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SES-Fightnight in Mülheim: Pianeta und Hammer gewinnen nach Punkten

Francesco Pianeta, Francois Botha ©Eroll Popova.

Francesco Pianeta, Francois Botha © Eroll Popova.

Der Gelsenkirchener Schwergewichtler Francesco Pianeta (27-0-1, 14 K.o.’s) bleibt auch im 28. Profikampf ungeschlagen. Bei der SES-Fightnight in Mülheim fuhr der 27-Jährige einen relativ klaren Punktsieg gegen den erfahrenen Südafrikaner Francois Botha (48-8-3, 29 K.o.’s) ein.

Der “Weiße Büffel”, der mit 125 kg das höchste Gewicht seiner Karriere auf die Waage gebracht hatte, hielt sich in der ersten Runde zurück kam aber mit gelegentlichen überfallartigen Angriffen nach vorne. In der zweiten Runde brachte Pianeta eine harte Linke voll ins Ziel, Botha hatte ab diesem Zeitpunkt vor seinem Gegner sichtlich Respekt. In der dritten Runde ging Pianeta einige Male zum Körper, machte aber sonst zu wenig.

Die vierte Runde lief für Botha etwas besser, da Pianeta zu inaktiv war. In der fünften Runde konnte der SES-Boxer seinen Gegner aber in die Seile drängen, Botha ließ sich aber nicht beeindrucken und machte Mätzchen. In der sechsten Runde traf Botha zwei Mal gut mit Rechts, Pianeta brachte am Ende eine sehenswerte Kombination ins Ziel. Auch in der achten Runde war Botha der aktivere Mann.

Die neunte Runde gehörte wiederum Pianeta, der einige gute Einzelschläge landete, Kombinationen kamen aber immer noch zu wenige. In der zehnten Runde platzte Pianeta der Handschuh auf, da aber nicht mehr lange zu boxen war, wurde auf einen Wechsel verzichtet. Botha ging nach der Unterbrechung noch einmal in den Angriff über, die Runde endete aber deutlich zu früh. Auf den Punktezetteln war am Ende Pianeta mit 99-92, 100-96 (?!) und 97-93 verdient vorne, um aber an der Weltspitze zu bestehen, wird der gebürtige Italiener noch etwas zulegen müssen.

“Der Kampf war ok. Es gibt sicher noch einige Punkte, die ich noch lernen muss”, sagte Pianeta im Interview mit SPORT1. “Bis zur WM dauert es noch ein bißchen. Ich war zu nervös. Ich muss mehr arbeiten.”

Im zweiten Hauptkampf des Abends konnte Mittelgewichts-Weltmeisterin Christina Hammer (13-0, 7 K.o.’s) ihre WBO- und WBF-Titel gegen die aus der Dominikanischen Republik stammende Yahaira Hernandez (11-4, 5 K.o.’s) verteidigen. Ein K.o. wollte der 25-jährigen Dortmunderin trotz totaler Überlegenheit jedoch nicht gelingen.

Hernandez war bereits in der zweiten Runde zwei Mal schwer angeschlagen, Hammer setzte aber noch nicht bedingungslos nach. In der vierten Runde gelang der Mittelgewichtlerin mit einer rechten Geraden der erste Niederschlag, Hernandez kam aber wieder auf die Beine. In den mittleren Runden ließ sich Hammer zu sehr auf den Infight ein, wo Hernandez auch das eine oder andere Mal mit ihren wilden Schwingern traf.

In der achten Runde bekam Hernandez wegen ihres ständigen Klammerns einen Punkt abgezogen, in der neunten Runde musste die Dominikanerin ein weiteres Mal zu Boden. Hernandez schien aber unbedingt über die volle Distanz kommen zu wollen und machte weiter. In der letzten Runde bekam Hernandez einen weiteren Punkt abgezogen und drohte nach einem weiteren Niederschlag aus dem Ring zu fallen. Hammer fehlte am Ende aber die Zeit, um nachsetzen zu können. Auf den Punktezetteln war es dann mit 3 mal 100-85 eine glasklare Angelegenheit für Hammer, der im Mittelgewicht langsam die Gegnerinnen ausgehen.

