 Kämpfen unbesiegt war. In den darauf folgenden Fights siegte er sieben mal nacheinander. Er stieg in den Rankings und qualifizierte sich letztendlich für den WBC-Titelkampf gegen Porter.

Ugas ist hoch motiviert, als Kubaner gegen einen Amerikaner zu gewinnen und Profi-Weltmeister zu werden. Es sollte dennoch der Titelträger sein, der diesen Kampf aufgrund seiner größeren Erfahrung im Kampf gegen Top-Gegner gewinnt. Selbst wenn der Kampf von Ugas knapp gewonnen zu sein scheint, wird er in den USA bestenfalls ein Draw bekommen. Die Überlegenheit von Ugas gegenüber Porter müsste schon erdrückend sein oder er müsste ihn mehrmals zu Boden schlagen, wenn er den Sieg bekommen will. Man kann auf das Urteil gespannt sein, wie die Punktrichter einen eventuell engen Kampf bewerten werden. Natürlich ist es „übelste Nachrede“ zu behaupten, in den USA wäre schon jemals ein Boxer benachteiligt worden. Schließlich geht ja im Profiboxen immer alles korrekt zu.

Wer sich die Veranstaltung ansehen möchte, hat in der Nacht auf Sonntag ab 2:00 Uhr u.a. bei DAZN.com die Gelegenheit dazu. Gleichzeitig wird von DAZN auch das Event aus Verona / New York mit dem Hauptkampf zwischen Bivol und Smith jr gezeigt.

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