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Sexton schlägt Olubamiwo – Unbefriedigendes Ende nach Cutverletzung von Sexton

Am Freitagabend ging der britische Schwergewichtskampf zwischen Sam Sexton und Larry Olubamiwo, der sich ordentlich zu entwickeln schien, verfrüht zu Ende, als ein unabsichtlicher Kopfstoß zu einem schweren Cut bei Sam Sexton führte. Nach fünf Runden wurde das Punkturteil gefällt, und Sam Sexton wurde verdient zum Sieger gekürt.

Olubamiwo versuchte zu Beginn der ersten Runde seinen Jab zu etablieren und den Vorwärtsgang einzulegen. Sexton hingegen explodierte mit plötzlichen guten Kombinationen und landete damit die besseren Treffer, da Olubamiwos Schläge eher selten den Weg durch Sextons Deckung fanden. Ein sehr guter Konter mit einer rechten Geraden etwa eine Minute vor Ende der Ersten bescherte Sexton endgültig die Runde. Auch in Runde Zwei befand er sich weiterhin im Rückwärtsgang, durchaus mit Respekt vor Olubamiwos größter Stärke, seiner Schlagkraft. Sobald Sexton jedoch die Öffnung sah, schlug er in Kombinationen und traf auch meistens gut. Eine gute rechte Gerade kurz vor Schluss sicherte ihm auch wohl erneut diese Runde, obwohl Olubamiwo im zweiten Durchgang durchaus besser mitgehalten hatte und das Geschehen eng gestaltet hatte.

Auch in der Folge war es das gleiche Bild. Olubamiwo feuerte konstant Einzelschläge ab, während Sexton oftmals lange passiv blieb nur um dann aus dem Nichts heraus mit guten Kombinationen zu kontern, während derer Olubamiwo sich hinter seiner Deckung verschanzte und das Schlagen einstellte. Zudem hatte es stets den Anschein, dass Sextons Schläge mehr Wirkung bei Olubamiwo hinterließen als umgekehrt, und ein, zwei Mal war man sich durchaus unsicher, ob der 33-Jährige nicht leicht angeschlagen war. Der zu diesem Zeitpunkt etwas enttäuschende Kampf bekam eine neue Dimension, als in der vierten Runde plötzlich beide Boxer böse mit den Köpfen zusammen prallten. Der Leidtragende war Sam Sexton, der einen schlimmen Cut an der linken Augenbraue erlitt, aus dem innerhalb von Sekunden das Blut geradezu zu strömen begann. Der Ringarzt schaute sich den Cut in derselben Runde noch zwei Mal an, und Sexton fühlte den Druck jetzt aufdrehen zu müssen. Er erhöhte das Tempo und brachte ein paar gute Treffer an, doch lief auch in den nächsten unabsichtlichen Kopfstoß, der einen weiteren Cut über dem linken Auge öffnete.

Die Action nahm nun ab der fünften Runde zu, da vor allem Sexton, durch den weiter kaum zu verarztenden Cut angetrieben, anscheinend den KO suchte. Nach zwei Minuten der fünften Runde äußerte Ringrichter Ken Curtis erneut Bedenken und zog den Ringarzt nochmals zu Hilfe. Dieser bestätigte Curtis anscheinend in dessen Meinung, so dass dieser den Kampf abbrach.

Da der Kampf über vier Runden hinausgegangen war ging es über die Punkte. Curtis selber fungierte als einziger Punktrichter und erklärte Sam Sexton verdient, wenn auch überraschend knapp mit 49-48 zum Sieger. Nach dem Kampf betonte Sexton, der seinen Kampfrekord auf 15 Siege bei zwei Niederlagen aufbesserte, dass er seiner Ansicht nach in der Lage gewesen wäre auch mit dem Cut die volle Distanz von acht Runden zu gehen. Olubamiwo, der seine dritte Profiniederlage im dreizehnten Kampf kassierte, pochte unterdessen auf einen Rückkampf, da Sexton und er nach diesem Ausgang noch eine Rechnung miteinander offen hätten.

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