“Ich habe vor meinem letzten Kampf ein K.o.-Versprechen gegeben, ich konnte es aber leider nicht einhalten”, sagte Hammer. “Ich habe trotzdem einen guten Kampf gemacht. Ich habe immer auf den entscheidenden Schlag gehofft, es hat aber nicht geklappt. Danke an die Fans, die heute da sind.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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27 Kommentare

  1. Norman
    8. September 2012 at 02:35 —

    Super habe nur dazu zu sagen das kein einziger besch.issener Livestream funtioniert hat wo ich den Kampf kucken wollte war aber anscheint nur ein 12 Runden kampf ohne ein neuen kommenden Ko schläger im HW der alle schockt und die fans von den socken reist

  2. 300
    8. September 2012 at 02:41 —

    Gut. Die ersten zwei Kämpfe habe ich richtig getippt.

  3. HWFan
    8. September 2012 at 03:03 —

    Hmmm, ein Punktsieg gegen Botha, der schon zu seiner Prime zwischen den wirklich starken Leuten mehr oder weniger “durchgereicht” wurde…
    Naja, immer noch besser als eine Niederlage, aber für einen WM-Kampf hat sich Pianeta damit sicher nicht gerade empfohlen…

  4. Hamza Asadulla
    8. September 2012 at 07:29 —

    Warum Botha überhaupt noch boxt, wird ein ewiges Rätsel für mich bleiben!

  5. florian
    8. September 2012 at 07:38 —

    Es ist wirkich keine gute Bewerbung für einen WM Kampf für Pianeta. Botha hat bislang all seine Niederlagen durch K.O kassiert und Pianeta kriegt dass nicht hin. Technisch ist er gut aber auch noch lange nicht WM reif. Da kommt noch ziemlich Arbeit auf ihn und Dirk Dzemski zu. Hoffe Botha hält sein Versprechen und tritt endlich zurück.

  6. Sidon4Life
    8. September 2012 at 08:43 —

    habe den fight natürlich gesehen-botha in seiner schlechtesten form jemals!!! er sollte echt aufhören-leute holyfield hatt botha übelst k.o geschlagen und pianeta macht 10 runden rum ohne botha gefährlich zu werden!!! pianete wird niemals an die spitze kommen—-er könnte sich mit kretsche ein fight liefern-das wäre ok.

  7. ~~~Till~~~
    8. September 2012 at 09:05 —

    Auch wenn Botha nur wenig echte Erfolge feiern konnte, so zieh ich vor seiner Karriere doch den Hut!
    Er kann zurück blicken und feststellen, gegen jeden der besten Boxer seiner Karriere angetreten zu sein! Ich denke das Vitali ebenfalls solche Namen in der Kampfliste gut stehen würden… aber abgesehen von Lewis waren es nur noch die stärksten Boxer einer schwachen Generation!
    Es wird Zeit für den weißen Büffeln die Handschuhe an Nagel zu hängen, bevor er künftig noch als Kanonenfutter zur Statistikkosmetik dient!

  8. ghetto obelix
    8. September 2012 at 09:29 —

    Die Alte mit der Trompete beim Einlauf von Pianeta war ja der Abschuse !!! 😀 😀

    Unfassbar !!! 😀 😀

  9. ghetto obelix
    8. September 2012 at 09:30 —

    Abschuss

  10. Tim
    8. September 2012 at 09:35 —

    Pianeta wird nie was werden, wenn er so boxt wie gegen Botha.

    Normalerweise hätte er ihn ganz klar dominieren müssen, aber er hat kaum was gezeigt! Ein Journeyman wie Jameel McCline hätten Pianeta glaube schwer zugerichtet.

  11. Papa Franco
    8. September 2012 at 09:39 —

    Ich fand pianeta nicht sonderlich überzeugend. Er hat sicherlich ein paar gute Ansätze gebracht und ist auch technisch nicht schlecht, aber mir fehlt bei ihm jegliche Explosivität. Aber ich finde gut dass er selbstkritisch ist und sich am Ende realistisch eingeschätzt hat, eine Fähigkeit die einigen Boxern leider fehlt. Weiß nicht ob Dirk dzemski als Trainer erfahren genug ist um pianeta aufzubauen. Andererseits finde ich es gut, dass es auch nachwuchstrainer unter 70 gibt.
    Was haltet ihr von dzemski als Trainer???

    Positiv überrascht hat mich der Kampf von Hammer. Normalerweise schaue ich selten frauenboxen und hab den Kampf nur gesehen weil ich auf pianeta gewartet habe. Aber die Tante aus Dortmund hat echt gut gekämpft, für das “frauenboxniveau” technisch gut und sehr beweglich und leichtfüßig.

