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Shannon Courtenay unterliegt Rachell Ball nach Punkten 

Bereits am Freitag trafen, wie hier auf Boxen.de angekündigt, die beiden Britinnen Shannon Courtenay und Rachell Ball aufeinander. Dieser Kampf fand im Federgewicht bei der „Fight-Camp“ Garten-Veranstaltung von Eddie Hearn in Brentwood statt. Punktrichter gab es bei dieser eher nebensächlichen Begegnung nicht.

Das Punkturteil (77:75 für Ball) wurde allein durch Ringrichter Howard John Foster gefällt. Das ist soweit nicht ungewöhnlich. Bei Kämpfen dieser „Preisklasse“ ist es nicht unüblich, dass nur der Ringrichter über das Punkturteil entscheidet. Das Ungewöhnliche dabei ist, wie mit dieser Niederlage der Favoritin Shannon Courtenay umgegangen wird.

Offenbar hatten die Leute, die den Youtube-Clip dieses Kampfes zusammen gestellt haben die Order, Courtenay recht gut darzustellen und es so aussehen zu lassen, als wäre sie womöglich um den Sieg betrogen worden. Man sieht nur bei dem “Highlight-Zusammenschnitt” den Niederschlag. Ansonsten eine scheinbar pausenlos vorwärts gehende Courtenay, die Druck macht und den Kampf locker im Griff hat. Schaut man sich dann aber den ganzen Kampf an, ergibt sich ein anderes Bild. Man sieht einen ausgeglichenen Kampf, der durchaus ein „Unentschieden“ hätte werden können.

Kampfentscheidend war eine Szene in Runde 1, in der der 29-jährigen Rachell Ball ein gut sitzender Konterschlag zum Kopf der 2 Jahre jüngeren Courtenay gelingt, der Wirkung hinterlässt und Courtenay kurz auf den Ringboden zwingt. Sie wurde angezählt und die erste Runde war damit 10:8 für Ball zu werten.

Die Szene sieht man allerdings nur, wenn man den Clip mit den Highlights anschaut. Der Niederschlag und die Situation, wie er sich anbahnt, ist etwa nach einer Minute Kampfdauer zu sehen. Das Komische dabei ist, dass eben diese kampfentscheidende Situation bei dem Clip mit dem angeblichen ganzen Kampf ganz gezielt rausgeschnitten wurde. Das hat schon fast groteske Züge, wenn die für diesen Video-Cut verantwortlichen Leute versuchen oder selber daran glauben, mit dem Weglassen der wichtigsten Szene des Kampfes irgend etwas beschönigen zu wollen. Man kann einen Niederschlag nicht ungeschehen machen, indem man ihn einfach aus einem Clip heraus schnippelt. … und weil man scheinbar gerade mal beim Schneiden war, wurde der Siegesjubel von Rachell Ball bei der Urteilsverkündung auch gleich noch mit weg gestutzt. Das ist schon fast “Ergebniskosmetik” vom Allerfeinsten.

Hier die „Highlights“ und “ganze Kampf”. Beim Vergleichen der ersten Runde wird man merken, dass die betreffende halbe Minute von 0:59 bis 0:29 einfach entfernt wurde. Warum macht man sowas?

 

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