  12. Mike
    8. September 2012 at 09:43 —

    Pianeta / Botha: das war ein besserer Sparringskampf. Mehr nicht. Hut ab vor Botha. Pianeta: it’s a long, long way to goe to the top of the world. Berücksichtigt man aber Pianetas Krankheitsgeschiche:
    Hut ab auch vor Pianeta.

  13. SemirBIH
    8. September 2012 at 09:48 —

    @Till

    Sehr schöner Kommentar!

  14. Brennov
    8. September 2012 at 10:23 —

    schlechter kampf von den itakker. kaum was gemacht., botha nie in verlegenhet gebracht und in runde 10 selber ordentlich kassieret. da haben sie dann schnell den gong 1:34 vor schluss geschalgen damits net noch nen KO gibt. der kerl ist mal mega peinlich und will was im schwergewicht reißen?

  15. HWFan
    8. September 2012 at 10:48 —

    @ Papa Franco: “Aber ich finde gut dass er selbstkritisch ist und sich am Ende realistisch eingeschätzt hat”

    …naja, ob es sooo realistisch ist, nach so einem Kampf von einer WM zu reden, weil mal dahingestellt, aber ich weiß zumindest, was du meinst und denke auch, dass es zumindest wichtig ist, seine eigenen Leistungen kritisch zu sehen, anstatt einen solchen Sieg also Top-Leistung “verkaufen” zu wollen…

  16. Lonny
    8. September 2012 at 11:23 —

    Brennov, Du Experte!

  17. ghetto obelix
    8. September 2012 at 11:44 —

    der Pianeta ist trotzdem nix

  18. Baron
    8. September 2012 at 11:50 —

    Dzemski war als Boxer nix und als Trainer wird der auch nix.

  19. 300
    8. September 2012 at 13:30 —

    Pianeta ist der europäische Charr

  20. Shorty
    8. September 2012 at 16:03 —

    Die Frage ist, warum sucht man einen jungen HW Boxer so einen ausgelutschten Schrott aus ?? Pianeta wird am aller wenigsten von dem Kampf profitiert haben.
    Ein Sieg gegen Botha bedeutet gar nichts !!

  21. Tommyboy
    8. September 2012 at 17:13 —

    Habe bei beiden richtig getippt 🙂 UD
    Aber Pianeta, sollte lieber sein Beruf wechseln, einer der net Bohta KO schlägt wird nie WM 🙂

  22. Alex
    8. September 2012 at 18:24 —

    @ Baron

    Dzemski war deutscher Meister und NBA Meister. Als Trainer hat er mit 40 Jahren schon einen Wm trainiert also komm nicht damit dass er nichts ist und nichts war. Zumindest wenn du Dirk Dzemski meinst

  23. Papa Franco
    8. September 2012 at 19:12 —

    @300: im Vergleich zu Charr hat pianeta zumindest technische Fertigkeiten die Charr komplett fehlen. Und pianetas auftreten in der öffentlichkeit ist nicht vergleichbar peinlich

    @shorty: ich verstehe was du meinst aber ich glaube der Hintergrund warum Botha gewählt wurde ist sein Name, genauso wie zuvor Oliver mccall. Pianeta hatte sichtbaren Respekt vor ihm, aberzieht wegen seiner boxerischen “Fähigkeiten”. Denke mal das ganze sollte eine strategische impfung des Selbstvertrauens sein.

    Was dzemski betrifft so reicht seine mittelmäßige boxkarriere allemal aus um ein guter Trainer zu werden, denn es sind zweierlei Dinge. Viele gute us-boxtrainer hatten selber aktiv kaum was gebracht.

  24. robbi
    8. September 2012 at 20:22 —

    alex
    dzemski hat stieglitz übernommen nachdem er wm war…

  25. Alonso Quijano
    8. September 2012 at 20:54 —

    lol wers der alta sack da im bild

  26. sindbad
    8. September 2012 at 21:52 —

    botha war schon schrott als er gegen schulz geboxt hat.
    aber er boxt heute mit 43 noch.
    warum wohl. man konnte es sehen. er kann im mittelfeld noch gut mit schwimmen.
    für mich unglaublich. warum gibt es keinen guten nachwuchsboxer im hw

  27. Alex
    8. September 2012 at 22:19 —

    @ robbi

    Das macht nichts aus. Ein Wm nimmt ja nicht einfach mal irgendeinen Trainer

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